Nvidia Pascal: Hersteller bittet um Beschränkung der Bestellmenge pro Kunde
Die hohe Popularität vom Cryptocoin-Schürfen führt zu riesigen Grafikkartenbestellungen, teils wollen einzelne Kunden mehr als hundert Stück kaufen. Dies führt zu einer Preisexplosion und einer Verringerung der Verfügbarkeit. Nvidia scheint diese Entwicklung nicht zu gefallen, das Unternehmen bittet Händler darum, nur wenige Grafikkarten pro Kunde zu verkaufen, damit auch Spieler welche erwerben können.
Wer momentan eine Grafikkarte kaufen möchte oder muss, hat leider den falschen Zeitpunkt gewählt. Die hohe Nachfrage der Cryptocoin-Miner hat zu einem deutlich erhöhten Preis und einer geringen Verfügbarkeit geführt. Nun hat der Hersteller Nvidia ein Zeichen gegen das Schürfen von Kryptowährungen mit Grafikkarten gesetzt.
Nvidia hat die Händler gebeten, die maximal mögliche Anzahl von Grafikkarten pro Bestellung zu begrenzen. Dies umgesetzt haben die Online-Shops Alternate, Caseking, Mindfactory und MIX. Aktuell limitieren alle dieser Händler die Grafikkarten auf zwei Stück desselben Typs pro Bestellung. Mindfactory hat bereits im Sommer letzten Jahres angefangen, die Grafikkartenbestellungen zu limitieren. Anfangs lag die Obergrenze noch bei fünf, dann drei und seit einiger Zeit bei nur zwei Grafikkarten. Bei allen dieser Online-Shops gilt der Grafikkartenlimit auch für Produkte von Nvidia-Konkurrenz AMD. Allerdings haben noch nicht alle Händler einen derartigen Bestelllimit umgesetzt, es bleibt abzuwarten, ob die Shops sich die lukrativen Mehreinnahmen durch Miner entgehen lassen wollen - eine Bestrafung beim Verweigern solcher Maßnahmen gibt es nicht.
Nvidia auf Anfrage von ComputerBase bestätigt, dass man für eine Begrenzung der Bestellmenge wirbt. Für Nvidia stehen Gamer - zumindest bei den Geforce-Produkten - an erster Stelle, so der Pressesprecher des Unternehmens. Ob dieses Vorgehen Abhilfe schaffen wird, ist noch nicht klar. Zwar verhindern die aktuellen Begrenzungen die größten Bestellungen - aus Osteuropa sollen bei deutschen Online-Shops Bestellanfragen für Grafikkarten im Hunderterbereich eingegangen sein - doch ermöglicht die bisherigen Umsetzung weiterhin Bestellmengen von einigen Dutzend Grafikkarten, da man einfach von jedem verfügbaren Partnermodell zwei Stück bestellen kann.
Quelle: ComputerBase.de
Außer dem kleinen Endanwender, der sich bestenfalls alle paar Jahre mal EINE Grafikkarte kauft, hat doch wirklich niemand interesse daran, das sich der Trend ändert.
Die Währungs-Betreiber erfreuen sich daran, das die Währung etabliert. Schließlich sind die "elektronischen Währungen immernoch in der Nische und zu wenig von der Allgemeinheit akzeptiert.
Die Grafikkarten Hersteller erfreuen sich daran, das ihre Karten reißenden Absatz finden und ihre Produktion ausgelastet ist.
Und der Handel erfreut sich daran, möglichst viele Grafikkarten verkaufen zu können und das zu aktuellen Mondpreisen.
Wäre es im Interesse des Handels, die Sache einzudämmen, würden sie die maximale Bestellmenge pro Kunde temporär reduzieren und nicht die Menge pro Bestellvorgang. Selten eine Meldung gesehen, die noch mehr PR geschrien hat.
Aber wenn man die Mainstream GPUs auch noch ausschließlich selbst anbieten will und sich ein Asus dagegen auflehnt (etwa in dem man AMD Karten zu Dumpingpreisen anbietet) dürfte das auch ein Nvidia deutlich spüren.
Nvidia ist finanziell problemlos in der Lage sich von den Boardpartnern zu lösen und die GPU's selbst zu vermarkten.
Es scheint sich nur ganz offensichtlich nicht wirklich zu lohnen, sprich der Gewinn scheint nicht sonderlich hoch zu sein, wenn man selbst die Logistik aufbringen muss + auch selbst Custom Designs entwickeln muss.
Bei NV gehts ja noch, die bringen alle ~2-3 Jahre ja noch was signifikant schnelleres (Maxwell --> Pascal --> Ampere). Im CPU-Bereich war vor Ryzen noch viel üblerer Stillstand. Da haste auf deine 50% mehr leistung zum gleichen Preis gefühlte 10 Jahre gewartet.
Persönlich störts mich weniger, ich war nie so günstig unterwegs wie aktuell. Früher hab ich alle ein, zwei Jahre ein Haufen Geld gezahlt um deutlich schneller zu werden (pentium 100 --> PIII 500 --> AthlonXP 3000 --> Core2Duo 6600 --> i7-920 --> i7-3930K ...) und heute? Meine CPU ist von 2014, die GPU von 2016. So lange hab ich noch nie in meinem Leben ne CPU nicht aufgerüstet... aber warum auch. Wenn ich was wirklich bedeutend schnelleres haben wollte müsste ich nen 7960X kaufen was plus Brett schnell 2000€ sind und ne GPU die nennenswert schneller ist gibts schlichtweg noch immer nicht. Also kaufe ich halt seit langer Zeit... nix.
Gruß
Die Hersteller der Karten können ggf. etwas mehr verdienen, oder die Händler hinten dran.
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