Nvidia-Chef Jen-Hsung Huan: Keine Pläne für x86-CPU
In einem Interview verriet Jen-Hsung Huan unter anderem, wie er zur Plattformstrategie von AMD und Intel steht, warum sich Nvidia vor Intels Larrabee nicht zu fürchten braucht und in welchen Marktsegmenten er das größte Wachstum erwartet.
Cuda kein Ersatz für Hauptprozessor
Die Cuda Technologie sei nicht als vollständiger Ersatz für einen Hauptprozessor gedacht, daher biete sich laut Jen-Hsun Huang eine Integration unterschiedlicher Arten von Kernen in GPUs auch in Zukunft nicht an. CPUs und GPUs stehe eine gemeinsame Zukunft Seite an Seite bevor, über kommende GPU-integrierte Technologien wollte Huang allerdings noch nichts verraten.
Für Nvidia bedeute auch Intels Larrabee momentan keine Gefahr, schließlich seien im Moment entsprechende Produkte noch gar nicht verfügbar. Jen-Hsung Huan denkt, dass es Intel mit einer x86-Architektur schwer fallen wird, die gesamte GPU-Industrie zu verändern und von Beginn mit anderen High-End-Grafiklösungen zu konkurrieren. AMDs Versuche mit Dual-GPU-Karten den High End-Sektor anzuvisieren, sei durch deren schlechte Leistungsskalierung und relativ hohe Kosten ein Tribut an die Stärke des Entwicklungsteams der Kalifornier.
Produktion bei Nvidia kein Sorgenkind
Nvidias CEO Jen-Hsung Huan äußerte sich im Interview zudem zur Produktion: Durch die Beziehungen zu TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) und UMC (United Microelectronics Corporation) bestehe kein Bedarf an eigenen Produktionsstätten. Schließlich habe sich Nvidia bisher auch ohne Fabriken erfolgreich im Geschäft behauptet und auch der Kunde lege darauf offenbar keinen Wert. Nvidia warte mit der Übernahme des von TSMC angekündigten 40-nm-Fertigungsprozesses ab, bis der passende Zeitpunkt gefunden und eine möglichst hohe Chipausbeute und Produktqualität gegeben sei.
