Aufrüstung auf Geforce GTX 970: Phenom II X6 schnell genug? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PC-Games-Hardware-Leser Mark nutzt einen Phenom II X6 1090T Black Edition zusammen mit einer Radeon HD 5850 und liebäugelt mit dem Kauf einer neuen Grafikkarte. Lohnt sich der Kauf einer Geforce GTX 970 oder sollten CPU und Grafikkarte zusammen ausgetauscht werden?
Der Leserbrief von Mark:
"Ich möchte mir nach den Weihnachtspreissenkungen eine Nvidia Geforce GTX 970 holen. Da ich einen AMD Phenom II X6 1090T BE habe (2010er Modell) kann ich mir gut vorstellen, dass dieser die Grafikkarte ausbremst. Da ich nicht in 4K-Auflösung, sondern nur in Full HD spiele, z.B. Call of Duty Advanced Warfare und Battlefield 4, ist die Frage, ob der Leistungsverlust so sehr ins Gewicht fällt. Ich lege Wert auf maximale Details und das ist natürlich mit meiner Radeon HD 5850 nicht mehr möglich.
Daher bitte ich euch um Erfahrungswerte bzw. Tipps zum Kauf: Erstmal sparen, bis ich Mainboard und CPU habe, damit ich auch die neueste Grafikkarte nutzen kann, oder jetzt die GTX 970 kaufen, da der Leistungsverlust nicht sonderlich in Gewicht fällt?"
Die Antwort von Philipp Reuther (Fachbereich Spiele):
"Der Phenom II reicht für die meisten Spiele noch aus, allerdings würde er die GTX 970 definitiv ausbremsen. Wie stark das ins Gewicht fällt, hängt natürlich vom Spiel ab. Call of Duty stellt beispielsweise ganz andere Anforderungen als der Multiplayer-Modus von Battlefield 4. In ersterem Fall dürfte die CPU die GPU kaum ausbremsen (vor allem mit zugeschaltetem Supersampling), in Battlefield 4 wird aber mit ziemlicher Sicherheit der 1090T BE die GTX 970 stark und spürbar limitieren.
Das gilt auch für andere Spiele wie beispielsweise Assassin's Creed: Unity oder Dragon Age: Inquisition, auch hier würde die CPU die GPU stark ausbremsen. Funktionieren kann solch eine Konfiguration natürlich dennoch, dabei muss man sich allerdings klar sein, dass die GPU ihre volle Leistung nur in einigen wenigen Szenarien erreichen kann. Der Phenom II X6 1090T lässt sich aber mit einer entsprechend guten Kühlung gut übertakten, im Falle einer Anschaffung der GTX 970 würde sich das sehr lohnen.
Eine ähnliche Konfiguration wie den Phenom II X6 + GTX 970 hatte ich mit meinem i7-920 und einer R9 290X. Mit einer Übertaktung meiner CPU auf 3,8 GHz (Standard: 2,67 GHz) lief dieses Setup ganz gut, volle Details sind prinzipiell in jedem Spiel möglich. Voll ausfahren konnte ich die R9 290X in Kombination mit dem i7-920 aber nur, wenn das Spiel nicht allzu hohe Anforderungen an die CPU stellte. Der i7-920 wird mit so einer starken Übertaktung allerdings auch sehr warm und extrem stromdurstig. Ohne gute Kühlung und ein Gehäuse, dass die Warmluft schnell ins Freie transportieren kann, ist so ein kräftiges OC - zumindest längerfristig - nicht drin.
Prinzipiell geht das also, vor allem, wenn die CPU noch Übertaktungsreserven bietet. Kräftiges Übertakten würde ich definitiv empfehlen. Aber so eine Konfiguration ist nicht optimal und effizient ist der Rechner dann ganz sicher nicht mehr, auch wenn die Grafikkarte sparsam ist. Als Übergangslösung wäre das aber wohl okay, ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs gegenüber der HD 5850 ist definitiv drin. Als Alternative könnten Sie auch eine etwas günstigere GPU ins Auge fassen, die weniger stark von der CPU ausgebremst würde und dann mit dem späteren CPU-Upgrade auf eine stärkere GPU aufrüsten."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

Dass der PhII langsam ist, kann ich nicht bestätigen. Habe mich vor kurzen selbst im www umfangreich infomiert, weil ich wissen wollte, das ein X6 bei 4 Ghz leistet. Und die Foren, User und Seiten sind sich da alle überwiegend einig, dass der Phenom2 aktuell immer noch die bessere Architektur ist (ggü FX) Bei 4 Ghz liegt der von der gesamt Leistung ein gutes Stück über einen FX 8350. Verbraucht dabei aber weniger Strom und ist auch kühler. Er liegt damit spiele technisch auf dem kleineren i5 niveau und reicht für aktuelle Spiele mehr als aus. Ich befeuer die CPU selber mit einer GTX 970 und bisher kein Spiel unter 50 FPS.
Nach Cinebench R15 kommt man damit auf etwas über 600p (in meinem Fall 580-590 - DDR2/2 Ghz HT) Das ist schon eine ordentliche Leistung für einen fast 6 Jahre alten Prozessor.
Leider ist beim Phenom2 in der Regel bei 4 Ghz schluss. Zwar hat bisher jeder mir bekannte X6 seine 4 Ghz geschafft, aber bei mehr wird es schon kritisch.
Bei 4 Ghz erreiche ich um die 55 Grad unter Prime und Cinebench (Nanoxia DS3, voll bestückt, Semi passiv).
Sollte irgendwas kaputt gehen, werde ich aber auch auf i5 wechseln. Sehe aber aktuell keinen Bedarf
Würde ich in etwa so bestätigen. Ich habe schon oft genug Rechner aufgerüstet. Wurde nur eine schnellere CPU verbaut, musste man beim zocken das Leistungsplus i.d.R. suchen. Wurde nur eine schnellere Grafikkarte verbaut hatte man unübersehbar sofort mehr Bums zum zocken. Ich muss wohl auch so ein low Fps Zocker sein.
So wie Raff geht es mir auch,ich habe einfach 0 sense für Fps und spiele oft RPG´s wo 60 Fps überflüssig sind.
In 1,5 Jahren von Phenom x6 zu I5 auf I7 und durch Unachtsamkeit auf I3...
Gefühlter unterschied : Kalte füße
Ich habe übrigens seit Weihnachten eine MSI GTX 980 Gaming in meinem heimatlichen Zockrechner (ungleich Haupt-PC). Dort steckt ein bis zum Rand übertakteter Phenom II X6 drin (derzeit 4,1 GHz und 3,08 GHz NB-Takt). Ich kann nicht bestätigen, dass die CPU zu langsam für eine derart schnelle Grafikkarte ist, allerdings liegt das daran, dass ich mit 30-40 Fps zufrieden bin, sofern die wunderhübsch sind. Daher gilt das, was bei derartigen Fragen immer gilt: Überschüssige Grafikkartenleistung kann man immer investieren (Downsampling, SSAA), überschüssige CPU-Leistung nicht. Ist man mit den Bildraten zufrieden, die die CPU leistet (in niedrigen Auflösungen ermitteln!), lohnt sich eine schnelle Grafikkarte. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem, was der Zweitrechner nun raushaut.
MfG,
Raff
Ich hatte einen i7 920 @ 3,5 Ghz und schon der hat meine deutlich langsamere 7970 ausgebremst. Also ein langsamerer Phenom mit ner schnelleren 970 verbinden. Hmm, weiß ja nicht. Gehen wirds schon aber es ist halt so ne Sache...