GT 630 der Retail-Hersteller entpuppt sich als Fermi
Die Verwirrung um vermeintliche GT 630-Grafikkarten mit Kepler-Herz hat sich aufgeklärt. Anstatt Kepler lassen sich Fermi-GPUs auf den Grafikkarten der Retail-Partner wiederfinden. Aufgrund des NDAs sind zunächst falsche Angaben in Umlauf geraten.
Wie die aktuellen Neuankündigungen und Berichte anderer Webseiten über Fehler in Preisvergleich-Portalen zeigen, scheint es sich um die gestern vorgestellte GT 630 um ein Fermi-Derivat zu handeln. Der Fehler konnte aufgrund des bestehenden NDA passieren, daher wurde ein vermeintlicher GK107 ausgewiesen. Sie können Kepler und Fermi verlässlich anhand von zwei Merkmalen unterscheiden. Nur Kepler-Grafikkarten unterstützen PCI-Express 3.0 und DirectX 11.1. Ferner wichtig sind die Angaben für Prozessor- und Grafik-Taktfrequenz. Ist diese gleich, schlägt ein Kepler-Herz auf dem PCB. Ist die Prozessor-Taktfrequenz doppelt so hoch, handelt es sich um Fermi.
Es gibt nun zwei verschiedene GT 620 (48/96 ALUs), zwei verschiedene GT 630 (96/192 ALUs) und drei verschiedene GT 640 (144/384 ALUs; die 384er-Version mit DDR3 und GDDR5 Grafikspeicher, zwei davon Fermi, eine als Kepler-Variante). Möchten Sie in jedem Fall eine Kepler-Grafikkarte erwischen, können Sie die Daten auf der Webseite von Nvidia abgleichen. Bisher sind allerdings nur Fermi-Derivate gelistet. Nvidia selbst bezeichnet die GT 630 auf der eigenen Webseite als OEM-Grafikkarte.

Dann wurde ich abgelenkt und erst Stunden später bemerkte ich die Lösung des Rätsels: Die GT 630 besitzt eine Fertigungsstrukturbreite von 40nm. Für 60€ sicherlich für manche ein gutes Angebot, aber mir war diese Korrektur in dem Moment im Forum nicht wichtig genug, als auf die 40nm hinzuweisen.
Ein Glück, ihr habt den Fehler selbst bemerkt