Kein AMD mehr! MSI fokussiert sich auf Grafikkarten von Nvidia
Der taiwanischer Hersteller MSI wird vorerst keine Radeon-Grafikkarten mehr von AMD anbieten und sich stattdessen auf seine Geforce-Partnerschaft mit Nvidia fokussieren. Überraschend kommt dieser Schritt nur auf den ersten Blick.
Der taiwanischer Hersteller MSI wird vorerst keine Radeon-Grafikkarten mehr von AMD anbieten und sich stattdessen auf seine Geforce-Partnerschaft mit Nvidia fokussieren. Überraschend kommt dieser Schritt nur auf den ersten Blick, so erschienen bislang ohnehin schon keine Custom-Designs vieler aktueller Grafikkartenserien, wie der 7800 XT, 7700 XT, 7600 XT und 7900 GRE.
Radeon-Grafikkarten von MSI sind ein Auslaufmodell
Wie ein Blick in den PCGH-Preisvergleich von Geizhals bestätigt, sind neben den vier gänzlich ausgelassenen Modellen der Serie Radeon RX 7000 auf Basis von RDNA 3 auch die Radeon RX 7900 XTX, 7900 XT und 7600 im Einzelhandel nicht existent, während einzig ein Custom-Design der Radeon RX 7900 XT noch über Amazon angeboten wird. Zuerst war dieser Umstand Hardware Unboxed aufgefallen.
Auf eine Nachfrage der Website HardwareLuxx hin, hat MSI sich entsprechend zum Radeon-Exodus geäußert und bestätigt, dass der Fokus vorerst auf Nvidias aktuellen Geforce-Grafikkarten liege. An den Handel wurden bereits seit längerer Zeit keine Radeon-Grafikkarten von MSI mehr ausgeliefert, wie die leeren Lager belegen.
Unser Fokus liegt derzeit im Bereich Grafikarten tatsächlich eher bei den RTX-Karten. Trotzdem ist die Zusammenarbeit mit AMD essenziell und von höchster Relevanz für uns. Insbesondere im Bereich der Mainboards sehen wir hier eine sehr positive Entwicklung.
- MSI -
Eine Zusammenarbeit von MSI und AMD wird sich so vorerst auf den Bereich der Mainboards beschränken, wo der Hersteller "eine sehr positive Entwicklung" sieht. In jüngster Vergangenheit hat sich MSI aber auch hier eher als Launchpartner von Intels Core-Prozessoren hervorgetan. Auch beim MSI Claw setzt der Hersteller aus Taiwan mit Intel Core Ultra ("Meteor Lake") eher auf das deutlich leistungsschwächere Produkt von Intel als auf AMDs Lösungen, welche hier klar führend sind.
Für Spieler weniger tragisch
Das Ende der Custom-Designs von MSI auf Basis aktueller Radeon-Grafikkarten ist für Spieler ohnehin weniger tragisch und kein großer Verlust. Der taiwanische Hersteller hatte seinen Custom-Designs auf Basis von Radeon RX 7000 ohnehin nur äußerst wenig Liebe zukommen lassen und die Kühllösungen seiner Radeon RX 6000 unverändert übernommen. Das Ende kommt so nur wenig überraschend.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Hardware Unboxed, HardwareLuxx



Würde eher sagen MSI hatte keine Lust mehr auf AMD,s nicht konkurrenzfähige Grafikarten samt miesen Grafiktreiber Support und der daraus resoltierenden schlechten Gewinn Margen !
Ich hatte übrigens die letzten Wochen MSI garnicht mehr auf dem Schirm, was Grafikkarten angeht. War zu sehr auf AMDs nicht konkurrenzfähigen 9070(XT)-Modellen fokussiert. Und der Adrenalin-Treiber ist so schlecht, das sogar ehemalige nVidia-User von ihm schwärmen, weil sie solche Einstellungsmöglichkeiten noch nie gesehen haben, ohne zusätzliche Tools.
Du scheinst ja nicht mal mitzubekommen, dass selbst hier im Forum die letzten anderthalb bis zwei Jahre der überwiegende Teil der Hilfe Threads mit Nvidia Hardware belastet waren. Ne, die AMD Treiberabteilung hatte zuletzt bessere Arbeit geleistet als die von Nvidia.
Wenn du denen also miesen Support vorwirft, was für schlimme Begriffe fallen dir für das Team von Nvidia ein?
Dann muss ich auch mal wieder öfter einen Blick in das restliche Forum werfen, um selbst ein Gefühl dafür zu bekommen.
Zum eigentlichen Thema,
Ich finde es schade, da ASUS und MSI die einzigen sind, bei denen ein Kühlerwechsel noch relativ unproblematisch ist, im Schadensfall (nicht selbst verursacht natürlich).
Damit wird es langsam etwas dünn.
Hatte zuletzt überlegt, mein mini PC Projekt eventuell auf Basis der 7900XTX zu machen, was zwar auch das System auf mindestens 6,5 Liter vergrößern würde, aber reizt dennoch.
So etwas wird dadurch aber schwieriger, wenn man nur noch Modelle von Asus kaufen solltem, für umbauten.
Kuck dir mal das Referenzdesign einer RTX4090 an (nur ein Beispiel von unzähligen, ich hab grade kein AMD-Beispiel auswendig im Kopf daher kurz das Konkurrenzbild):
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Da sind 8 Stellen vorgesehen an denen weitere Phasen/MosFETs angebracht werden können - und da auch sicherlich mal waren im Evaluierungsprozeß, aber die braucht man nicht zwingend und die werden dann am Ende weggelassen beim finalen Produkt. Die Dinger kosten einen Riesenfertiger wie NVidia einstellige Centbeträge und hätten am Ende vielleicht auch ihre 50 oder 100 MHz mehr OC-Potential und bessere Wärmeverteilung usw. gebracht aber hier sind 50 cent Produktionskosten einfach wichtiger als das technisch bessere Produkt. Selbst beim High-End Flaggschiff.
Das zieht sich durch alle möglichen Produktkategorien aller Hersteller (und nicht nur bei Hardware...), es wird praktisch überall auf das absolut notwendige Minimum runterreduziert (es hat auch Gründe warum neue Kühlschränke, Waschmaschinen, fernseher, younameit keine 20-30 Jahre mehr halten wie das früher noch üblich war - aber das fürht zu weit ins OT^^).
Du siehst es ja nicht so. Viel Größerer Marktanteil weniger Probleme, da man schneller lösen müsse. Du bestätigst genau das was ich sage und es zeigt wie du denkst.
Habe ich aber nur eine Karte verkauft, dauert es vielleicht 500 Tage bei 2h täglich, bis er überhaupt auftritt, also über ein Jahr. So war das gemeint.