Simfusion 6500q: Linus Tech Tips zeigt ungewöhnliche Grafikkarte aus den frühen 2000er-Jahren
Bei Linus Tech Tips wurde eine ungewöhnliche Grafikkarte aus längst vergangenen Zeiten erstanden. Im dazugehörigen Video geht es nicht nur um technische Details, sondern auch um die Spieletauglichkeit, auch wenn das gar nicht ins Aufgabengebiet der Simfusion 6500q fiel.
Linus Tech Tips hat sich vor Kurzem ein kleines Retro-Schmuckstück für das eigene Regal mit der Simfusion 6500q gesichert. Die letzte Grafikkarte von Evans & Sutherland, die 2004 den Markt erreichte, besticht nicht nur mit einer ungewöhnlichen Optik, sondern auch mit dem Gesamtdesign. Auch wenn die Simfusion 6500q als Einheit werkelt, handelt es zwei eigentlich separate Grafikkarten mit jeweils eigenem Anschluss für das Mainboard auf denen jeweils wiederum zwei GPUs verbaut sind.
Ähnliche Multi-GPU-Setups hatte der Markt zu jenem Zeitpunkt bereits gesehen. Beispielhaft ist hier 3dfx zu nennen, dessen Portfolio abseits von Multi-GPU-Lösungen auf einem PCB auch mehrere Grafikkarten im Verbund via 3dfx-SLI zu bieten hatte. Nach Aufkauf durch Nvidia nahm sich Nvidia dem SLI-Erbe in eigener Ausführung, anderem Namen aber bei gleichbleibendem Kürzel 2004 an.
Simfusion 6500q mit Frühform von ATI Crossfire
Wer nun Nvidia-Technologie hinter der Simfusion 6500q vermutet, der irrt. Tatsächlich stammt die technologische Basis von ATI, damals noch vor Aufkauf von und Eingliederung in die Unternehmensstruktur von AMD, und stellt mehr oder weniger eine erste Ausprägung von Crossfire dar, das im Endverbrauchermarkt erst ab Herbst 2005 eingeführt wurde.
Das und mehr hat Linus Tech Tips vom ehemaligen Evans & Sutherland-Ingenieur Layne Christensen in Erfahrung gebracht, der sich nach einem Tweet durch Linus Tech Tips mit den Tech-Youtubern des Kanals in Verbindung gesetzt hatte. Das zugehörige Video finden Sie übrigens unterhalb der Meldung oder auch auf dem Youtube-Kanal von Linus Tech Tips.
Diese frühe Variante von Crossfire erklärt unter anderem auch die etwas eigenwillige Gestaltung der Verbindung zum Mainboard. Verbaut wird das Gesamtwerk letztlich nämlich über die Breite von zwei Slots unter Zuhilfenahme eines AGP-Slots für das untere PCB sowie eines PCI-Slots für das obere PCB, während eine zusätzlich mittige Steckverbindung die beiden Platinen zusammenbringt. Hinzu gesellt sich ein FPGA in Form der "ATI Bridge".
Vier ATI R360-GPUs verrichten ihr Werk
Bei den in Summe vier verbauten Grafikchips handelt es sich einheitlich um ATIs damalige R360-GPUs, die im Endverbrauchermarkt als Radeon 9800 XT landeten. Begleitet wurden diese Grafikeinheiten von jeweils 256 MiByte Grafikspeicher in Form von DDR mit 365 MHz an Takt, angebunden über ein 256-Bit-breites Speicherinterface. Die GPUs selbst arbeiteten derweil mit je 412 MHz.
Quelle: Linus Tech Tips
Simfusion 6500q (1)
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Zum Spielen war die Simfusion 6500q nicht gedacht, dem Endverbrauchermarkt nicht zugänglich und nur in Verbindung mit fertigen Systemen der damaligen Simulationsabteilung von Evans & Sutherland, die nunmehr als Teil von Collins Aerospace bis heute existiert, erhältlich. Das hindert Linus Tech Tips jedoch nicht daran, Mittel und Wege zu finden, dennoch den Sonderling auf Spieletauglichkeit zu testen. Wie gut oder schlecht sich die Simfusion 6500q letztlich in Spielen und Benchmarks, die im damaligen Erscheinungsjahr zeitgemäß waren, schlägt und welche Eigenheiten dabei zu Tage gefördert werden, können Sie im Video von Linus Tech Tips sehen.
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Solche Spezialkarten waren damals sicher sehr teuer.