Core i7-2600K: Bremst PCI-Express 2.0 eine Geforce GTX 1070? Leserbrief der Woche

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Core i7-2600K: Bremst PCI-Express 2.0 eine Geforce GTX 1070? Leserbrief der Woche
Quelle: MEV

Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.

PCGH-Leser Julius N. nutzt ein Sandy-Bridge-System mit einer Geforce GTX 750 Ti und möchte aufrüsten. Die CPU-Leistung ließe sich durch das Übertakten des Core i7-2600K erhöhen, doch die Plattform bietet lediglich PCI-Express 2.0. Ist das mit modernen Grafikkarten in der Praxis ein großer Nachteil?

Der erste Leserbrief:

"Ich habe eigentlich vor, meinen Prozessor und meine Grafikkarte aufzurüsten. Ich nutze noch einen Core i7-2600K und eine Geforce GTX 750 Ti und möchte mir einen Core i7-6700K und eine Geforce GTX 1070 gönnen. Der i7-6700K hat viele Vorteile (DDR4, PCI-Express 3.0 etc.)., doch das spürt man natürlich deutlich im Geldbeutel. Nun gäbe es ja noch die Möglichkeit einfach den i7-2600K ein bißchen zu übertakten; dann kommt man von der Leistung vielleicht an den i7-6700k ran; wäre da nicht PCI-E 3.0 ...
Nun zu meiner eigentlichen Frage: Besteht ein erheblicher Leistungsunterschied zwischen PCI-Express 2.0 und 3.0 in der Praxis? Ich habe mich schon Informiert, doch die Meinungen sind ziemlich gespalten."

Die dritte Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Mainboards):

"Unsere letzte Messreihe zu diesem Thema ist in der PCGH 12/2015 erschienen, damals noch auf Basis einer Geforce GTX 980 Ti. Zumindest für diese haben wir bei praxisnahen Einstellungen maximal 1 bis 2 Prozent Leistungsverlust im Betrieb mit PCI-Express 3.0 ×8 (entspricht dem Datendurchsatz von 2.0 ×16) statt 3.0 ×16 gemessen. Oft lagen die Unterschiede innerhalb der Messtoleranz. Ohne CPU- und GPU-Limitierung (Call of Duty Advanced Warfare in 1080p: 196 statt 212 Fps) oder in Extremfällen mit fehlendem Grafikspeicher (GTX 970 in Vanishing of Ethan Carter mit 2160p: 5,6 statt 12,6 Fps) kann man zwar auch größere Verluste messen, aber so spielt vermutlich niemand. Wenn es bislang keine Anzeichen für CPU-Limitierung in Ihren Anwendungsszenarien gibt, empfehle ich daher vorerst nur die Grafikkarte zu tauschen."

Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zinga Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Herbststurm
        Genauso dachte ich mir das auch, erst mit echten 8 Kerner oder mehr und zu einem vernünftigen Preis, werde ich aufrüsten, bis dahin kann ich den Takt des i7 auch noch auf 4,5Ghz erhöhen, was bisher für mich noch nicht nötig ist!
        jap, so denke ich auch. Neuen kühler bestellt für meinen I7 2600k und dann wird übertaktet und gehofft das er noch 1 Jahr gut mitmacht
      • Von Zinga Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Herbststurm
        Genauso dachte ich mir das auch, erst mit echten 8 Kerner oder mehr und zu einem vernünftigen Preis, werde ich aufrüsten, bis dahin kann ich den Takt des i7 auch noch auf 4,5Ghz erhöhen, was bisher für mich noch nicht nötig ist!
        jap, so denke ich auch. Neuen kühler bestellt für meinen I7 2600k und dann wird übertaktet und gehofft das er noch 1 Jahr gut mitmacht
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AMDs "plus 40 Prozent"-Angabe für Zen bezieht sich auf die Leistung pro Kern und Takt. Über letzteren gibt es noch keine gesicherten Informationen, aber die für Januar erwarteten Summit-Ridge-CPUs werden definitiv bis zu acht unabhängige Kerne erhalten und damit deutlich leistungsfähiger als die 2-Modul-4-Kern-CPUs für FM2+ sein. In welchen Budgetbereichen AMD dann die bessere Wahl ist, wird sich zeigen müssen – aber die zusätzliche Konkurrenz könnte auch bei Intel die Preise senken. Und selbst in Kombination mit dem Carrizo-Rebrand Bristol Ridge hat AM4 einen entscheidenden Vorteil gegenüber heutigen AMD-Plattformen: Man kann später leistungsfähigere CPUs nachrüsten. Bei FM2+ ist das leider ausgeschlossen, sodass trotz der relativ modernen Plattform keine zukunftssicheren Gaming-Systeme möglich sind.
      • Von CiD Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich würde aber versuchen, die Anschaffung noch bis ins Frühjahr hinauszuzögern, wenn mit AM4 eine moderne, aufrüsttaugliche Plattform in der Einsteigerklasse hinzukommt und möglicherweise 250 oder 300 statt sehr knappen 200 Euro zur Verfügung stehen.
        Danke für dein Statement, Torsten.

        Mittlerweile habe ich doch etwas umgedacht (Dank Rollora u. Casurin) und das Budget tatsächlich auf ~250€ (+/-) angehoben und derzeit wird eine 1151 Plattform mit i3-6xxx angepeilt. Da kann man in 2-3 Jahren immer noch ein i7 nachrüsten und somit noch weitere Jahre hinkommen (DDR4 ist ja schon vorhanden und PCIe 3.0 auch ). Von ZEN halte ich nicht wirklich viel, AMD spricht da von 40% Leistungszuwachs zu vorherigen AMD CPUs...die derzeit so schon eher im (unteren) mittleren Bereich des CPU Index angesiedelt sind und die 40% mehr bei ZEN diese nur auf den derzeitigen oberen Leistungsindex anheben wird...der später auch wieder weiter nach unten rutscht. AMD ist und bleibt eine Investition in den mittleren Bereich des Leistungsindex und daran wird auch ZEN nichts ändern (mMn)...aber für den kleinen Geldbeutel sicher eine Überlegung Wert.

        BTW: Für FM2+ gibt es auch Kaveri der volle PCIe 3.0 x16 unterstützt. Das von mir gewählte Board wäre z.B. ein ASock A88M-G/3.1 (Stichwort: USB 3.1,M.2 und unter 70€) gewesen, kostet auch nicht die Welt. Schont das Netzteil ggü. AM3+ (FXer) ein wenig und lässt sich vermutlich auch auf einfachem Wege leiser betreiben.

        Naja, genug OT.

        Grundsätzlich habt ihr schon Recht und es wäre natürlich vernünftiger KabyLake und ZEN abzuwarten aber Weihnachten lässt sich leider nicht verschieben und eigentlich kann man ja bekanntlich immer irgendwas abwarten.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von CiD
        Primär steht dann nur noch die Frage ob PCIe 2.0 (AM3+) für die nächsten 2-3 Jahre ausreicht oder ob eine evtl. RX 40 o. GTX 1060 dann doch von PCIe 3.0 (FM2+) profitieren würde?

        Du siehst also mein Dilemma. :\
        PCI-Express 2.0 ×16 wird auf alle Fälle länger reichen als die Rechenleistung eines Kaveri – und FM2+ Carrizos nutzen nur PCI-Express 3.0 ×8, sind also auch nicht schneller. In beiden Fällen halte ich eine Aufrüstung bei so knappen Budget aber für fragwürdig, zumal die Nutzungsbeschreibung nicht nach einem Multithread-Schwerpunkt klingt. Ein modernes AM3+-Mainboard (Stichwort: USB 3.1, M.2 oder zumindest Nachrüstmöglichkeit) kostet auch 70 bis 90 Euro, ausgehend von einem DDR2-System wird neuer, mittlerweile im Preis steigender DDR3-Speicher benötigt und AM3+-CPUs sind zwar günstig, aber nicht umsonst. Man müsste bei so einer Zusammenstellung viele Kompromisse eingehen und würde am Ende ein System kaufen, dass einer mehrere Jahre alten Mittelklasse-Zusammenstellung entspricht. Wer heute mit einem Core 2 Duo zufrieden ist, wird vermutlich noch zwei-drei Jahre damit spielen können. Ich würde aber versuchen, die Anschaffung noch bis ins Frühjahr hinauszuzögern, wenn mit AM4 eine moderne, aufrüsttaugliche Plattform in der Einsteigerklasse hinzukommt und möglicherweise 250 oder 300 statt sehr knappen 200 Euro zur Verfügung stehen.

        Zitat von Shesira
        Vielen Dank für die Aufklärung CiD. Das Protokoll auf dem PCIe Bus habe ich nicht betrachtet. Ich bin von der Rohleistung ausgegangen, was man in dem Fall wohl keinen Sinn macht. Ich arbeite selbst etwas hardware-näher mit PCIe und da übertragen wir 5 Gbit / 8 Gbit = 5 GT / 8 GT auf dem PCIe Bus - ohne Kodierung betrachtet, da wir uns die Fehllerate aller Bits anschauen. Dass durch die 10b/8b Dekodierung effektiv nur 4 Gbit bei PCIe gen 2 genutzt werden, relativiert dann natürlich die Sache, dass die hier im Beitrag verglichenen Geschwindigkeiten nahezu identisch sind.

        Dennoch frage ich mich, warum man nicht einfach die Geschwindigkeit im Bios auf PCIe gen 2 gestellt hat.
        Die Frage "×8 oder ×16?" stellt sich in der Praxis häufiger (Slot von CPU-Kühler basiert, Lanes für NVME-SSDs benötigt, etc.), da 2.0 oder 3.0 von der Plattform vorgegeben werden. Da sind letztlich die Unterschiede zwischen den CPUs der schwerwiegendere Faktor. Für uns war es aber einfach praktischer:
        UEFI-Einstellungen können unbemerkt zurückgesetzt oder nicht richtig übernommen werden. Aber ×16 in einem nur mit 8 Leitungspaaren angebunden Slot habe ich noch nie gesehen
      • Von Shesira Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Vielen Dank für die Aufklärung CiD. Das Protokoll auf dem PCIe Bus habe ich nicht betrachtet. Ich bin von der Rohleistung ausgegangen, was man in dem Fall wohl keinen Sinn macht. Ich arbeite selbst etwas hardware-näher mit PCIe und da übertragen wir 5 Gbit / 8 Gbit = 5 GT / 8 GT auf dem PCIe Bus - ohne Kodierung betrachtet, da wir uns die Fehllerate aller Bits anschauen. Dass durch die 10b/8b Dekodierung effektiv nur 4 Gbit bei PCIe gen 2 genutzt werden, relativiert dann natürlich die Sache, dass die hier im Beitrag verglichenen Geschwindigkeiten nahezu identisch sind.

        Dennoch frage ich mich, warum man nicht einfach die Geschwindigkeit im Bios auf PCIe gen 2 gestellt hat.
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