Mining: Was man beim Kauf gebrauchter Grafikkarten beachten sollte
Verängstigte Miner von Krypto-Währungen haben begonnen, ihre Systeme aufzulösen. Vor allem Grafikkarten erreichen damit den Gebrauchtmarkt. Doch ist es sicher, solche Modelle zu kaufen? Nutzer gehen gewiss ein Risiko ein, eine ununterbrochen betriebene GPU zu erwerben. Im Falle von Polaris-10-Radeons ist es nicht so hoch wie bei Nvidias Geforce GTX 1080 (Ti).
Quasi sämtliche Krypto-Währungen unterliegen zurzeit Kursschwankungen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Bitcoin Group hinter der gleichnamigen, größten Krypto-Währung könnte sich wegen interner Differenzen spalten, wobei sich die Anspannung auf den ganzen Markt auswirkt. Im Falle von Ethereum ist die Blase schlichtweg groß, weil die Krypto-Währung in den vergangenen Monaten besonders attraktiv wirkte und daraufhin viele Neulinge eingestiegen sind. Dadurch stieg der Schwierigkeitsgrad beim Mining schnell an, weshalb mehr Rechenzeit investiert werden muss, um den gleichen Gewinn zu erzielen.
Die großen Miner mit Hunderten bis Tausenden von GPUs interessiert das offenbar noch nicht, wie eine Übersicht der globalen Hash-Rate in Ethereum zeigt. Viele kleine Fische haben aufgrund der Kursschwankungen jedoch begonnen, ihre Hardware zu verkaufen. Das macht sich vor allem auf Ebay bemerkbar, wo zuletzt vor allem Spieler das schnelle Geld mit Gebrauchtverkäufen machen wollten. Eine Radeon RX 580 zum Beispiel konnte gut und gerne 500 Euro kosten. Durch ein größeres Angebot hat sich die Situation auf dem Gebrauchtmarkt wieder gebessert, doch Interessenten müssen sich vor dem Kauf einiger Dinge bewusst sein.
Vor allem auf Ebay sucht man Ehrlichkeit oft vergebens. Zum Mining genutzte Grafikkarten werden gerne als "neuwertig" oder gar "neu" angepriesen. Ein Blick auf die restlichen Verkäufe der Anbieter gibt oft Aufschluss, ob insgeheim geschürft wurde - viele Verkäufe der gleichen GPU sind besonders verdächtig. Im Zweifelsfall sollte man davon ausgehen, dass eine Grafikkarte zum Mining genutzt wurde. Die Radeon-Modelle RX 580, RX 570, RX 480 und RX 470 und die Geforce-Modelle GTX 1070 sowie GTX 1060 werden dabei in der Regel weniger strapaziert als eine GTX 1080 Ti oder GTX 1080. Erstere Grafikkarten kommen hauptsächlich für Ethereum zum Einsatz, das weniger von der GPU-Leistung und mehr von den Speicherzugriffszeiten abhängt. Heißt: Die GPUs werden aus Effizienzgründen häufig untertaktet und mit weniger Spannung betrieben, wohingegen der Speicher übertaktet wird. Folglich werden die Grafikkarten nicht vollends "durchgenudelt". Die GDDR5X- und HBM-basierten Grafikkarten hingegen gelten als Referenz für Zcash, wo die reine GPU-Rechenleistung zählt - Übertakten und ein 24/7-Betreiben am Limit bringt dort also mehr Geld, macht sie für einen Wiederverkauf jedoch unattraktiver.
Im Bestfall findet man einen Händler, der überholte Grafikkarten mit Gewährleistung anbietet. Die sogenannten Warehouse-Deals auf Amazon wären eine geeignete Anlaufstelle, da sich der Händler in der Regel kulant bei RMA-Anfragen zeigt. Bei Auktionsplattformen ohne dieser Sicherheiten bleibt jedoch ein fader Beigeschmack.

Sry aber zu sagen das die nicht abgenutzt wären ist Dummgeschwätz wie du so treffend sagst!
Grafikkarten die unter vollast 24/7 laufen lassen die Karten im Zeitraffer altern.. ein Tag Mining sind da ca sicher so anspruchvoll wie 2-3 Monate gaming.. Nun rechne das man auf lediglich 3 Monate nutzungsdauer hoch und du hast dann schon eine um mehrere Jahre gealterte Karte.. Und da ist mir egal ob "nur" der Speicher, wie PCGH hier beim Etheriumminign sagt, übertaktet und unter Volllast gelaufen ist. Wenn der Speicher platt ist, nutzt mir auch eine intakte GPU nix mehr.
Und ob da noch Garantie usw. drauf gegeben wird ist oft auch mehr als Fraglich.
Aber zu sagen das die Karten "topfit" wären ist wirkliche Dummschwätzerei!
Im übrigen würde ich mich in dem Zuge auch mal über Elektromigration schlau machen...
Den bei den Karten kann man zu 100% davon ausgehen das diese hier schon einsetzt und die Karte eher früher als später dadurch "stirbt".
Gerade bei der 14nm Fertigung ist Elektromigration ein gewichtiges Thema!
Das Thema ETH ist auch eher wieder im Aufwind, ZCash stagniert etwas zu tief, aber gerade wegen diesem Punkt muss man sich eher auch weniger gedanken um die "kleinen Miner" udn deren Karten machen. Wer eine GTX 10irgendwas bei ZEC oder anderen Equihash-Minings auf max. OC fährt, hat se nicht alle beisammen.
Das ist ineffizient hoch Acht.
Man setzt dort das PT deutlich tiefer an, steigert den takt etwas so dass man mit möglichst geringer VGPU auf möglichst hohe taktraten kommt, und lässt das ganze, wie schon gesagt wurde, bei 100% Lüfterlast laufen.
So eine Karte nehme ich lieber als eine an die kotzgrenze übertaktete Karte, bei der vielelicht noch per BIOS-Mod das PT erhöht wurde, damit die Karte mit max. Spannung den Takt auch hält, obwohl die Kühlung dafür eigentlich nei ausgelegt war
Miner die bei Equihash die karten mit im PT senken, sidn die die nach 2 Wochen schon wieder verkauft haben, weil der Kurs von 270 auf 260$ eingebrochen war. Und 2 Wochen Dauerlast ist wiederrum nix.