20-Nanometer-GPUs mit nur wenig Performance-Boost?
Mit der GTX-700-Serie hat Nvidia vor Kurzem eine neue Grafikkarten-Serie vorgestellt - die Pendant-Serie von AMD sucht man bislang noch vergebens. Möglicherweise könnte diese jedoch bereits im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Neuen Berichten zufolge wird das jedoch nur einen geringen Performance-Zuwachs bringen. Wird AMD frühere Versprechen bezüglich der Hawaii-GPU also nicht einhalten können?
Vor wenigen Wochen präsentierte Nvidia mit der GTX-700-Serie eine neue Grafikkarten-Generation. Die GPUs dieser Serie verfügen allesamt über eine Strukturbreite von 28 Nanometer - wie auch die Radeon-HD-7000-Serie. Mit den Volcanic-Island-GPUs von AMD könnten erstmals GPUs in den Handel kommen, die im 20-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Was auf dem Papier gut klingt, könnte in der Praxis für deutlich weniger Performance-Gewinn als angenommen sorgen.
Die 28-nm-GPUs wurden zur Markteinführung mit einem Geschwindigkeitszuwachs von bis zu 35 Prozent, und einem bis zu 40 Prozent verbesserten Strombedarf beworben. Die 20-nm-GPUs jedoch sollen jetzt offenbar "nur" einen Performance-Boost von bis zu 15 Prozent, und eine um bis zu 20 Prozent verbesserte Effizienz bieten. Im Vergleich zu früheren Zahlen ist das nur ein kleiner Sprung. Dabei kommen diese Zahlen gar nicht wirklich unerwartet - Nvidia hatte sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt nicht sonderlich begeistert von der 20-nm-Fertigung von TSMC gezeigt.
Dennoch hatte Dr. John Gustafson von AMD in einem Interview im April noch verlauten lassen, dass AMD "den Wirkungsgrad unserer zukünftigen Chipgenerationen pro Watt verdoppeln" wird. Möglicherweise ist damit aber gar nicht unbedingt die 20-nm-Fertigung gemeint, einen großen Leistungsschub könnte es auch erst wieder mit der 16-nm-Fertigung geben. Spannend wird jedoch sein, ob AMD und Nvidia mit den 20-nm-GPUs erneut die Zahl der Shader-Einheiten verdoppeln werden, während sich an Chip-Größe und Strombedarf nichts ändert - das zumindest wurde in der Vergangenheit mit neuen Fertigungsverfahren meist erreicht.
Inzwischen scheinen damit auch verschiedene Gerüchte bezühlich der Hawaii-GPU vom Tisch. Anfang Mai berichteten diverse Quellen, dass die Hawaii-GPU, der Nachfolger des Tahiti-Chips, mit 4.096 Shader-Einheiten ausgestattet sein soll. Zum Vergleich: der Tahiti XT einer HD 7970 verfügt über 2.048 Shader-Einheiten. Wenn diese Einheiten-Verdopplung jedoch nur mit einer Strombedarf-Verdopplung erreicht werden kann, wären das sicherlich keine erstrebenswerten Ziele.
Quelle: 3D-Center


Von 40 auf 28 nm ist Faktor 2,04
Von 28 auf 20 nm ist Faktor 1,96
Daran kann das geringere Leistungsplus in dem Ausmaß wie es prophezeit wird nicht liegen.
Es sind wahrscheinlich sogar nur gerundete Werte und der Faktor liegt sicher jeweils bei genau 2,00
...habe ich denn irgendetwas dergleichen behauptet?
Von 40 auf 28 nm ist Faktor 2,04
Von 28 auf 20 nm ist Faktor 1,96
Daran kann das geringere Leistungsplus in dem Ausmaß wie es prophezeit wird nicht liegen.
Das ist die "Gate-Density", die hat aber nichts mit der Schaltgeschwindigkeit der Transistoren oder der pro Schaltvorgang bei Frequenz x verbrauchten Energie zu tun