AMD MI250(X): Aldebaran als MCM mit bis zu 47,9 Teraflop/s und 560 Watt TDP

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AMD MI250(X): Aldebaran als MCM mit bis zu 47,9 Teraflop/s und 560 Watt TDP (2)
Quelle: AMD

AMD hat die Instinct MI250(X) vorgestellt. Die beiden HPC-Beschleuniger mit dem Codenamen Aldebaran legen auf dem Papier eine hohe Rechenleistung vor, müssen aber auch aufwendig gekühlt werden.

AMD hat Neuigkeiten zu seinem Server-Geschäft präsentiert und Teil davon war auch die MI200-Reihe auf Basis der CDNA2-Architektur, wo das Hauptaugenmerk auf der Instinct MI250X liegt. Für die verspricht AMD eine um das 4,9-fache bessere Leistung als Konkurrenzprodukte unter FP64-Lasten. Aber auch in anderen Szenarien wie etwa mit halber Präzision bei KI-Aufgaben soll das Spitzenmodell, die Instinct MI250X, überzeugen. AMD bietet 3 Karten vom Typ "Aldebaran" an, die Instinct MI210, die Instinct MI250 und besagt Instinct MI250X. Für die kleinste Karte fehlen noch die technischen Daten.

Technisch setzt die Instinct MI250(X) auf zwei Compute-Chips (MCM, Multi Chip Module) mit je bis zu 1,7 GHz Takt und acht Stapel HBM2E-Speicher mit insgesamt 128 GiByte Kapazität bei 1,6 GHz. AMD nennt 47,9 Teraflop/s Rechenleistung bei 32 und 64 Bit sowie 308 Teraflop/s bei 16 Bit sowie 3,2 TB/s Speichertransferleistung. Hauptunterschied der Mi250 und MI250X sind die Ausführungseinheiten mit 13.312 FP32-Einheiten (202 CU) bei der MI250 und 14.080 Einheiten (220 CU) bei der MI250X, was am Ende rund 2,5 Teraflop/s Rechenleistung ausmacht. Außerdem unterscheiden sich die beiden Modelle in dem Umstand, dass das Non-X-Modell sechs statt acht Infinity Links hat und keine Speicherkohärenz bietet.

Models Compute Units Stream Processors FP64 | FP32 Vector (Peak) FP64 | FP32 Matrix (Peak) FP16 | bf16(Peak) INT4 | INT8(Peak) HBM2eECCMemory Memory Bandwidth Form Factor
AMD Instinct™ MI250x 220 14,080 Up to 47.9 TF Up to 95.7 TF Up to 383.0 TF Up to 383.0 TOPS 128GB 3.2 TB/sec OCP Accelerator Module
AMD Instinct™ MI250 208 13,312 Up to 45.3 TF Up to 90.5 TF Up to 362.1 TF Up to 362.1 TOPS 128GB 3.2 TB/sec OCP Accelerator Module

AMD MI250(X): Aldebaran als MCM mit bis zu 47,9 Teraflop/s und 560 Watt TDP (1) Quelle: AMD AMD MI250(X): Aldebaran als MCM mit bis zu 47,9 Teraflop/s und 560 Watt TDP (1)

Die hohe Rohleistung der in 6 nm gefertigten Chips mit 58 Milliarden Transistoren hat seinen Preis in Form einer TDP von 560 Watt (flüssig gekühlt) bzw. 500 Watt (luftgekühlt). Angeboten werden die Karten im Formfaktor OAM (OCP Accelerator Module). Das kleine Modell, MI210, wird als PCIE vertrieben. Der direkte Konkurrent ist der A100 von Nvidia, der als SXM vertrieben wird und auf dem Papier deutlich weniger Leistung bietet, aber eben der kleinere Chip ist (7.680 FP32-Shader), dem eine TDP von 400 Watt reicht. Nvidia nennt für die Karte 46,1 Teraflop/s Rechenleistung bei 32 und 64 Bit sowie 184,6/92,3 Teraflop/s bei FP16/BF16. Was am Ende effizienter zum Ergebnis kommt, müssen unabhängige Tests zeigen und wird auch aufgabenabhängig sein. AMD rechnet je nach Kalkulation doppelte bzw. vierfache Leistung bei 87 Prozent mehr Leistungsaufnahme vor. AMD Instinct MI250(X) ist ab sofort über den Partner HP verfügbar. Die Steckkarte MI210 soll in Kürze erscheinen.

Quelle: AMD

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Downsampler
        Ist das nicht immer so?
        Das strebt eigentlich jeder Hersteller an, nur manche User wollen das halt nicht wahr haben.
        Vor allem muss man ja auch sehen, dass Hopper quasi ein Jahr nach der Mi200 kommt, weil die wird ja schon seit dem Sommer an Supercomputer ausgeliefert.
        Und dann ist halt auch die Frage - was ich in meinem obigen Post schon erläutert habe - wie ist die Ausrichtung von Hopper? AMD zielt ja sehr auf das HPC Segment ab und Nvidia geht mehr Richtung KI. Von daher ist zu bezweifeln, dass die AMD bei der FP64/32 Rechenleistung übertreffen werden. Interessant ist dann auch wie intel sich da aufstellen wird. Bei der FP64/32 Leistung kommen sie ja laut Leaks auf AMD Niveau und für ein dreiviertel Jahr später ist das dann nicht unbedingt etwas weltbewegendes. Aber ich schätze mal ihr Augenmerk wird da auch eher auf KI legen und in dem Bereich wird es dann mit Xilinx noch hochinteressant werden, da FPGAs GPUs in dem Bereich überlegen sind.
        Daher schätze ich mal, dass AMD den Fokus bei den GPUs vermutlich weiter eher auf den HPC Bereich legen wird und mit Xilinx dann eher die KI Bereiche angreifen wird.

        All in all wird es die nächsten Jahre aufjedenfall noch sehr spannend werden
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Downsampler
        Ist das nicht immer so?
        Das strebt eigentlich jeder Hersteller an, nur manche User wollen das halt nicht wahr haben.
        Vor allem muss man ja auch sehen, dass Hopper quasi ein Jahr nach der Mi200 kommt, weil die wird ja schon seit dem Sommer an Supercomputer ausgeliefert.
        Und dann ist halt auch die Frage - was ich in meinem obigen Post schon erläutert habe - wie ist die Ausrichtung von Hopper? AMD zielt ja sehr auf das HPC Segment ab und Nvidia geht mehr Richtung KI. Von daher ist zu bezweifeln, dass die AMD bei der FP64/32 Rechenleistung übertreffen werden. Interessant ist dann auch wie intel sich da aufstellen wird. Bei der FP64/32 Leistung kommen sie ja laut Leaks auf AMD Niveau und für ein dreiviertel Jahr später ist das dann nicht unbedingt etwas weltbewegendes. Aber ich schätze mal ihr Augenmerk wird da auch eher auf KI legen und in dem Bereich wird es dann mit Xilinx noch hochinteressant werden, da FPGAs GPUs in dem Bereich überlegen sind.
        Daher schätze ich mal, dass AMD den Fokus bei den GPUs vermutlich weiter eher auf den HPC Bereich legen wird und mit Xilinx dann eher die KI Bereiche angreifen wird.

        All in all wird es die nächsten Jahre aufjedenfall noch sehr spannend werden
      • Von Gast1728637801
        Zitat von gerX7a
        Hopper wird bereits in 2Q22 vorgestellt und dürfte in Abhängigkeit des Workloads die MI200-Serie absehbar mäßig bis deutlich übertreffen.
        Ist das nicht immer so?
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von Technologie_Texter
        Die Abkürzung mGPU wird normalerweise für die Unterstützung von Multi-GPU unter der DX12-API verwendet.
        Ja aber nicht ausschließlich. Ist halt nur eine populäre Anwendung.
      • Von Bärenmarke BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von gerX7a
        Dürfte eine deutliche Fehleinschätzung sein. Hopper wird bereits in 2Q22 vorgestellt und dürfte in Abhängigkeit des Workloads die MI200-Serie absehbar mäßig bis deutlich übertreffen.
        Das stimmt, aber diese Fehleinschätzungen sind wir von dir ja auch mittlerweile gewohnt. Ich sehe nicht, dass Nvidia die Mi-Serie deutlich übertreffen wird, da man an den Leistungswerten ja sehen kann, dass die Schwerpunkte auch anders gesetzt werden. Sprich in Bereich A ist der eine besser und in Bereich B wiederum der andere. Und so wird es auch mit Hopper sein.

        Zitat von gerX7a
        Zudem, was bei der gesamten Betrachtung bereits unter den Tisch fällt, ist dass AMDs Design 560 W zieht und damit die Perf/Watt längst nicht so hoch ausfallen in Relation zur Konkurrenz, wie die absoluten Zahlen suggerieren. Beispielsweise bei den kolportierten Zahlen zur FP16/BF16-Matrix-Performance ist die A100 trotz weiterhin nur dem N7 immer noch effizienter *), d. h. nVidia würde bereits mit einer simplen Skalierung AMDs Design leicht übertreffen können und man darf annehmen, dass die auch architektonisch noch was drauflegen werden.
        Aber auch nur in deinen Cherry Picking Träumen, wieso nimmst du nicht die Werte, wo AMD die rund 5-fache Leistung bietet? Weil dann dein Effizienzmärchen nicht mehr aufgeht? Da ist Nvidia mitnichten effizienter. Zumal N7/N6 doch recht vergleichbar sind und die meiste Effizienz eh über das Design kommt.
        Und FP32/64 wo AMD deutlich überlegen ist, interessiert dich auch mal wieder nicht...
        Wie oben schon angemerkt, die Eierlegendewollmilchsau gibt es in dem Bereich aktuell nicht und die Hersteller legen den Fokus offensichtlich anders.

        Zitat von gerX7a
        Der Konkurrent dürfte hier aus nVidia's Sicht jedoch weniger AMD als vielmehr Intel sein, denn deren Ponte Vecchio (Xe-HPC) lässt AMDs Design deutlich hinter sich und scheint in den anderen Metriken voraussichtlich mindestens vergleichbar leistungsstark zu sein, so gemäß konservativen Schätzungen und das bei nur geringfügig mehr Verbrauch.
        Der Konkurrent der noch gar nichts geliefert hat, die vielen tollen Powerpoints mal außen vor. Und auch wenn Nvidia und intel mit ihren Lösungen AMD übertreffen, was man mit neuen Lösungen ja immer sollte! Wo ist das Problem für AMD? Die Mi Karten werden aktuell schon verbaut in Frontier und bis Konkurrenz kommt dauert es noch locker ein halbes Jahr, also ein halbes Jahr in dem man erstmal konkurrenzlos in vielen Bereichen ist. Die Schwarzmalerrei sehe ich hier nicht.
        Zudem hat AMD auch den Vorteil der Infinity Fabric, den du mal wieder völlig unterschlägst.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Vor allem gegenüber Nvidia ist dies ein enormer Vorteil, da sie als einziger von den dreien nicht CPU+GPU anbieten und die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen.

        Zitat von gerX7a
        AMD wird hier am Ball bleiben und vergleichsweise zeitnah CDNA3 nachreichen müssen, wenn sie in 2022 nicht abgehängt werden wollen, denn bei Intel darf man vermuten, dass deren Ponte Vecchio-Nachfolger bei deren Ressourcen (sowohl intern wie extern) schon in recht enger Taktung eingeplant sein wird. Beispielsweise wird Intel offensichtlich TSMCs 3nm deutlich vor AMD nutzen; die konkreten Produkte sind jedoch noch nicht bekannt, könnten also CPUs wie auch Beschleuniger sein.
        Erstmal hat intel zu liefern und dann sehen wir mal, inwiefern AMD und nvidia so dringend reagieren müssen... Aber immer wieder amüssant, wie du ausschließlich nur bei AMD diese Probleme siehst.
        Bezüglich der Fertigung, auch wenn AMD die 3nm erst später nutzt wo ist das Problem? Offensichtlich können sie mit 6nm schon eine sehr gute Lösung bieten und es sind ja auch immer die Stückzahlen entscheidend. Wenn man mit einem älteren Prozess deutlich mehr Wafer bekommt, ist es durchaus eine Überlegung wert diesen zu nutzen. Hat Nvidia mit Samsung 8nm doch auch gemacht und das war alles andere wie ein Fehler.

        Zitat von gerX7a
        Wie nVidia dagegen für zukünftige Designs die Gewichtung zwischen FP64 und ML/Matrixoperationen ausbalancieren wird, wird man abwarten müssen. Oder vielleicht wird es auch für Hopper zwei unterschiedlich ausgelegte Dies geben, eher ein universelleres Die, das wie bisher FP64 und ML verteilt und vielleicht ein ein eher FP64/HPC-lastiges Die?
        Du beschreibst es doch richtig, WENN.
        Niemand weiß wie nvidia ihren Fokus legt, alle Kochen nur mit Wasser und über ungelegte Eier, über die es keine Infos gibt so wild zu spekulieren...

        Zitat von gerX7a
        Beispielsweise Intel hat (nach bisherigem Kenntnisstand) MCM-Xe-HPG auf die NextGen gelegt (möglicherweise bereits mit Battlemage in 2023) und nVidia sieht anscheinend gar keine Notwendigkeit hier AMDs Bemühungen mit einem MCM-Design kontern zu müssen und das könnten die zweifellos ebenso, denn die haben den gleichen Zugriff auf TSMC-Ressourcen und -Technologien wie AMD und verfügen zudem über weitaus mehr Ressourcen, da GPUs und Beschleuniger ihr Kerngeschäft sind (zumal Hopper bereits ein MCM-Design ist).
        Das ist einfach nur Unsinn. Wieso sollte nvidia keine Notwendigkeit darin sehen, selbst ein MCM-Design zum Konter verwenden? Vielleicht schon mal daran gedacht, dass sie damit einfach später dran sind und es erst für die Lösung danach geplant ist? AMD war bei den CPUs damit ja auch vor intel an der Reihe... Und so Pläne macht man ja auch langfristig und ändert dann nicht mal so aus dem Handgelenk, nur weil der Konkurrenz schon eine Generation früher damit dran ist. Ist schon eine ganz schöne Überheblichkeit die du da an den Tag legst.
        Zumal AMD aufgrund der CPU Geschichte in dem Bereich ja auch deutlich mehr Erfahrungen vorzuweisen hat.
        Und bezüglich der Fertigung, auch wenn beide bei TSMC fertigen, kann es trotzdem gut sein, dass nvidia dies erstmal nicht nutzen kann/darf. Denn wenn dies z.B. in einer Entwicklungskoopertation entstanden ist, kann man das nämlich schon vertraglich ausschließen, dass die anderen dies erstmal nicht nutzen dürfen. Aber hierzu wissen wir nichts.

        Zitat von gerX7a
        Wenn die der Meinung sind, dass die für Lovelace kein MCM-Design benötigen um mit RDNA3 konkurrieren zu können, sollte man erst mal davon ausgehen, dass die sich sehr wohl was dabei gedacht haben werden.
        Das hat damit rein gar nichts zu tun, sondern wie oben schon erwähnt mit der Designplanung. In erster Linie geht es ja darum, auch kosteneffizienz zu produzieren und das ist irgendwann mit so Monsterchips für den Consumerbereich einfach nicht drin. Deswegen weicht man ja auf die MCM Designs aus, um die Leistung besser und vor allem kostengünstiger skalieren zu können.
        Und wenn Nvidia das für sich erst für die übernächste Generation so entschlossen hat, ist das halt so. Kann auch genauso gut sein, dass sie sich damit vollkommen verkalkuliert haben. Vor allem wenn man sich anschaut, dass man aktuell von der Leistung her gleichauf ist, kann das durchaus sein, dass man im High End Bereich dann nichts entgegenzusetzen hat.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Die Abkürzung mGPU wird normalerweise für die Unterstützung von Multi-GPU unter der DX12-API verwendet.
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