Intels Strategie bei Grafikkarten: "Nvidia ist zu proprietär geworden"
Intels CEO Pat Gelsinger hat sich in einem Interview mit der Redaktion von CRN.com zur Marktstrategie der eigenen Grafikkarten-Entwicklung geäußert. Sein Fazit: Intel will "deutlich" nutzerfreundlicher werden als Nvidia.
Nvidia bekommt neue Konkurrenz am Grafikkarten-Markt - und die klingt aktuell ziemlich selbstsicher. Intel plant eine eigene Grafikkarten-Produktlinie, die in Wettbewerb mit dem Branchenriesen Nvidia treten soll. Das Erfolgsrezept für Intel sieht dessen CEO Pat Gelsinger vor allem in einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal gegenüber Nvidia: nämlich die verwendete Schnittstelle.
oneAPI im Zentrum der Marktstrategie
Gelsinger stellte im Interview mit der Redaktion von CRN klar, dass Intel nicht in direkte Konkurrenz mit OEM-Partnern treten und ein großes Portfolio an Anwendungen wie Nvidias DGX-KI-Lineup aufbauen wolle. Stattdessen will Intel eine deutlich anwenderfreundlichere Software mit oneAPI einsetzen, die Entwicklern die Programmierung erleichtert. Die oneAPI-Schnittstelle ist ein offener Standard für verschiedene Architekturen, darunter CPUs, GPUs und FPGAs - und sie ist sowohl mit Intel- als auch mit Nvidia-Hardware kompatibel.
Der Intel-CEO sagte dazu:
"Intel ist einfach zu proprietär [i.e. herstellergebunden, Anm. d. Red.] geworden, und das sehen viele in der Industrie so, und deshalb werden wir diesen Bereich mit oneAPI ausfüllen, aber in einer Art und Weise, das deutlich vorteilhafter und offener für die Industrie und ihre Innovationen ist."
Intel will mit dieser Strategie laut Gelsinger eine brauchbare Alternative zu Nvidias Hardware anbieten, um unter anderem die nach Meinung des CEOs bedrohliche Dominanz von Nvidia im Bereich der KI-Entwicklung aufzubrechen. Wie genau die ersten Intel-Grafikkarten aussehen und wann sie erscheinen werden, ist aktuell aber noch offen. Bisher kursieren lediglich eine Reihe von Leaks mit teils fragwürdigen Informationen im Internet.
Quelle: CRN

Konkurrenz würde Nvidia nicht schaden vor allem bei den Preisen .. und ja ja Verfügbarkeit würde ich auch allen erzählen wenn sie deutlich mehr hinblättern wie man nur zu gut sehen kann.
Habe noch zu guten Zeiten 430€ gezahlt für meine 2070S , bei der ich erstmal lange bleiben werde.
In seinen Zeiten bei vmware hat er einen exclusiven Deal mit Nvidia gemacht um Nvidia AI auf vmware zu bekommen.
Und jetzt ist dieser Mensch Chef von der Intel GPU Sparte! Da kann man ja sehen wohin der Zug fährt. Intel sieht seine Zukunft bei AI in Servern. Hier wird zu 90% Linux eingesetzt und da ist NVIDIA zu proprietär.
AMD und Intel fahren da die 100% "offene" Software-Schnittstellen Schiene. Klar was sollen die auch machen? Cuda gibt es eben nur von NVIDIA. Und Cuda ist der "sex sells" Wagen!
Nvidia has become too proprietary,
Also so wie in der Überschrift.
Reines Marketing wird die Karten nicht an den Mann bringen.
Sollte hingegen Preis/Leistung stimmen und die Verfügbarkeit gegeben sein, dann kaufen die Leute wie die Wilden (inklusive mir). Der größte Vorteil von Intel zur Zeit sind die Fabs, aber bei Vollauslastung müssen sich die GPUs von der Marge her auch lohnen, sonst ist man einfach besser dran CPUs zu bauen.