Bericht: Intel interessiert sich für AMDs Mantle
Der Prozessorhersteller Intel möchte offenbar Zugang zu AMDs neuer Programmierschnittstelle Mantle. Das wurde bereits von Intel offiziell bestätigt, auch AMD-Mitarbeiter deuteten dies bereits an. Laut AMDs Gaming-Spezialist Richard Huddy haben bereits 47 Entwicklerstudios eine Mantle-Unterstützung zugesagt.
Intel ist mit seinen prozessorintegrierten Grafiklösungen der größte Grafikchiphersteller der Welt. Intel hält an die 70 Prozent Marktanteil in diesem Segment, Nvidia und AMD erreichen jeweils 17 Prozent. Nun hat Intel von offizieller Seite bestätigt, dass man an AMDs Mantle interessiert sei und Zugang zu Mantle erhalten möchte. Dieser Schritt erscheint logisch, da Intel mit seinen doch eher schwachen Grafiklösungen im Vergleich zu AMD und Nvidia auf jedes Quäntchen Leistung angewiesen ist. Vor allem Besitzer von Intel-Notebooks ohne dedizierte Grafikkarte würden davon profitieren.
Intel weist jedoch einem Bericht zufolge darauf hin, dass man auch weiterhin Standards wie DirectX unterstützen werde. Es ist aber noch offen, ob Intel wirklich eigene Grafiktreiber mit Mantle-Unterstützung anbieten wird. Die Annäherung an AMD ist aktuell eher experimenteller Natur. Intel möchte sich offenbar alle Optionen offen halten. AMDs Gaming-Spezialist Richard Huddy berichtetet, dass bereits 47 Entwicklerstudios eine Mantle-Unterstützung angekündigt haben. AMD ist aber selber daran interessiert, Mantle an weitere Hersteller und Betriebssysteme verteilen zu können. Auch für Linux ist Mantle mittlerweile angekündigt, davon dürfte auch Valves Steam-OS profitieren.
Quelle: Pcworld



Von einem Angebot höre ich heute zum ersten Mal. Hast du da näheres? Das "offenste" was mir geläufig ist, ist AMDs Aussage aus den ersten Monaten nach der Präsentation, dass man offen für Gespräche wäre - was etwas vollkommen anderes ist, als ein "Angbeot".
Man soll sich von proprietären Kram fernhalten, der den Markt zu spalten versucht.
Zum Rest sage ich mal nichts, da du dich offensichtlich mit dir selbst unterhälst
AMD hat nVidia übrigens Mantle angeboten, nur wollten die nicht einsteigen. Soll man sie zwingen?
Zum Rest sage ich mal nichts, da du dich offensichtlich mit dir selbst unterhälst
Andersson über Mantle
Naja, AMD hat daran keine Schuld, sondern die Mitbewerber (nVidia und damals noch Intel) hatten/haben einfach kein Interesse.
AMD hat nVidia übrigens Mantle angeboten, nur wollten die nicht einsteigen. Soll man sie zwingen?
Soll man also laut dir einfach die Hardware immer weiter verbessern, um das vorhandene Software-Limit zu umgehen?
Die Technologie lebt von Fortschritt. Wer seinen Damm immer höher baut um die Flut abzuhalten ist ewig beschäftigt. Wer das Wasser umleitet um eine Überschwemmung abzuwenden, denkt in die Zukunft.
AMD greift mit Mantle nVidia an, welche im Zuge darauf ihre Treiber stark optimieren ("Wundertreiber"). Ohne Mantle wäre es nie passiert.
Microsoft muss mit der nächsten DX Version nachliefern, sonst würde es eine PR-Schlappe geben.
Intel als Grafikmarktführer muss seine (relativ) schwachen iGPUs pushen, eine CPU-Overhead minimierende Technologie kommt da wie geraten.
Aber ich will dich und andere nicht abhalten im Jahre 2012 zu bleiben. Den textfreudigen Antworten nach muss man sich ja nicht rechtfertigen
Dass der Verwaltungsaufwand von 40% auf nur mehr 8% gesenkt wird ist natürlich unsinnig. Dass die Software ihren Speicher direkt verwalten kann braucht niemand. Multi-Core Optimierungen interessieren auch niemanden, und direkter Zugriff auf den Bildspeicher ist eh zu kompliziert. Dazu noch verbessertes Multi-GPU Rendering.
Einfach höher takten und gut ists. Oder die nächst teurere GPU-Klasse kaufen, der Hersteller freut sich.
Ist es nicht eher so, dass Nvidia in der Position ist etwas leicht zu ernten, was die anderen nicht können, weil man sich im Vergleich zur Konkurrenz schon früher um OGL gekümmert hat?
Ich kann nur spekulieren, dass Oxide die Zukunft im Auge hat, welche nicht so extrem durch Draw-Calls eingeschränkt ist und wo man neue Ansätze verfolgen kann, die zwar deutlich mehr Draw-Calls mit sich ziehen, dafür Vorteile und eine höhere Effizienz auf der anderen Seite haben.
Für wahrscheinlicher halte ich aber, dass die gesamte Demo entweder einem sehr frühen Entwicklungsstand entspricht und typische Draw-Call-Optimierungen noch folgen (again: Demo != reales Spiel) oder aber dass man gezielt einen Extremfall geschaffen hat, um Fehler bei maximaler Auslastung der Engine zu testen. In dem Fall könnte tatsächlich irgendwann mal ein Spiel erscheinen, was soviele Draw-Calls erzeugt - aber, wie erwähnt, erst in vielen, vielen Jahren, wenn Grafikkarten (aber auch neue CPUs) verfügbar sind, die derart viele Objekte bei normaler Komplexität auch gerendert bekommen.
Ich meine auch solche Fehler, die die IHVs nachträglich mit neuen Treibern fixen mussten.
Das Mantle gleich zu Beginn glänzt wäre wünschenswert, aber den Anspruch erhebe ich bei neuen Sachen nicht.
Mir wäre bloß eine transparente Kommunikation lieber gewesen.
Transparente Kommunikation würde uns zumindest viel Diskussion über Interpretationen ersparen. Leider ist sie nicht AMDs Stärke - insbesondere, wenn es um Fehler geht. (Dabei hätte man spätestens bei der Millionen, ggf. Milliarden teuren TLB-Pleite lernen sollen, dass es wesentlich besser ist, einen Fehler öffentlich zu kommunizieren, als die Leute mit ihren Katastrophen-Phantasien im unklaren zu lassen)
Da sich Shader für die gleiche Hardware nicht übermäßig unterscheiden sollen und die Handhabung von Geometrie und Texturen durch die Engine überhaupt nicht, gehe ich nicht von Fehlern in Battlefield aus (insbesondere nicht bei der "einfachen" Portierung
Sowas gibt es bei DirectX nicht, erst recht nicht 9 Monate nach einem öffentlichen Launch mit Produkten, Referenztitel, Leistungsangeben, etc... . Eine Schnittstelle definiert man für gewöhnlich und setzt sie dann mit höchster Präzision um und dann bringt man sie, zusammen mit einem fehlerfreien Referenzrenderer (im Falle einer Grafik-API). Das ist einfach ein an und für sich relativ einfaches Kernelement, an das mehrere andere Objekte von verschiendenen Hersteller andocken - da ist kein Raum für Fehler nach dem Release oder für eine "Open-Beta" (während man parallel schon damit wirbt...)
Zumindest haette es das potential und die Moeglichkeit.
Falls/Wenn/Potential/Möglichkeit: Genau. Ich frage mich nur: "Wann"?
Der optimale Zeitpunkt wäre imho 2013, spätestens 1H14. Wenn AMD Mantle irgendwann Ende 2014 mal fertig stellt und dann vielleicht irgendwann 2015 mal öffnet, dann wird es solide Implementationen durch die Open Source Community und durch andere Hardwarehersteller erst geben, wenn DX12 bereits fix und fertig und fehlerfrei und für alle Hardware-Plattformen verfügbar ist.
Und das ist zu spät. Mantle ist schließlich kein kosmisches, unnachahmliches Wunderwerk. Sondern schlicht die Portierung von einigen Grundideen, die auf Konsolen seit Jahren angewandt werden und die früher auch mal PC in ähnlicher Form üblich waren. AMD hat keinen dauerhaften Leistungsvorteil, sondern einen befrissteten Zeitvorsprung. Alle anderen waren der Meinung, dass die Zeit nicht reif ist für eine Schnittstelle, die die gesamte Arbeit den Softwareentwicklern auflastet.
Ob sie damit richtig lagen, wird sich ohnehin erst noch zeigen müssen, aber fest steht: Die anderen sind aufgewacht. Jetzt muss sich Mantle durchsetzen, bevor die Reaktionen fertig sind. Und gerade weil der Grundgedanke so einfach ist, wird das nicht lange dauern. AMD ist aber der kleinste Player am Markt, die können Mantle nicht im Alleingang in kurzer Zeit (wenn überhaupt) durchdrücken. Die brauchen Unterstützung. Und wenn sie zulange warten, braucht keiner der potentiellen Partner mehr Mantle.
Umgekehrt verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht, warum AMD sich zurückhält. Die Exklusivität nützt wenig, weil Entwickler ihre Arbeit immer auf das konzentrieren werden, was allen etwas bringt. Mit Nvidia, Intel und der Linux Community im Boot könnte Mantle wesentlich schneller zu einer wesentlich besseren Plattform werden, als mit AMDs sehr beschränkter Manpower alleine. Und AMD hätte immer noch den dicken Vorteil, dass sie die Richtung vorgeben.
(Da erinnert Mantle tatsächlich mal an PhysX: Ageia hatte eine gute Idee, hat seine eigene Marktmacht aber vollkommen überschätzt. Und als nach der Pleite ein Big Player eingestieg, war der Bedarf an PhysX schon deutlich geringer geworden, das Interesse potentieller Partner gering)