AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

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Die Gerüchteküche brodelt: Wird die kommende Grafikkartengeneration teurer als gewohnt? Kapazitätsmangel beim Auftragsfertiger TSMC in Kombination mit einer Großbestellung Apples könnten dazu führen.

"Real men have fabs", sprach der einstige AMD-CEO Jerry Sanders. Nvidia, Apple und das heutige AMD verfügen jedoch nicht über eigene Fertigungsstraßen, um die hauseigenen Chips zu produzieren, sind die Firmen von Auftragsfertigern (Foundries) abhängig. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), die größte Foundry der Welt, übernimmt seit Jahren diese Aufgabe. Zum Start der 28-Nanometer-Fertigung zeichnen sich Probleme ab, welche höhere Grafikkartenpreise zur Folge haben könnten. Das zumindest behauptet Charlie Demerjian, Gerüchte-Chefkoch bei Semiaccurate.

Abgesehen von den typischen Startschwierigkeiten in Form einer schlechten Chip-Ausbeute, welche den Stückpreis intakter Chips in die Höhe treiben, soll Apple für eine Preiserhöhung verantwortlich sein. Den Gerüchte zufolge habe Apple langfristig große 28-Nanometer-Kapazitäten bei TSMC geordert, um dort die Prozessoren für kommende iPhones und iPads herzustellen. Das Problem: TSMC verfügt nicht über unbegrenzte Fertigungskapazitäten, sodass AMD und Nvidia mit ihren 28-nm-Grafikchips in einen Engpass laufen. Infolge der hohen Auslastung soll TSMC den Preis für 28-Nanometer-Wafer um 15 bis 25 Prozent angehoben haben, was die Preise für Grafikchips direkt betrifft.

Noch handelt es sich um Gerüchte, es bleibt abzuwarten, ob die kommende GPU-Generation teurer wird als die aktuelle. Den Preis außer Acht gelassen: Ein geringes Fertigungskontingent könnte im Zusammenspiel mit schlechten Yields (Ausbeute) anhaltende Lieferengpässe bei Grafikkarten zur Folge haben. Ein solches Schicksal ereilte zuletzt AMDs HD-5000-Serie aufgrund von Problemen mit der 40-nm-Fertigung: Im Herbst 2009 gestartet, war die komplette Reihe bis Anfang 2010 rar und nur schubweise verfügbar.

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    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Original-80 PC-Selbstbauer(in)
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        @ruyven_macaran

        "
        Die Rohstoffkosten eines Chips sind lächerlich klein im Vergleich zum Rest"

        --> Tut mir leid, dass ich nicht sämtliche Kosten aufzähle die in der Chipfertigung anfallen oder meine Aussage nicht gänzlich ausgefeilt war. Ich war in der Annahme, dass verstanden wird was ich meine. Nämlich, dass der neue Fertigungsprozess anfangs ein mehr an Faktoreinsatz pro intakten Chip verlangt. Was dann natürlich höhere Chippreise verursacht. Und genau das steht auch im Artikel: "...typischen Startschwierigkeiten in Form einer schlechten Chip-Ausbeute, welche den Stückpreis intakter Chips in die Höhe treiben..."
        Also streiche bitte in meiner Aussage Rohstoffkosten und ersetze es durch ein mehr an Produktionsfaktoreinsatz

        "Aber nicht in bestehenden Verträgen "

        --> Tja lies mal genau den Artikel. Da steht nirgends was von bestehenden Verträgen seitens Nvidia oder AMD. Sondern nur, dass Apple sich ein entsprechendes Kontingent gesichert hat: " Den Gerüchte zufolge habe Apple langfristig große 28-Nanometer-Kapazitäten bei TSMC geordert...". Daraus schließe ich (vor allem im Artikelkontext) das eine Knappheit bei der Produktion der 28nm-Chips besteht. Was bedeutet, dass die Hersteller natürlich ihre Restkapazitäten zu entsprechend besseren Bedingungen vergeben können. Also mehr Nachfrage=höherer Preis.

        "Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Foundry eine Fab für 9-10 stellige Beträge in die Landschaft stellen und dann nachts die Maschienen abschalten "

        --> Nein das glaub ich natürlich nicht ernsthaft. Natürlich wird in solchen Fabriken durchgängig im Schichtbetrieb gearbeitet. Was aber nicht bedeutet, dass Unternehmen durchgängig an ihrer
        absoluten Kapazitätsgrenze arbeiten und ihre Maschinen, Fertigungsstraßen entsprechend belasten. Hab extra für dich grad im Buch nachgeschaut (bzw. weil ich ein Besserwisser bin ) "Technisch-wirtschaftliche Maximalkapazität, die aus technischen Gründen entweder nicht überschritten werden kann oder ... sollte,z.B. wegen der Gefahr stark erhöhter Störanfälligkeit, hoher Ausschußquoten oder sehr großen Materialverschleißes." Dann haben wir noch die t.-w. Minimalkapazität, die sich daraus ergibt, dass die Maschine einfach nicht weniger herstellen kann oder dann pro Output einen zu hohen Betriebsstoffverbrauch verursacht. Und letzlich die wirtschaftliche oder optimale Kapazität die zwischen Max. und Min.-kapazität liegt und bei der Faktorverbrauch pro Zeiteinheit/Outputmenge am kleinsten ist. Daraus lässt sich letzlich schließen, dass es durchaus möglich ist kurzfristig den Output einer Fabrik zu erhöhen was aber mit Risiken und Kosten verbunden ist, die der Hersteller natürlich an den geneigten Kunden weitergibt (hier AMD und Nvidia).

        Ich hoffe ich konnte meine Aussagen ein stückweit präzisieren und Du verzeihst mir meine zu dieser Zeit evtl. nicht ganz ausgefeilte Argumentationskette.
      • Von Original-80 PC-Selbstbauer(in)
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        @ruyven_macaran

        "
        Die Rohstoffkosten eines Chips sind lächerlich klein im Vergleich zum Rest"

        --> Tut mir leid, dass ich nicht sämtliche Kosten aufzähle die in der Chipfertigung anfallen oder meine Aussage nicht gänzlich ausgefeilt war. Ich war in der Annahme, dass verstanden wird was ich meine. Nämlich, dass der neue Fertigungsprozess anfangs ein mehr an Faktoreinsatz pro intakten Chip verlangt. Was dann natürlich höhere Chippreise verursacht. Und genau das steht auch im Artikel: "...typischen Startschwierigkeiten in Form einer schlechten Chip-Ausbeute, welche den Stückpreis intakter Chips in die Höhe treiben..."
        Also streiche bitte in meiner Aussage Rohstoffkosten und ersetze es durch ein mehr an Produktionsfaktoreinsatz

        "Aber nicht in bestehenden Verträgen "

        --> Tja lies mal genau den Artikel. Da steht nirgends was von bestehenden Verträgen seitens Nvidia oder AMD. Sondern nur, dass Apple sich ein entsprechendes Kontingent gesichert hat: " Den Gerüchte zufolge habe Apple langfristig große 28-Nanometer-Kapazitäten bei TSMC geordert...". Daraus schließe ich (vor allem im Artikelkontext) das eine Knappheit bei der Produktion der 28nm-Chips besteht. Was bedeutet, dass die Hersteller natürlich ihre Restkapazitäten zu entsprechend besseren Bedingungen vergeben können. Also mehr Nachfrage=höherer Preis.

        "Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Foundry eine Fab für 9-10 stellige Beträge in die Landschaft stellen und dann nachts die Maschienen abschalten "

        --> Nein das glaub ich natürlich nicht ernsthaft. Natürlich wird in solchen Fabriken durchgängig im Schichtbetrieb gearbeitet. Was aber nicht bedeutet, dass Unternehmen durchgängig an ihrer
        absoluten Kapazitätsgrenze arbeiten und ihre Maschinen, Fertigungsstraßen entsprechend belasten. Hab extra für dich grad im Buch nachgeschaut (bzw. weil ich ein Besserwisser bin ) "Technisch-wirtschaftliche Maximalkapazität, die aus technischen Gründen entweder nicht überschritten werden kann oder ... sollte,z.B. wegen der Gefahr stark erhöhter Störanfälligkeit, hoher Ausschußquoten oder sehr großen Materialverschleißes." Dann haben wir noch die t.-w. Minimalkapazität, die sich daraus ergibt, dass die Maschine einfach nicht weniger herstellen kann oder dann pro Output einen zu hohen Betriebsstoffverbrauch verursacht. Und letzlich die wirtschaftliche oder optimale Kapazität die zwischen Max. und Min.-kapazität liegt und bei der Faktorverbrauch pro Zeiteinheit/Outputmenge am kleinsten ist. Daraus lässt sich letzlich schließen, dass es durchaus möglich ist kurzfristig den Output einer Fabrik zu erhöhen was aber mit Risiken und Kosten verbunden ist, die der Hersteller natürlich an den geneigten Kunden weitergibt (hier AMD und Nvidia).

        Ich hoffe ich konnte meine Aussagen ein stückweit präzisieren und Du verzeihst mir meine zu dieser Zeit evtl. nicht ganz ausgefeilte Argumentationskette.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        @all:
        1. Wie von einigen schon festgestellt wurde, sollte eigentlich eher TSMC in der Überschrift stehen, weil es in erster Linie um die geht. Worum es garantiert nicht geht, ist die Frage, was euch an Appleprodukten (nicht) gefällt. Ich habe mir erlaubt, den Offtopic-Spam zu entfernen.
        2. Da "Beiträge, die nur Anti-Apple-Flame enthielten, wurden entfernt. Weitere Beiträge dieser Art ziehen (Ver)Warnungen nach sich." offensichtlich keinerlei Eindruck hinterlässt bzw. es einer ganzen Reihe von Leuten eine Warnung wert war, hier hetzen zu können, gibt es ab sofort nur noch Verwarnungen, bei Wiederholungstätern mit ggf. gesteigerter Punktzahl.

        Zitat von Superwip
        Die größte Frage ist doch: was will Apple produzieren, dass TSMCs Kapazitäten nennenswert auslasten könnte?

        ARM SoCs, die zu tausenden auf einen Wafer passen? So viele können die ja garnicht brauchen... nVidia sorgt vermutlich alleine mit den Tegra SoCs für eine ähnliche Auslastung
        Tegra mag sich für Ndivia-Verhältnisse gut verkaufen, aber ich würde mich wundern, wenn die Verkaufszahlen allein an die des iPhone herankommen. Der A4/A5 läuft aber zusätzlich noch im iPad, im iPod Touch und im Apple TV. Mit letzterem soll Apple nächstes Jahr großes Vorhaben, es wird unter anderem von einer Integration in Fernsehgeräte gemunkelt.

        Zitat
        Und wofür überhaupt? Kommt gegen Jahresende irgendein neues i-Gerät, dass bereits ein 28nm SoC haben könnte?
        Da es um die Kapazitäten im nächsten Jahr geht, kämen iPad 3 sowie Apple TV Chips in Frage. Allgemein war Apple in der Vergangenheit aber auch nicht so ganz glücklich mit der Fertigung bei Samsung, d.h. man könnte auch ohne neue Produkte die Produktion verlagern.
        Oder Apple plant mal wieder was neues im Bereich iPod. Da wurde schon vor längerer Zeit mal von einer Umstellung auf iOS gemunkelt.


        Zitat von Original-80
        Aber die höheren Chippreise resultieren hier wohl eher daraus, dass im neuen Herstellungsprozess (wie beschrieben) noch reichlich Ausschuss dabei ist und so mehr Rohstoffeinsatz pro hergestellten Chip notwendig ist.
        Die Rohstoffkosten eines Chips sind lächerlich klein im Vergleich zum Rest.

        Zitat
        Es wird nämlich ausgeführt, dass die Nachfrage nach Chips in 28nm gestiegen ist/ steigen wird. Allein dies ist schon volkswirtschaftliche Grundlage - steigende Nachfrage= steigender Preis.
        Aber nicht in bestehenden Verträgen

        Zitat
        Eine Fabrik hat nunmal nur eine gewisse Produktionskapazität, welche sich zeitweise evtl. durch mehr Personaleinsatz steigern lässt.
        Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Foundry eine Fab für 9-10 stellige Beträge in die Landschaft stellen und dann nachts die Maschienen abschalten

        Zitat von Rollora
        Alles Schwachsinn und ich erklär auch wieso: erstens verwendet Apple für die Handy/Pad Prozessoren A5,6 usw nicht die High Performance 28 nm Produktion von Grafikchips sondern eine andere.
        Afaik sind die Unterschiede zwischen LP und HP nicht so groß, dass man spezielle Maschienen bräuchte. Es gibt zwar entscheidende Unterschieden in der Konzeption, weswegen die Entwicklung getrennt läuft, aber welche Maske letztlich verwendet wird, ist für die Produktionsanlage egal und die Kapazitäten werden somit für beide gemeinsam verwaltet.

        Zitat von Earisu
        Dazu müssten sie erstmal Vorsatz nachweisen können. Wenn sie aber ihre Probleme mit 28nm als Grund nennen und zum damaligen Zeitpunkt, als die Verträge gemacht wurden, eine deutlich höhere Ertragsrate zum jetzigen Zeitpunkt vorgesehen war läuft es unter "höhere Gewalt"!?
        Höhere Gewalt kannst du nur bei Einflüssen anbringen, die nicht in deiner Macht liegen. Alles firmeninterne sollte aber tunlichst unter Firmenkontrolle sein. Ggf. hätte TSMC das Erdbeben in Japan vorschieben können - aber sie haben jetzt schon mehrfach ihren Investoren versichert, dass das kein Problem wäre
      • Von Dr Bakterius
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        Klingt fast eher nach künstlicher Verknappung um den Gewinn durch die Decke zu treiben
      • Von Earisu PC-Selbstbauer(in)
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        Zitat von Original-80
        Ich meine natürlich ob juristische Möglichkeiten existieren Umsatzausfälle durch vorsätzlichen Vertragsbruch einzuklagen. Aber bei einer Sache bin ich mir recht sicher. Nämlich, dass es sich kein Marktteilnehmer der länger als ein paar Monate am Markt bleiben will erlauben kann so mit seinen Kunden (v.a. mit solch großen wie AMD oder Nvidia) umzuspringen.

        Dazu müssten sie erstmal Vorsatz nachweisen können. Wenn sie aber ihre Probleme mit 28nm als Grund nennen und zum damaligen Zeitpunkt, als die Verträge gemacht wurden, eine deutlich höhere Ertragsrate zum jetzigen Zeitpunkt vorgesehen war läuft es unter "höhere Gewalt"!? Nur so ein Gedanke von mir. Mir ist auch klar das AMD/Nvidia/Apple und wie sie noch alle heißen in einer ganz anderen Dimension arbeiten. Warum gehen eigentlich alle zu TMSC? GF ist ja noch nicht auf Höhe aber gibt ja sicher noch weitere Marktteilnehmer die sicher auch noch Kapazitäten haben.
      • Von Charlie Harper Software-Overclocker(in)
        AW: AMD und Nvidia: Höhere Grafikkartenpreise wahrscheinlich - wegen Apple

        Zitat von evolution

        Ich mcht nicht wissen, wie manche Leute durchs Leben kommen. Mit dem IQ, das manche hier an den Tag legen, wunderts mich schon, wenn die mal vom Sessel aufstehn können

        Jemand, der das Wort "IQ" in den Mund nimmt, sollte wenigstens den Satz korrekt schreiben können, in dem er dieses Wort verwendet. Es heißt nämlich: "Mit dem IQ, den manche...".

        Ich glaube eher, dass du hier einiges aus der Luft greifst, vor allem aber deine Rechtschreibung.
      Direkt zum Diskussionsende
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