AI statt Gaming: AMD soll Radeon-Produktion bei RX 8000 zurückstellen

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AI statt Gaming: AMD soll Radeon-Produktion bei RX 8000 zurückstellen
Quelle: AMD

Angeblich will AMD die Produktion von Rechenbeschleunigern und FPGAs priorisieren und die RX-8000-Grafikkarten dafür zurückstellen. Wirtschaftlich dürfte sich das mit Hinblick auf den AI-Boom lohnen, bei Spielern dürfte ein solcher Schritt aber die Angst vor Lieferengpässen schüren.

Mit den aktuellen RX-7000-Grafikkarten hat AMD zwar eine solide Generation im Angebot, die ursprünglich gesteckten Erwartungen kann diese aber nur bedingt erfüllen. Große Hoffnung liegt deshalb auf den kommenden RX-8000-Grafikkarten. Mit diesen könnte es aber angeblich zu einem Interessenkonflikt kommen. Denn neben bereits existierenden Berichten über eingestellte High-End-Modelle behauptet die italienische Website Bits and Chips, dass die Gaming-Grafikkarten bei AMD an Priorität verlieren sollen.

Andere Produkte im Fokus

Demnach wird AMD weniger RX-8000-Grafikkarten bei TSMC bestellen und sich stattdessen mehr auf FPGA- und GPGPU-Chips konzentrieren. Insbesondere letzteres dürfte dabei im finanziellen Interesse des Unternehmens sein, um vom AI-Boom und der dadurch entstehenden Nachfrage nach potenter Rechenhardware zu profitieren. Passend dazu arbeitet AMD schon länger an passenden Software-Lösungen, um Nvidias rentable Vormachtstellung aufzubrechen.

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Falls die Produktion kommender (AI-)Rechenbeschleuniger und FPGAs tatsächlich zulasten der Radeon-Grafikkarten fällt, dürften bei vielen Spielern Erinnerungen an die Mining-Hypes hochkommen - als bezahlbare Grafikkarten Seltenheitsware waren. Dass das bei den Radeon-RX-8000-Grafikkarten tatsächlich so kommt, ist aber keineswegs sicher. Selbst wenn Bits and Chips mit ihrem Leak aus unbekannter Quelle recht hat, bleiben schließlich noch einige Fragen. Nvidia fertigt das aktuelle Flaggschiff, den H100, beispielsweise gar nicht im selben Prozess wie die Geforce-Grafikkarten - und das könnte auch bei zukünftigen AMD-Beschleunigern der Fall sein.

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Zudem bliebe selbst im aktuellen 5-nm-Prozess noch Luft nach oben. Nvidias AD102-GPU kommt beispielsweise auf aktuell 609 mm², wohingegen das GCD von AMDs Navi-31-GPU nur 300 mm² misst. Auch ohne neue Fertigung und damit Interessenkonflikte mit dem AI-/FPGA-Segment wären damit also noch deutlich größere Chips möglich, die zusammen mit einer verbesserten Architektur zu mehr Rechenleistung und einer höheren Effizienz führen könnten. Wegen einer "verlorenen" Radeon-Generation sollte man sich deshalb wohl nicht allzu viele Sorgen machen, selbst falls sich AMDs Fokus verschieben würde.

Quelle: via PC Gamer

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    • Kommentare (54)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nexus83
        Wenn RX8000 eh ein kleineres Portfolio hat, wie derzeit vermutet (bis max. 8700er) hat man ja sowieso nicht soviele Chips die man im Auftrag geben kann.
      • Von Nexus83
        Wenn RX8000 eh ein kleineres Portfolio hat, wie derzeit vermutet (bis max. 8700er) hat man ja sowieso nicht soviele Chips die man im Auftrag geben kann.
      • Von Gast1705533002
        Da bin ich erstmal heilfroh neulich eine 6950 XT für 670 Euro (-100 Euro Starfield Premium Edition) abgegriffen zu haben. Damit hab ich erstmal ne Weile Ruhe. Die 7900 XTX bietet mir für ihren Preis zu wenig Mehrleistung im Vergleich zur 6950 XT. Wenn RDNA4 tatsächlich kein Highend bieten sollte, sitze ich die Generation einfach aus. Sollt ich aus nachhaltigen Gründen so oder so

        Meine nächste Karte wird definitiv wieder von AMD sein, doch muss diese dann mindestens 50% Mehrleistung im Vergleich zur 6950 XT bieten.
      • Von dudellino Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Pootch
        Künstliche Verknappung.
        Eher effizienter Markt.

        Wenn die Chipproduktion eine Knappe Ressource ist (hier TSMC), dann wird das produziert was mehr abwirft.
      • Von Khaos-Thanathan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Die AI Blase platzt nicht. AI (KI ist dasselber) ist nicht mehr wegzudenken.

        Es ist nur folgerichtig, dass die Art, wie wir PC Games spielen, sich stark verändern wird.

        Frames werden nicht mehr mit bloßer Hardwarepower erzeugt, sondern mit KI aufbereitet.

        Völlig ausgeschlossen, dass jedes einzelne Frame in Zukunft einzeln berechnet wird. Rastering, wie wir es heute kennen, ist tot.

        Durch KI generierte Grafik gewinnen wir alle. Weniger Energie, sauberes Bild und höhere Leistung durch weniger Materialaufwand
        Hier geht's doch aber darum, dass AMD Kapazitäten für den Gaming-Bereich streien will, um diese in anderen KI-Bereichen zu nutzen? In diesen anderen Bereichen sehe ich derzeit wirklich keinen Mehrwert für die große Masse der Endnutzer, weil Big Tech scheinbar noch nicht weiß, wie das umzusetzen ist. Außer KI-Waifus durch Stable Diffusion und vielleicht eher übersichtliche Anwendungsbereiche von ChatGPT sehe ich bislang jedenfalls nicht, welchen Mehrwert KI bringen soll.
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Schnitzelnator
        Würde mich alles nicht wundern. Gamer werden es ausbaden müssen, egal was AMD/Intel oder sonstwer macht, solange auch nur einer die KI-Sparte bedient. Denn das reicht aus, um das Fertigungsvolumen im guten Bereich aufzusaugen und dafür zu sorgen, dass für Grafikkarten nur noch die alten Fabriken übrig bleiben. Also im Endeffekt ein Stillstand bei der Leistung.

        Ich bin erst mal zufrieden, hab ne 7900 XT für 4K gaming und eine 6800 XT als OpenCL-Karte und habe somit die nächsten Jahre ausgesorgt. Würde aber, wenn es nicht so wäre schnell noch eine 6800 kaufen, die gerade zu Spottpreisen angeboten werden.
        Die MSI RX 6800 ist für 439€ im Mindstar wirklich verlockend! Da ist die RX 7700 XT ab 478€ einfach zu teuer!
        Die RX 6800 ist in WQHD gleichschnell und in 4K sogar schneller. Und die 4GB extra für weniger Geld nehme ich gerne mit!
        Hardware unboxed Test der 7700 XT:
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