Nvidia Geforce 9: Alles bisherigen Infos zu Geforce 9800 GX2, 9800GTX, 9800GT und 9600GT
Wie im Vorfeld zu allen Neuerscheinungen gibt es auch zur Geforce-9-Serie von Nvidia jede Menge Gerüchte und Spekulationen. Wir fassen alle wichtigen Infos und Fakten von Low-Cost bis High-End und Dual-Chip-Karte zusammen.
Quelle: [Chiphell]
Nvidia Geforce-9-Serie: Geforce 9800GX2
Mit der Vorstellung der Geforce 9600GT (siehe PCGH-Test: Geforce 9600GT) hat Nvidia vorgestern um 15:00 Uhr den Startschuss zur Neuntausender-Reihe gegeben. Doch welche Verbesserungen bringt diese und was erwartet uns in den kommenden Monaten? PC Games Hardware fasst die kursierenden Gerüchte und Spekulationen übersichtlich zusammen. Für die Richtigkeit der Angaben können wir jedoch keine absolute Gewähr übernehmen, da diese in der Regel von Nvidia vor Veröffentlichung nicht kommentiert werden.
Line-Up
Digitimes und Phyxion berichten - vermutlich nicht ganz unabhängig voneinander - von folgender Einteilung, die Nvidia mit der Geforce-9-Serie noch vor dem Herbst erreichen will:
- Geforce 9800GX2 (March 11th) D9E-??
- Geforce 9800GTX -> D9E-20
- Geforce 9800GT -> D9P-20
- Geforce 9600GT -> D9P
- Geforce 9600GS -> D9M-??
- Geforce 9500GT -> D9V-??
- Geforce 9500GS -> D9V-??
Die Spezifikationen der einzelnen Karten soll laut einem Posting im VR-Zone-Forum wie folgt aussehen:
- Geforce 9800GX2
2x128 Shader-ALUs,2x256 Bit Speicherinterface, 2x512 MiByte VRAM, Dual-GPU, SLI onboard,580 Watt Netzeil erforderlich, 600 MHz Kern/1.500 MHz Shader/1.000 MHz RAM
- Geforce 9800 GTX
128 Shader-ALUs,256 Bit Speicherinterface, 512-1.024 MiByte VRAM, 675 MHz Kern/1.688 MHz Shader/1.100 MHz RAM, 3-Way-SLI
- Geforce 9800GT
128 Shader-ALUs,256 Bit Speicherinterface, 512 MiByte VRAM
- Geforce 9600GT
64 Shader-ALUs,256 Bit Speicherinterface, 512 MiByte VRAM
- Geforce 9600GS
48 Shader-ALUs,192 Bit Speicherinterface, 384 MiByte VRAM
- Geforce 9500GT
32 Shader-ALUs,128 Bit Speicherinterface, 256 MiByte VRAM
- Geforce 9500GS
32 Shader-ALUs,64 Bit Speicherinterface, 256 MiByte VRAM
oder
16 Shader-ALUs,128 Bit Speicherinterface, 256 MiByte VRAM
Quelle: Bild: PCGH
Nvidia Geforce-9-Serie: Geforce 9600GT
Architektur-Verbesserungen
Eine grundlegend neue Architektur wie noch beim Wechsel von Geforce 7 auf Geforce 8 sucht man vergebens. Der strukturelle Aufbau der einzelnen Unified-Shader-Cluster bei den G92-, G94-, G96- und G98-GPUs sollte denen des G84 entsprechen. Basiselement ist ein 16-fach-SIMD mit angehängten acht Textureinheiten (8 Texture-Adresser, 8 Texture-Filters (bilinear). Diese von Nvidia so genannten 16 Shader-Prozessoren arbeiten an je einer der vier Komponenten eines Pixels und können so vier Pixel gleichzeitig bearbeiten. Ein Vertex können auch eine fünfte Dimension erfordern, sodass nicht immer auch vier Vertices gleichzeitig bearbeitet werden können.
Davon abgekoopelt arbeiten Quad-ROP-Partitionen mit je einem 64-Bit Memory-Controller. Die breite addiert sich zur Gesamtbreite der Speicheranbindung auf. Beispielsweise kommen G92 und G94 auf vier dieser Partionen (16 ROPs) und somit 256 Bit Speicheranbindung.
DirectX 10.1
Soweit bislang bekannt, wird keine GPU der Geforce 9 über DirectX-10.1-Unterstützung verfügen. Spekulationen gehen dahin, dass Nvidia diesen Schritt komplett auslassen könnte und, wenn die Zeit reif ist, direkt auf DirectX 11 springt.
Dual- und Multi-GPU
Neben AMDs Radeon HD3870 X2 wird die Nvidia Geforce 9800 GX2 auf zwei GPUs setzen, um die Fps-Leistung in neue Höhen zu treiben. Folgt man den Worten von Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang wäre alles andere als die absolut schnellste Grafikkarte für eine Dual-GPU-Karte "zu plump um erfolgreich zu sein" (Nvidia-Chef hält Single-GPU-Karten für die bessere High-End-Lösung). Die Geforce 9800GX2 soll laut einem Forenbericht bei VR-Zone ein 580 Watt starkes Netzteil voraussetzen und eine der heißesten Grafikkarten aller Zeiten sein. Gerüchte um thermische Probleme bei der Sandwich-Karte machten bereits die Runde (Geforce 9800 GX2: Grafikkartenhersteller warnen vor der Hitze).
Hybrid-SLI
Ein weiteres Feature, welches für die Geforce-9-Serie in Verbindung mit den Geforce-Chipsätzen der 780/790-Generation, deren integrierte Grafik Nvidia neuerdings "mGPU" (für Mainboard-GPU) nennt, ist Hybrid-SLI. In Kombination mit einer Einsteigerkarte der Geforce-9500-Klasse soll die integrierte Grafik auf Basis des Geforce 8200 mit der Steckkarte zusammenarbeiten, um höhere Fps-Raten in Spielen zu erzielen. Interessanter ist jedoch die Möglichkeit, bestimmte Grafikkarten im 2D- und Videobetrieb komplett abzuschalten und so den mangelnden Stromsparmodus der Desktop-GPUs von Nvidia auszugleichen. AMD hat mit Hybrid-Crossfire zumindest in Notebooks ähnliches vor.
