Chip-Tracking: Blackwell-GPUs lassen sich in Echtzeit orten

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Chip-Tracking: Blackwell-GPUs lassen sich in Echtzeit orten
Quelle: Nvidia

Nvidia hat eine Software entwickelt, welche es ermöglicht, KI-Beschleuniger mit Blackwell-GPUs in Echtzeit zu orten. Damit soll den Betreibern von Rechenzentren eine Möglichkeit an die Hand gegeben werden, ihre KI-GPU-Flotte zu überwachen.

Nvidia hat eine Software entwickelt, welche es ermöglicht, KI-Beschleuniger mit Blackwell-GPUs in Echtzeit zu orten. Damit soll den Betreibern von Rechenzentren eine Opt-in-Möglichkeit an die Hand gegeben werden, ihre gesamte KI-GPU-Flotte zu überwachen und zu koordinieren und damit deren Verfügbarkeit zu maximieren, so Nvidia auf seinem Blog. Neben diesem "Echtzeit-Ortungsdienst", welcher wie eingangs erwähnt als Opt-in umgesetzt wurde, ermöglicht es die Software nachfolgende Features für professionelle Rechenzentren zu nutzen:

• Verfolgen Sie Spitzen im Energieverbrauch, um innerhalb der Energiebudgets zu bleiben und gleichzeitig die Leistung pro Watt zu maximieren.
• Überwachen Sie die Auslastung, den Speicherbandbreite und die Gesundheit der Interkonnektivität über die gesamte Flotte.
• Erkennen Sie frühzeitig Hotspots und Luftstromprobleme, um thermisches Drosseln und vorzeitiges Altern von Komponenten zu vermeiden.
• Bestätigen Sie konsistente Softwarekonfigurationen und -einstellungen, um reproduzierbare Ergebnisse und einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.
• Erkennen Sie Fehler und Anomalien, um frühzeitig defekte Teile zu identifizieren.

Offiziell ist die Software für die Überwachung des Grafikprozessors ausgelegt. Sie sammelt entsprechende Telemetriedaten, wie beispielsweise ob der Grafikchip die gewünschte Leistung erbringt und welchen Verbrauch er dabei aufweist. Auch eine Temperaturanomalie kann diese Software aufdecken und entsprechend auf eine solche hinweisen, so Nvidia. Die Installation ist vom Kunden vorzunehmen.

Dieser vom Kunden zu installierende Software-Agent nutzt die Telemetrie des Grafikprozessors, um den Zustand, die Integrität und den Bestand der gesamten KI-GPU-Flotte zu überwachen. — Nvidia —

Vor dem Hintergrund, dass Nvidia seine KI-Beschleuniger wieder nach China ausliefern darf, wird hinter den Kulissen aber schon länger darüber spekuliert, dass eine solche Echtzeit-Überwachung des Standortes zukünftig weiter ausgebaut werden könnte. Die US-Regierung um Donald Trump hatte eine solche Maßnahme nun bereits mehrfach gefordert. Nvidia sagt No Backdoors. No Kill Switches. No Spyware., während China einheimische Unternehmen vor der Nutzung warnt.

Um die neue Software nutzen zu können, kommt zukünftig der sogenannte GPU Health Agent zum Einsatz, welcher als Open Source auf Nvidia NGC gehostet wird.

GPU Health Agent Quelle: Nvidia Es wird spannend sein zu sehen, wie sich das Thema GPU-Überwachung in Zukunft entwickelt und ob Nvidia "bei Bedarf" seinerseits auf entsprechende Ortungsdaten zurückgreifen kann. Für einen sogenannten "Kill Switch" liegen bisher wiederum keinerlei Beweise sondern ausschließlich vage Vermutungen aus vor.

Dieser optionale Service bietet eine Echtzeitüberwachung, indem jedes GPU-System kommuniziert und GPU-Metriken mit dem externen Cloud-Service teilt. NVIDIA-GPUs verfügen nicht über Hardware-Tracking-Technologie, Notabschaltungen und Hintertüren. — Nvidia —

Nvidia verweist noch einmal ausdrücklich darauf, dass die Telemetrie- und Ortungsdienste ausschließlich per Software und nicht in der Hardware umgesetzt wurden.

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Quelle: Nvidia

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von yojinboFFX Software-Overclocker(in)
        Wenn ich meine Grafikkarte mal in der Kneipe vergesse-nur bei Nvidia anrufen und schon ist das gute Stück schon mal geortet.
        Nur Mist, daß ich mir die Dinger von Denen nicht leisten kann/will.
        Oder dem Hund ne Graka ans Halsband binden...erspart den Trecker...
        Gruß Yojinbo, Der seinen Aluhut mal lieber auf lässt
      • Von yojinboFFX Software-Overclocker(in)
        Wenn ich meine Grafikkarte mal in der Kneipe vergesse-nur bei Nvidia anrufen und schon ist das gute Stück schon mal geortet.
        Nur Mist, daß ich mir die Dinger von Denen nicht leisten kann/will.
        Oder dem Hund ne Graka ans Halsband binden...erspart den Trecker...
        Gruß Yojinbo, Der seinen Aluhut mal lieber auf lässt
      • Von keinnick Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Unfaced
        Die haben auch noch nichts von Data Privacy gehört
        Im Ernst jedoch, was für einen Sinn soll das haben? Datacenter GPUs sind nicht mal eben aus nem Server ausgebaut und werden geklaut ohne das es auffällt?
        Ich glaube, der Artikel ist "irreführend" (oh, ich habe Clickbait falsch geschrieben, sorry). Im Original lese ich nichts davon, dass man eine ausgebaute GPU in Echtzeit orten könnte. Kann mir auch nicht vorstellen wie eine Software eine GPU orten sollte, die gerade auf einem LKW umherfährt, ohne dass die HW die entsprechende Ausstattung mitbringt.

        Was der Autor wohl eigentlich meint: Nvidia hat ein Montitoring-Tool bereitgestellt. Nichts weiter. Klingt halt leider nur nicht so James Bond mäßig wie: "Ich kann eine GPU in Echtzeit orten"

        Zitat von PCGH_Sven
        Nvidia hat eine Software entwickelt, welche es ermöglicht, KI-Beschleuniger mit Blackwell-GPUs in Echtzeit zu orten. Damit soll den Betreibern von Rechenzentren eine Möglichkeit an die Hand gegeben werden, ihre KI-GPU-Flotte zu überwachen.
        Warum soll ich eine GPU orten, von der ich weiß, dass sie sich im Rechenzentrum befindet? Oh ich merke gerade: Wenn die Software mitteilt, die GPU ist nicht mehr ansprechbar, dann könnte sie geklaut sein. Dann weiß ich aber immer noch nicht, ob sie nur ausgefallen ist oder geklaut wurde.
      • Von lefskij Software-Overclocker(in)
        Das ist ja alles schön und gut aber wie zum Henker kann man denn bitte eine GPU orten/tracken, wenn hierfür nur Software zum Einsatz kommt, die Karte beim Ausbau aber leider auch aus dem System entnommen wird?

        Habe ich irgendetwas verpasst und die Blackwell Karten haben neuerdings eine interne Stromversorgung, Netzwerkverbindung, Betriebssystem plus die "Opt-In-Software" schon an Bord, damit der Tracker senden kann?

        Liege ich falsch oder liegt hier ein derber Übersetzungsfehler vor?
      • Von QIX BIOS-Overclocker(in)
        In großen Rechenzentren wird man mit allen Gegenständen bei Zutritt in einer der teils mehrfach vorhandenen Schleusen auch gewogen. Das hilft zwar nicht gegen einen Raid in Mission-Impossible-Manier, aber um Hardware dort zu.entwenden, muss man sich schon mehr als nur Ausbauen einfallen lassen :-D
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Unfaced
        Die haben auch noch nichts von Data Privacy gehört
        Im Ernst jedoch, was für einen Sinn soll das haben? Datacenter GPUs sind nicht mal eben aus nem Server ausgebaut und werden geklaut ohne das es auffällt?
        Kommt drauf an. Wenn man etwas Redundanz hat die sich automatisch zuschaltet, sieht man in der Verwaltung erstmal nur einen Defekt den man "irgendwann" mal beheben sollte.
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