Wie die Kollegen von VR-Zone berichten, sollen Grafikkarten der Marke Geforce 9800GT mit den ersten in 55nm Strukturbreite gefertigten GPUs ausgestattet sein.
Quelle: PCGH
9800GT: Wie schnell wird die voraussichtlich erste Desktop-GPU von Nvidia in 55nm? (im Bild: 9800GTX)
Bisher ist zu den 9800GT-Karten noch wenig bekannt. 128 Shader-ALUs, ein 256 Bit breites Speicherinterface und 512 MiByte VRAM sind die einzigen Anhaltspunkte, die bisher die Runde machen (Nvidia Geforce 9: Neue Infos und Benchmarks zu Geforce 9800 GX2, 9800GTX, 9800GTS, 9800 GT).
Nun fügt die Webseite VR-Zone dem Puzzle einen Mosaikstein hinzu: 9800GT-Karten sollen auf dem in 55 Nanometer Strukturbreite produzierten G92b-Kern ("D9P-20") basieren. Entsprechende 3D-Beschleuniger sollen im Juli zusammen mit der Geforce 9900-Serie erscheinen. Bei der Geforce 9800 GTS-Reihe geht man bei VR-Zone von einem reinen OEM-Produkt aus, das so nicht im Endkundenmarkt auftaucht.
Basiselement des G92b ist ein 16-fach-SIMD mit angehängten acht Textureinheiten (8 Texture-Adresser, 8 Texture-Filters (bilinear). Diese von Nvidia so genannten 16 Shader-Prozessoren arbeiten an je einer der vier Komponenten eines Pixels und können so vier Pixel gleichzeitig bearbeiten. Ein Vertex können auch eine fünfte Dimension erfordern, sodass nicht immer auch vier Vertices gleichzeitig bearbeitet werden können.
Davon abgekoppelt arbeiten Quad-ROP-Partitionen mit je einem 64-Bit Memory-Controller. Die Breite addiert sich zur Gesamtbreite der Speicheranbindung auf. So kommt der G92b auf vier dieser Partionen (16 ROPs) und somit auf 256 Bit Speicheranbindung. Soweit bislang bekannt, wird der G92b nicht über eine DirectX-10.1-Unterstützung verfügen.
Offen ist, ob Hybrid-SLI oder Hybrid Power von 9800GT-Karten unterstützt werden. Ersteres erscheint zumindest unwahrscheinlich (die Leistung dürfte zu hoch sein, um 9800GT-Karten mit Onboard-Grafik zu kombinieren).
