Alternative zum PCI-Express-Slot: Grafikkarte im M.2-Slot nutzen - PCGHX-Bericht

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Alternative zum PCI-Express-Slot: Grafikkarte im M.2-Slot nutzen - PCGHX-Bericht (6)
Quelle: extreme.pcgameshardware.de

Gerade Mainboards für das Mini- oder Home-Theater-PC-Segment bieten nicht immer einen physischen PCI-Express-Steckplatz. Sofern sie über mindestens einen M.2-Steckplatz verfügen, lässt sich bei Bedarf aber leicht eine Grafikkarte nachrüsten. Wie das geht, zeigt das Community-Mitglied Jarafi im PCGHX-Forum.

M.2, früher auch Next Generation Form Factor (NGFF) genannt, beschreibt einen Formfaktor, der mit unterschiedlichen Interfaces genutzt werden kann. SSDs im M.2-Format gibt es beispielsweise mit einer traditionellen SATA-Schnittstelle und einer auf rund 550 MB/s gedeckelten Transferrate oder mit PCI-Express-Interface und dem vielfachen Maximaldurchsatz. Dieser Umstand lässt sich nutzen, um eine PCI-Express-Grafikkarte an einem M.2-Steckplatz zu betreiben. Notwendig dafür ist im Idealfall lediglich ein Adapter, wie ihn sich Jarafi besorgt hat. Das Community-Mitglied bezahlte nach eigener Aussage für ein Doppelpack 20 US-Dollar inklusive Versand. Die Adapterkarte verfügt über einen Floppy-Stromanschluss, für den ein Adapterkabel auf 4-Pol-Molex beiliegt.

Die Installation ist denkbar simpel und mit "Plug and Play" treffend beschrieben. Für seinen Test nutzte Jarafi eine Sapphire RX 570 ITX plus Ryzen 5 3400G und 16 GiByte DDR4-3000-RAM auf einem A300-Mainboard aus einem Asrock Desk Mini A300. Aus Platzgründen musste das Community-Mitglied zusätzlich einen PCI-Express-Riser verbauen, um eine Kollision zwischen Grafikkarte und RAM zu vermeiden. Für die Stromversorgung war außerdem ein zusätzliches Netzteil erforderlich, da das Mainboard über ein externes Netzteil versorgt wird. Obwohl die Transferrate auf PCI-Express 3.0 ×4 begrenzt ist, reicht es in Full HD sowohl in Assassin's Creed Odyssey als auch The Witcher 3 bei hohen bzw. sehr hohen Details für spielbare 42 respektive 46 Fps. Alles super also? Nicht ganz: Über den M.2-Steckplatz angebunden gibt die Grafikkarte zwar noch ein Bild, aber statt Sound lediglich ein Rauschen über den HDMI-Anschluss aus. Dennoch fällt Jarafis Resümee positiv aus, wovon Sie sich beim Lesen seines Erfahrungsberichts überzeugen können: [Leserbasteltest] Grafikkarte im M.2-Slot - Geht nicht, gibts nicht!

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Interessant wird es halt, wenn mehr kompakte Notebooks mit TB3 bzw. USB4/TB4 erscheinen.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Interessant wird es halt, wenn mehr kompakte Notebooks mit TB3 bzw. USB4/TB4 erscheinen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Grafikkarte spielt dabei keine Rolle. Auch wenn du nur 15 Fps hast, müssen für 120 Hz 4K 10-Bit-HDR 3,7 GB/s übertragen werden. Der Monitor merkt sich kein Bild, sondern will für jeden Refresh den kompletten Inhalt. Allerdings muss man mit diesen Settings ersteinmal eine Bildausgabe via PCI-E wollen. Für mich macht letztere nur Sinn, wenn die Grafikkarte ein Laptop-Display befeuern soll, aber welcher Laptop hat 4K HDR 120 Hz?
      • Von Basti 92 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Gurdi
        ... was man von 3.0 4x nicht behaupten kann, vor allem wenn noch Bandbreite abgezwackt wird um an das interne Display zu übertragen...
        PCIe ist Volksfähigkeit, also 4GByte/s in beide Richtungen. Um 4GByte/s mit Bildschirminhalt auszulasten braucht man 4k mit 120Hz und 32Bit Farbtiefe. Zeig mir mal die GPU die das überhaupt schafft .
        Und was willst du dann mit dem Stream schaffen? Wo ausgeben oder wie zur Hölle unkomprimiert Speichern
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die technischen Angaben sind teilweise lost in translation, aber es scheint maximal eine ×2-Verbindung zu sein. TB3 entspricht PCI-Express 3.0 ×4. Das dürfte derzeit auch das via M.2 mögliche Maximum sein, zumindest sind mir keine 4.0-Riser bekannt. (Und einen freien/zweiten 4.0 M.2 müsste man im Notebook oder ITX-System auch erstmal haben.)
        Hmmm,naja wäre evtl.fürdie Zukunft interessant da eine 4.0 4x Anbindung für das meiste schon reichen würde, was man von 3.0 4x nicht behaupten kann, vor allem wenn noch Bandbreite abgezwackt wird um an das interne Display zu übertragen.

        Wenn das kommt,kostet aber die Aufrüstung auf eine solche Kette wahrscheinlich ein Vermögen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Gurdi
        Das wäre auch ein Punkt der mich interessieren würde,kriegt man dadurch mehr Bandbreite als mit TB?
        Die technischen Angaben sind teilweise lost in translation, aber es scheint maximal eine ×2-Verbindung zu sein. TB3 entspricht PCI-Express 3.0 ×4. Das dürfte derzeit auch das via M.2 mögliche Maximum sein, zumindest sind mir keine 4.0-Riser bekannt. (Und einen freien/zweiten 4.0 M.2 müsste man im Notebook oder ITX-System auch erstmal haben.)
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