Grafikkarte ausbauen ohne Fluchen: Quick-Release bei Asus, Asrock, MSI und Gigabyte
Um den Ausbau von Grafikkarten zu vereinfachen, haben sich Hersteller mehrere Varianten einer "Quick Release"-Funktion einfallen lassen. In unserem PCGH-Vergleichsvideo sehen wir uns genauer an, welche der Optionen am besten funktioniert.
Der Ausbau einer Grafikkarte ist nicht immer einfach: Seit der Einführung von PCI Express sichert ein Riegel am Slot die GPU gegen ungewolltes Herausfallen. Das Öffnen des Riegels erfordert den Zugriff auf die Unterseite des Slots, der bei den immer größer werdenden Grafikkarten gerne einmal von den wuchtigen Modellen verdeckt wird.
Hierfür haben sich diverse Hersteller eine Lösung einfallen lassen, mit der sich die Grafikkarte entriegeln lässt, ohne dass man mit dem Finger daruntergreifen muss. In unserem Videovergleich haben wir uns die "Quick Release"-Variationen von Asus, MSI, Asrock und Gigabyte genauer angesehen.
Vier Wege führen nach Rom
Gigabyte setzt beim "EZ-Latch Plus" auf ein Stangensystem, das den Riegel über einen seitlich angebrachten Knopf öffnet. Das Prinzip ähnelt dem frühen Asus-Q-Release mit Seilzug, verzichtet aber auf flexible Züge zugunsten einer starren Mechanik. Der Vorteil: Die Stange lässt sich bei Bedarf komplett aushaken und abschrauben, falls das Modul im Weg ist.
MSI verfolgt mit dem "EZ PCIe-Release" einen etwas anderen Ansatz: Ein Knopf oberhalb der Grafikkarte, der sich in der Nähe der DIMM-Slots befindet, rastet per Druckmechanismus ein.
- Zweimaliges Drücken schaltet zwischen offener und geschlossener Position um.
- Wenn Sie diesen Riegel dauerhaft offenlassen möchten, ist dies möglich. Die Grafikkarte steckt dann ohne Arretierung im Slot, lässt sich aber jederzeit wieder verriegeln.
Nicht immer unumstritten
Asus geht mit "Q-Release Slim" einen Sonderweg. Statt Knöpfe oder Hebel zu verbauen, nutzt eine Metallkralle im Slot die Kippbewegung der Grafikkarte selbst, um den Riegel zu öffnen. Beim Anheben des vorderen Kartenendes drückt ein Hebel die Verriegelung automatisch auf.
Damit ist die Asus-Lösung in unserem Vergleichsvideo eines der durchdachtesten Systeme auf dem Markt - sorgte aber auch für Diskussionen. Im vergangenen Jahr tauchten Nutzerberichte auf, wonach Q-Release Slim nach einigen Ein- und Ausbauzyklen für kosmetische Kratzer an der Grafikkarte sorgte.
Asrock wählt beim "Graphics Card EZ-Release" einen gleitenden Schiebemechanismus. Ein Schlitten hinter dem Slot wird nach hinten gezogen, um die Grafikkarte freizugeben. In unseren Augen ist das der für Laien nachvollziehbarste Ansatz, weil keine Umlenkung und kein Kippmechanismus nötig sind.
Der Nachteil: In engen Gehäusen fehlt manchmal der Platz für die seitliche Zugbewegung. Zudem ist das Modul relativ großflächig, was einen Einsatz im ITX-Format erschwert.
Welche der Quick-Release-Lösungen finden Sie am besten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Aber wenn ich den Finger erstmal irgendwie in die Nähe bekommen habe, dann halten mich so flache M.2-Platten auch nicht mehr auf. Das ging erst eine Generation später los, als die SSD-Kühler erst 1 und später bis zu 4 cm hohe Rippen bekommen haben.
Kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Die Kühler dieser Ära waren eigentlich allesamt flacher als die normale PCIe-Verriegelung in geschlossenem Zustand und bestenfalls 1-2 mm höher als in offenen Zustand. Anbei ein Bild in flachem Winkel vom nächsthöheren Modell aus der MSI-Palette.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Wenn es kein offener Testaufbau ist
Oben ein fetter 140mm CPU-Kühler hängt
Eine 3-Slot-GPU im Stecker steckt
ist das Erreichen dieser Klemme um die GraKa zu fixieren zwar möglich, aber zumindest sehr nervig... Daher begrüße ich diese Quick Release Geschichten, oder wie die Hersteller sie sonst nennen, sehr und die hätten ruhig früher kommen sollen!!!
In meinem Fall kam noch ein Schnellwechselrahmen für Festplatten dazu und daher musste der M2-Kühlkörper weichen um keinen Fingerbruch zu riskieren...😂
Die Haken tauchen in der Riva TNT / Rage 128 Ära auf.
Und hier noch ein Gigabyte GA-6VX7-4X (Sockel 370) mit Haken.
Die Kühler waren damals halt nicht so prominent auf den Produktbildertn platziert worden wie heutzutage...
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die Kühler waren damals halt nicht so prominent auf den Produktbildertn platziert worden wie heutzutage...
Ich denke nicht, dass anders als beim USB Anschluß die EU da für einen einheitlichen Standard sorgen wird. Dafür betrifft es zu wenig EU Bürger im täglichen leben als das zu regulieren wäre. Aber warten wir ab. Soll ja fast nichts geben was die EU nicht regelt.