Gebrauchte Mining-Grafikkarten: Berichte über teildefekte RAM-Chips
Auf dem Gebrauchtmarkt landen derzeit vermehrt alte Mining-Grafikkarten, und diese können (teil-)defekte RAM-Chips enthalten. Interessenten müssen daher gut aufpassen, um nicht am Ende eine deutlich schlechtere Grafikkarte zu erhalten, als eigentlich gedacht war.
In den letzten Wochen mussten Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum massive Kursverluste hinnehmen. Bei Ethereum hat das für Spieler einen erfreulichen Nebeneffekt: Durch den Wertverfall auf der einen und gestiegene Energiekosten auf der anderen Seite, ist das Mining von Ether-Coins offenbar nicht mehr rentabel. Das entlastet wiederum den Grafikkartenmarkt, da so die Nachfrage der Miner wegbricht.
RAM-Chips als Problem
Gleichzeitig landen nun außerdem vermehrt alte Mining-GPUs im Gebrauchthandel, da sich das Schürfen nicht mehr lohnt. Einem Bericht von Wccftech zufolge, ist das aber nicht unbedingt eine gute Nachricht für den Gebrauchtmarkt. Demnach können die entsprechenden Grafikkarten können teildefekt sein, ohne dass man es merkt.
Bei der GPU selbst besteht dabei offenbar nur ein geringes Risiko, da diese für das Schürfen nach Ether-Coins kaum gebraucht wird. Kritischer ist dafür der verbaute Arbeitsspeicher, der die gesamte Mining-Zeit unter starker Benutzung stand. Diese kann offenbar dazu führen, dass selbst Grafikkarten aus der aktuellen Generation schon mit (teil-)defekten RAM-Chips zu kämpfen haben.
Konkret berichtet Wccftech von einem Nutzer, der gebraucht eine Geforce RTX 3080 zum Schnäppchenpreis erstanden hat. Der erste Blick in GPU-Z war aber ernüchternd: Obwohl die Geforce RTX 3080 mit 10 beziehungsweise 12 GB verkauft wird, verfügte das entsprechende Modell nur noch über 8 GB Speicher. Offenbar haben die übrigen Speichermodule unter der intensiven Mining-Belastung ihren Dienst quittiert, sodass sie nicht länger verwendet werden können.
Passend zum Thema: Ethereum-Mining nicht mehr rentabel - Kursverfall gegen Energiekosten
Dass die Grafikkarte trotzdem startet, wird offenbar durch eine Methode namens "Memory Shielding" erreicht, zu der beispielsweise in China Anleitungen kursieren. Dadurch können bei einer beliebigen Grafikkarte defekte RAM-Chips maskiert werden. Ein besonders gründlicher Betrüger könnte anschließend außerdem noch dafür sorgen, dass in GPU-Z trotzdem die ursprüngliche Speichermenge angezeigt wird.
Wer derzeit auf Grafikkarten-Schnäppchensuche ist, sollte daher beim Kauf gut aufpassen, dass er nicht am Ende ein teildefektes (Mining-)Modell erhält. Und selbst wenn bereits offen eine reduzierte Speichermenge zugegeben wird, ist natürlich nicht auszuschließen, dass die noch funktionierenden RAM-Chips auch bereits kurz vor dem Ende ihrer Lebenszeit stehen. Eventuelle Angebote sollten daher immer möglichst gründlich geprüft werden, damit man am Ende keine böse Überraschung erlebt.


und mal ehrlich: der limiter war ein witz, nicht nur, weil er umgangen werden konnte, sondern auch so schnell.
aber ich fände es einen guten ansatz, wenn gebrauchte GPU's wie die firmware von TV's die gesamt-betriebsstunden loggen würden.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
So eine Karte für einen Fuffziger als Glückspiel vielleicht.
Ansonsten sollte man sie schon alleine deshalb nicht kaufen, damit der Markt geflutet wird und neue Karten genauso im Wert weiter taumeln.
Wer ausrangierte Miningkarten kauft unterstützt auch Miner , die für die ausufernden Preise und die schlechte verfügbarkeit über viele Monate von Grakas verantwortlich sind !