Anleitung: Power Target Mod entfernt Nvidia Power Limit

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Anleitung: Power Target Mod entfernt Nvidia Power Limit
Quelle: overclocking.guide

Der deutsche Extremübertakter Roman Hartung, auch bekannt als der8auer, veröffentlichte auf seiner Webseite Overclocking.guide eine Anleitung zum Entfernen des Nvidia Power Limits. Der Mod lässt sich an allen Nvidia-Grafikkarten seit Kepler (GTX 670, 680) anwenden. Der Einsatz von Flüssigmetall zur Überbrückung von Widerständen ist vonnöten; es lässt sich bei Bedarf aber fast rückstandsfrei wieder entfernen.

Seit der Kepler-Generation besitzen Nvidia-Grafikkarten den sogenannten Nvidia Boost, sprich eine Erhöhung der Taktfrequenz über eine Basistaktfrequenz hinaus. Anfangs war die Taktfrequenz einzig abhängig von dem festgelegten TDP-Limit. Mit der GTX 780 kam dann der Faktor Temperatur als weiterer limitierender Faktor dazu. Doch speziell das TDP-Limit ist Übertaktern ein Dorn im Auge. Per Software lässt sich dies etwas anheben. Für eine GTX 970 z.. B. auf 106 Prozent, für eine GTX auf sogar 125 Prozent. In Watt ausgedrückt entspricht das 154 Watt statt 145 Watt für die GTX 970 und 207 Watt statt 165 Watt für die GTX 980. Tools wie der MSI Afterburner oder EVGA Precision X bieten entsprechende Einstellungen auf Softwareebene.

Ab einem bestimmten Takt schlägt man zwangsläufig am TDP-Limit an. Der Takt lässt sich nicht weiter erhöhen, obwohl die GPU mehr mitmachen könnte. Die Lösung ist ein Power Target Mod, der von Extremübertakter Roman Hartung beispielhaft an einer MSI Geforce GTX 980 Gaming durchgeführt und erklärt wird. Der Power Target Mod funktioniert grundsätzlich an jeder Geforce-Grafikkarte ab der Kepler-Generation und mit Nvidia Boost. Ziel der Mod ist es, auf der Platine untergebrachte Widerstände zu verringern. Je geringer der Widerstand, desto geringer ist auch der Einfluss des Power Targets. Da stets immer etwas Widerstand vorhanden sein wird, ist das Power Target nicht komplett zu entfernen. Sein Einfluss ist jedoch faktisch nicht mehr spürbar. Lokalisieren Sie zunächst die Shunt-Widerstände auf der Platine der Grafikkarte. Im Fall der MSI-Grafikkarte sind es drei Widerstände. Zur Kontrolle des aktuellen Widerstands ist ein Mikro-Ohm-Meter nützlich.

Tragen Sie etwas flüssiges Metal auf die Widerstände auf, beispielsweise eine Flüssigmetall-Wärmeleitpaste oder Silber-leitfähige Farbe. Der Widerstand fällt kontinuierlich beim Auftragen des Flüssigmetalls auf einen weiteren Widerstand. Die Prozedur muss bei allen Shunt-Widerständen wiederholt werden. Auch eine nahezu rückstandsfreie Entfernung des Flüssigmetalls ist möglich. Die Arbeiten geschehen wie immer unter eigener Verantwortung und Gefahr von dauerhaften Defekten.

Quelle: Overclocking.Guide

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Man muss auch die Hardware an ihre Umgebung anpassen,
        ohne entsprechende Kühlung wird die beste Hardware schneller das Zeitliche segnen.
        Das ist ein ungeschriebenes Gesetz dem manche wohl nicht nachgegangen sind.
        In einem Probelauf muss man zuerst in Game die heißen Stellen finden und mit kleinen Kühlern anpassen.
        Klar, das macht fast keiner, das gehört halt dazu.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Man muss auch die Hardware an ihre Umgebung anpassen,
        ohne entsprechende Kühlung wird die beste Hardware schneller das Zeitliche segnen.
        Das ist ein ungeschriebenes Gesetz dem manche wohl nicht nachgegangen sind.
        In einem Probelauf muss man zuerst in Game die heißen Stellen finden und mit kleinen Kühlern anpassen.
        Klar, das macht fast keiner, das gehört halt dazu.
      • Von Tigertechnik Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Bin froh genau diese Langlebiegkeits nachweise abgewartet zu haben und dementsprechend meine 1070 vor dem mod verschont habe.
        Es sind wohl schon einige Karten daran kaputtgegangen.

        @Bild von Hashcat: Hätte man da mit Kühlung entgegenwirken können ?
      • Von hashcat Schraubenverwechsler(in)
        Seht euch mal bitte genau das Bild an...
        seht ihr die gerösteten Step-down Regler. 2 Stück sind mit 100% iger Sicherheit im Halbleiter Himmel..
        Mit Anderen Worten dieses Exemplar ist tot.
      • Von alfalfa Software-Overclocker(in)
        Aus purer Neugier bin ich drauf und dran, mir Silberleitlack zu besorgen und den Mod mal auf meiner Palit GTX 970 (Radial Design) auszuprobieren und bei der Gelegenheit auch gleich mal die WLP gegen Gelid extreme zu tauschen.

        Meine Karte boostet mit BIOS-Mod und Übertaktung mit MSI Afterburner zwar auf konstante 1500 MHz (gerade Linie im Afterburner), aber ebenso zeigt mir AB an, dass sie im Powerlimit läuft.
        Weitere BIOS-Modifikationen brachten nichts, egal, ob ich 125 oder 135 % einstelle - es ändert sich nichts und nun habe ich dank der8auer auch die Erklärung dafür. Danke!

        Wie muss ich mir nun die Taktbegrenzung der Karte vorstellen, wenn ich die TDP-Limits durch den Hardmod umgehe?
        Vermutlich wird sich ja bei höherem Takt auch die Temperatur erhöhen, wodurch sie ins Temperaturlimit laufen könnte. Und dann gibt es ja noch das Voltage Limit (was mir im AB auch desöfteren angezeigt wird) und außerdem kann man im BIOS einen maximalen Boosttakt festlegen (bin mir nicht sicher, ob das überhaupt Einfluss hat).
        Also was ich meine - wie wird der Boosttakt nach dem Hardmod nach oben hin begrenzt, außer durch Temperatur?

        P.S.
        Silberleitlack würde ich mir diesen bestellen: Busch Silber-Leitlack: Amazon.de: Spielzeug
        Gibt es evtl. bessere / günstigere Alternativen?
      • Von Löschzwerg BIOS-Overclocker(in)
        Boah is das mies... wozu gibt es eigentlich einheitliche Bezeichnungen Egal, danke dafür
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