Grafikkarten: Chinesische Firma will Grafikkarte auf Pascal-Niveau entwickeln

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Grafikkarten: Chinesische Firma will Grafikkarte auf Pascal-Niveau entwickeln (1)
Quelle: http://www.jingjiamicro.com

Die chinesische Firma Changsha Jingjia Microelectronics hat angekündigt, Grafikkartenchips auf Leistungsniveau der Geforce GTX 1050/1080 (Pascal) entwickeln zu wollen.

Seit geraumer Zeit will China auf dem Markt für Prozessoren mitmischen und die Bemühungen um den Zhaoxin KaiXian sind redlich. Doch damit nicht genug: Nun soll auch der Grafikkartenmarkt erobert werden. Dafür auserkoren wurde Changsha Jingjia Microelectronics, wo man bislang vor allem als Auftragnehmer für die Rüstungsindustrie aktiv ist.

Changsha Jingjia kann den JM7200 liefern, der wiederum grob auf dem Leistungsniveau einer Geforce GT 640 operieren soll und das immerhin, laut eigener Aussage, mit deutlich weniger Stromverbrauch. Nun soll der JM9231 kommen und sich mit der Geforce GTX 1050 messen können, sowie der JM9271, der sogar eine Geforce GTX 1080 anpeilt. Wie man das erreichen will, zeigt eine Tabelle mit technischen Daten, die praktischerweise gleich mit Nvidia-Modellen vergleichen werden.

Viel lässt sich da allerdings nicht herauslesen, außer vielleicht, dass man doch mehr Strom braucht als die Nvidia-Modelle, die ja auch schon ein paar Tage alt sind. Wahnsinnig konsistent sind die TDP-Angaben derweil auch nicht. Über die Chip-Konfiguration selbst schweigt man. DirectX 12 wird so oder so nicht unterstützt. Sollte man eine solche Karte als Grafikbeschleuniger in einer Zockerkiste verwenden wollen, muss das Spiel OpenGL/OpenCL beherrschen.
Grafikkarten: Chinesische Firma will Grafikkarte auf Pascal-Niveau entwickeln (2) Quelle: http://www.jingjiamicro.com Grafikkarten: Chinesische Firma will Grafikkarte auf Pascal-Niveau entwickeln (2)
Für Spiele werden die Chips wohl zunächst auch nicht in Frage kommen. Wie die Erfahrung aus der CPU-Entwicklung Chinas zeigt, kann man sich mit Fleiß und Spucke durchaus in Sichtweite der etablierten Größen kämpfen, aber von einem Gleichstand oder gar einem Überholen ist man dann doch ein Stück weit entfernt und die letzten Meter sind für gewöhnlich am zähesten.

Ganz ähnlich dürfte es hier laufen und die Idee hinter den chinesischen Bemühungen ist vor allem einmal mehr, sich von amerikanischen Entwicklungen unabhängiger zu machen. Um nichts anderes geht es beim Zhaoxin KaiXian. Immerhin dürfte über die Regierung und Rüstungsaufträge genug Geld da sein, um die mühsame Entwicklung eines solchen Vorhabens langfristig zu stützen. Das ist nämlich heute die größte Hürde in diesem Segment, wenn man nahezu bei Null anfängt - Intel kennt sich da aus.

Wie erfolgreich das Ganze bei einer potenziellen Vermarktung als Grafikkarte ist, hängt letztlich von der Leistung und vom Preis ab. Die erste Generation könnte durchaus als Budget-Modell Kunden in Ländern finden, die weniger weit entwickelt sind. Und auf Basis dieses Produktes können die Chinesen weiterarbeiten. Denn wer sich erinnert: Auf dem Weg zum Duopol des Grafikkartenmarktes hatten auch AMD und Nvidia nicht immer fantastische Produkte zu bieten.

Quelle: cnBeta via 3dCenter

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von shootme55
        Oh Mann...

        Erstens, und das wollen wir mal festellen: Ich bin nicht, war nie und werde nie ein Deutscher sein. Ich bin Österreicher, und sei froh dass ich nicht übersiedle, weil erfahrungsgemäß kann das böse enden.
        Sowos ko a wieda nur vo am vo de unsrigen kumman, is jo kloa
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von shootme55
        Oh Mann...

        Erstens, und das wollen wir mal festellen: Ich bin nicht, war nie und werde nie ein Deutscher sein. Ich bin Österreicher, und sei froh dass ich nicht übersiedle, weil erfahrungsgemäß kann das böse enden.
        Sowos ko a wieda nur vo am vo de unsrigen kumman, is jo kloa
      • Von shootme55 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Infi1337
        Du sprichst nVidia, Intel jegliche Leistung abseits des Marketings ab und laberst von gelben Karten und weiteren AMD Fanboys Non-Sens, produzierst selbst aber keine CPUs/GPUs in Deutschland, das wollte ich damit ausdrücken.

        Wie kommt man zu so einem Mindset ?
        Oh Mann...

        Erstens, und das wollen wir mal festellen: Ich bin nicht, war nie und werde nie ein Deutscher sein. Ich bin Österreicher, und sei froh dass ich nicht übersiedle, weil erfahrungsgemäß kann das böse enden.

        Zweitens habe ich nicht Intel und nVidia ihre Fähigkeiten abseits des Marketings abgesprochen, sondern betont, dass ihr Marketing überragend ist gegenüber jedem anderen Hersteller in der Halbleiterindustrie. Intel ist mit sicherheit der Einzige Chiphersteller, den auch fast jede 80- Jährige Oma kennt.

        Sag mal versteht ihr überhaupt noch irgendwelchen Spass oder Ironie oder steckt ihr euch beim aufstehn am Morgen gleich mal einen Besenstiel in den Allerwertesten anstelle aufs Töpfchen zu gehn?! Vor nichtmal 2 Jahren war ich Intel-Fanboy weil mein X58 jeden AMD geschlagen hat. Vor einem Jahr war ich ein nVidia-Fanboy weil ich mir eine oversized 1080Ti gekauft hab, und jetzt bin ich ein AMD-Fanboy, nur weil hier ein paar 40-Jährige Kleinkinder aus 3 teilweise konkurrierenden (und teilweise sogar kooperierenden) Unternehmen einen einen virtuellen Religionskrieg machen.

        Aber gut is ok, bin raus.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Tech_Blogger
        Das liegt an der Schulbildung.

        Ich habe noch gelernt, warum Monopole oder Duopole schlecht für die Konsumenten sind.
        ...
        Ich hingegen wünsche mir ein Oligopol, also viele Anbieter der jeweiligen Produkte.
        Ich zitiere mal Wiki:

        Als Oligopol (aus griechisch olígos „wenig, gering“ und pōleĩn „Handel treiben“) – auch Angebotsoligopol – wird in der Mikroökonomik eine Marktform bezeichnet, bei der viele Nachfrager wenigen [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] gegenüberstehen. Ein Oligopson ist genau der umgekehrte Fall, bei dem wenigen Nachfragern viele Anbieter entgegenstehen (Nachfrageoligopol).[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Ein Oligopol mit genau zwei Anbietern heißt Duopol oder Dyopol, während ein Markt, auf dem wenigen Anbietern ebenfalls wenige Nachfrager gegenüberstehen, als bilaterales Oligopol (auch zweiseitiges Oligopol) bezeichnet wird.

        Ein Duopol ist also ein Oligopol, was du vermutlich meinst ist ein Polypol, wobei ich nicht weiß, ob weniger als zehn Hersteller (3DLabs fällt mir übrigens noch ein) als ein solches gelten würde.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Wieso sollte auch jemand Angst davor haben? Ich würde es sehr begrüßen.
        Das liegt an der Schulbildung.

        Ich habe noch gelernt, warum Monopole oder Duopole schlecht für die Konsumenten sind.
        Heute gibt es viele, die der Meinugn sind ein Monopol hätte Vorteile für sie.
        Viele Intel-Fans wünschen sich ja zb. daß AMD verschwindet.

        Ich hingegen wünsche mir ein Oligopol, also viele Anbieter der jeweiligen Produkte.

        Zitat
        Man denke an die Zeit zurück als wir die Wahl zwischen vielen Chipherstellern hatten.
        Viele sind dafür wohl noch zu jung, die haben diese Zeit nicht erlebt.
        Was du da beschreibst ist übrigens ein Oligopol.

        Zitat
        Man denke an die legendäre Matrox GM200 oder die Kyro II von PowerVR.
        Ich hatte lange Zeit Matrox Grafikkarten, ich wollte einen der verbliebenen Hersteller unterstützen.
        G400, P750 und eine M9120 hatte ich.

        Jetzt habe ich eine iGPU und da ich kein Gamer bin werd ich nie wieder eine dGPU benötigen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wakey
        Wieso sollte auch jemand Angst davor haben? Ich würde es sehr begrüßen.
        Ich glaube die Konkurrenz war gemeint.

        Zitat von wakey
        Man denke an die Zeit zurück als wir die Wahl zwischen vielen Chipherstellern hatten.
        Ausser ATI und nNvidia gabs natürlich 3Dfx, Matrox, XGI, PowerVR, Rendition und wer weiß wen ich vergessen habe.
        S3 fällt mir noch ein.

        Aber das ist halt die Sache mit dem IT-Markt. Einmal designt, lässt sich alles verhältnismäßig sehr leicht sehr oft replizieren und Vorsprünge werden schnell uneinholbar groß. Wenn das amerikanische Kartellamt da nicht hinterher wäre, wäre ich mir nicht so sicher, ob es die aktuellen Hersteller noch alle gäbe.
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