Nvidia RTX 3070 Ti Mobile: Jetzt als Desktop-Karte erhältlich
Zuletzt ist eine Desktop-Version der RTX 3070 Ti Mobile aufgetaucht, die rein von den technischen Daten recht genau einer RTX 3070 entspricht. Die Karte scheint bisher problemlos zu funktionieren und erfreut sich in manchen Weltgegenden großer Beliebtheit. Lesen Sie im Folgenden, warum Sie aber dennoch eher eine reguläre RTX 3070 als von Nvidia freigegebene SKU kaufen sollten.
Nvidias Geforce RTX 3070 Ti ist eine Grafikkarte der oberen Mittelklasse, die aufgrund des verbauten GDDR6X-Speichers und der geringfügig höheren Taktraten allerdings im Vergleich zur normalen Desktop-Variante der Geforce RTX 3070 etwas unvorteilhaft platziert wirkt. Es gibt jedoch auch eine mobile Version der RTX 3070 Ti, die anders als die mobile RTX 3080 (Ti) auf den gleichen Chip wie das Desktopmodell setzt. Bei beiden Grafiklösungen wird ein GA104 verbaut, der sich bei genauerer Betrachtung aber nicht nur durch die Taktraten und TDP-Beschränkungen unterscheidet.
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Während die Desktop-Version auf einen vollausgebauten GA104 mit 6.144 CUDA-Kernen setzt, wird bei dem mobilen Ableger auf einen abgespeckten GA104 mit lediglich 5.888 CUDA-Kernen gesetzt. Dieser wird mit einer Taktrate von lediglich 915 MHz und Boost-Taktraten, die von der Wärmeentwicklung und TDP-Limits abhängen ausgeliefert. Nun kann man diesen mobilen Ableger allerdings im freien Handel kaufen - als Desktop-Grafikkarte.
Quelle: Aliexpress
RTX 3070 Ti Mobile
Dafür hat man in China den mobilen Ausbau genutzt und ihn mit einer deutlich höheren TDP kurzerhand auf ein Desktop-PCB verbaut. Dabei bleibt das Speicherinterface mit 256 Bit genauso bestehen wie der Basistakt von 915 MHz. Doch mit einer TDP von im Laptop nicht möglichen 220 Watt kann der Boost-Takt deutlich ansteigen und die Karte ähnlich einer regulären RTX 3070 performen. Wie diese ist sie mit GDDR6-Speicher anstatt GDDR6X-Speicher ausgestattet und bietet ebenfalls eine Kapazität von 8 GiB.
Auf der Karte ist ein Dual-Fan-Kühler verbaut, der sie im Furmark auf maximal 64 °C gekühlt hat, was einer Custom-RTX-3070 nahekommt. Dabei kommt ihr natürlich die im Vergleich zur RTX 3070 Ti um 70 Watt niedrigere TDP zu gute. Zur Stromversorgung ist eine Achtpol-Buchse vorhanden und anders als viele Einsteigergrafikkarten wird eine volle Anbindung über 16 PCI-E 4.0 Lanes angeboten. Bisher sind die Karten vor allem in südasiatischen und lateinamerikanischen Ländern aufgrund ihres verhältnismäßig niedrigen Preises beliebt. Sie kosten ab 414 US-Dollar, was aktuell etwa 185 US-Dollar günstiger als eine echte RTX 3070 Ti ist.
Da sie allerdings aus technischer Perspektive ziemlich genau einer Desktop-RTX-3070 entspricht, muss sie sich auch preislich mit dieser vergleichen. Die günstigste RTX 3070, offiziell abgesegnet von Nvidia und keine Hinterzimmer-Kreation gibt es im PCGH-Preisvergleich ab 559 Euro, sodass wir dringend zu dieser raten. Die Desktop-Version der RTX 3070 Ti Mobile sollte nur bei einem deutlich niedrigeren Preis in Erwägung gezogen werden und eventuelle Probleme müssen einkalkuliert werden.
Quelle: Videocardz

Mit einem Test seit ihr wie immer zu spät.