Grafikkartenmarkt: AMD auf dem Weg zu einem Drittel Marktanteil
AMD hat sich nach den Daten von John Peddie Research auf dem Markt für dedizierte Grafikkarten fast an das Drittel Marktanteil herangerobbt. Und das ohne derzeit eine echte Konkurrenz im Enthusiasten-Bereich zu sein.
Laut jüngster Zahlen der Marktforscher von John Peddie Research hat sich AMD einen Marktanteil von 31 Prozent im Segment der dedizierten Grafikkarten. JPR misst hier explizit die Daten von AMD und Nvidia und lässt die integrierten Einheiten - vornehmlich Intel - außen vor. Entsprechend liegt Nvidia bei 69 Prozent Marktanteil. Die Vergleichswerte zum Vorquartal sind 27 und 73 Prozent, die zum Vorjahresquartal 19 und 81 Prozent.
Für AMD lief es also recht gut - auch angesichts der Tatsache, dass man im Enthusiasten-Bereich derzeit nicht wirklich etwas gegen Nvidia stellen kann. Die Verkäufe stützen sich vornehmlich auf Navi. Aufs Jahr gesehen hat AMD 12 Prozent zugelegt, während der Gesamtmarkt um 33 Prozent gewachsen ist. Das bedeutet zwar auch, dass Nvidia 23 Prozent vom Wachstum mitgenommen hat, aber eben auch nicht mehr so dominant ist wie noch vor einiger Zeit. Das ist für den derzeit aus nur zwei Mitstreitern bestehenden Markt generell wohl positiv zu bewerten. Nvidia sieht das sicher anders.
Für das erste Quartal 2020 dürfte der Trend allerdings nicht anhalten. Nach dem Weihnachtsgeschäft mit 6,2 Prozent Plus geht es traditionell erst einmal sehr ruhig zu. Zusammen mit dem grassierenden Corona-Virus kann es auch deutlich nach unten gehen - fehlende Abnahme und Lieferprobleme werden vermutet. Außerdem erwartet man den Auftritt von Intel, was wohl neutral betrachtet noch etwas früh ist. Während JPR hier schon 2020 mit Bewegung rechnet, dürfte es wohl erst 2021 ernst werden und dann muss man sehen, was Intel abliefern kann.
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Da Marktvolumen wird sich laut JPR durch Intel nicht ändern. Statt zwei Wettstreitern geht der Kuchen dann eben an drei, was zu Anteilsverschiebungen führen kann. JPR ist jedenfalls zuversichtlich, dass Intel ein guter Start gelingt, neue AIB-Partner findet und durchaus um Anteile kämpfen kann. Zeitgleich rechnet man mit zögerlichem Verhalten wegen des Aufstrebens der Streaming-Dienste, die jüngst aber auch einige Dämpfer auf der Content-Seite verkraften mussten.
Da für Sommer neue Karten von AMD und Nvidia erwartet werden, könnte zudem auch das zweite Quartal 2020 zäh werden - beeinflusst durch diejenigen, die auf die nächste Generation warten. Das Folgequartal kann das dann potenziell ausgleichen. Bis 2023 sollte der Markt im Gesamtvolumen recht stabil bleiben. JPR rechnet mit 16,1-16,3 Milliarden US-Dollar.
Quelle: JPR

Ich habe mir Anfang die Woche auch eine XFX 5700xt bestellt, sollte bis zum Wochenende ankommen. Was genau meinst du mit SIG? Hab ich was verpasst?
Wird gemacht, die gehört eh mal entstaubt.
Das derzeitige Problem ist einfach, dass Amd Nvidia in der Oberklasse nichts entgegenzusetzen hat, und damit Nvidia die Preise nach oben kontrollieren kann.
Aber immer noch besser, als wenn beide ebenbürtig schlecht wären und nichts hinbekommen.