Radeon unter Windows 10: Smart Access Memory wird ungefragt abgeschaltet
Ein Fehler im aktuellen Radeon-Grafiktreiber deaktiviert unter Windows 10 den Smart Access Memory ("SAM"), obwohl das BIOS korrekt eingestellt bleibt. Die Folge sind Leistungsverlust und Abstürze, eine offizielle Lösung steht bislang aus.
Aufgetreten ist der Fehler seit dem Release von Adrenalin 26.6.1, dem ersten von mittlerweile vier Radeon-Grafiktreibern im Juni 2026, welchen AMD unter Windows 10 zuletzt ohnehin gleich mehrfach mittels Hotfix nachbessern musste. Die Technologie, die einen direkten Zugriff der CPU auf den VRAM ermöglicht, wird dabei ungefragt abgeschaltet, was zu einem Leistungsverlust und Abstürzen führen kann. Ein Lösungsansatz für betroffene Spieler steht bisher nicht zur Verfügung.
Smart Access Memory: Fehler deaktiviert SAM unter Windows 10
AMD arbeitet Berichten zufolge bereits an einer Lösung, einen Termin für den finalen Treiber nennt der Hersteller aus Santa Clara aber nicht. Auslöser ist ein Treiberkonflikt, der die Funktion Smart Access Memory eigenmächtig abschaltet und die betroffene Radeon-Grafikkarte unter Windows 10 entsprechend klar ausbremst. Die ersten Hinweise kamen aus der Radeon-Community im Subreddit r/radeon.
Smart Access Memory erscheint im Adrenalin-Grafiktreiber als deaktiviert, obwohl Resizable BAR ("rBAR") und Above 4G Decoding im BIOS unverändert aktiviert bleiben. Im Normalfall sind genau diese beiden Optionen die Voraussetzung dafür, dass der Prozessor den gesamten Grafikspeicher direkt adressieren kann, anstatt nur in Blöcken von lediglich 256 MiB. Was das bringt, zeigt der große PCGH-Test.
Ursache: Treiberkonflikt nach der Neuinstallation
Laut den Aussagen betroffener Spieler auf Reddit deuten wiederkehrende Hinweise zu geänderter Hardware auf einen Konflikt zwischen dem Adrenalin-Grafiktreiber sowie dem Betriebssystem (via Game GPU) hin; die betroffenen Nutzer nennen immer wieder den Adrenalin-Treiber v26.6.1. Denselben Treiberzweig hatte AMD bereits nachbessern müssen: Der Hotfix 26.6.3 räumte einen Installationsfehler unter Windows 10 aus, der finale Treiber 26.6.4 die FSR-4.1-Abstürze auf RDNA 3.
Diese Notlösungen helfen vorübergehend
Bis zum offiziellen Fix berichten Betroffene von mehreren Behelfslösungen, die jedoch nicht immer zuverlässig wirken. In einigen Fällen genügt es, die Bildwiederholrate des Monitors zu prüfen und die variable Bildwiederholrate in der Radeon-Software erneut zu aktivieren. Andere bekamen Smart Access Memory erst nach mehreren Neustarts zurück.
Wer sichergehen will, kehrt vorerst zu einem Treiber zurück, unter dem die Funktion noch lief, verzichtet damit allerdings auf neuere Spiele- und FSR-Optimierungen. Nach jedem Update des Grafiktreibers lohnt also ein kurzer Blick ins Adrenalin-Menü, ob Smart Access Memory entsprechend noch aktiviert ist.
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