Google Stadia laut Take-Two-CEO eine Enttäuschung
Strauss Zelnick, seines Zeichens CEO von Take-Two, spricht davon, dass Google Stadia bei einigen Nutzern zu einer Enttäuschung geführt habe.
Seit November 2019 ist der Cloud-Gaming-Dienst Google Stadia offiziell verfügbar. Hiermit lassen sich Videospiele auf verschiedene Endgeräte streamen. Bislang scheint aber der große Durchbruch ausgeblieben zu sein. Nun äußert sich der CEO von Take-Two, Strauss Zelnick zu Stadia. Im Mai 2019 noch war Zelnick voller Vorfreude, da es wohl ein Gamechanger sein könnte, quasi überall auf der Welt die Videospiele auf beliebigen Endgeräten spielen zu können. Inzwischen fällt Zelnick jedoch ein ernüchterndes Fazit.
Google Stadia mit schlechterer Performance als Playstation 4 und Xbox One
Google hat seiner Ansicht nach zu viel versprochen, was die Cloud-Technik leisten kann. Schlussendlich hat das dann zu einer Enttäuschung bei den Interessenten geführt. Zudem wirft Zelnick die Frage nach dem Geschäftsmodell in den Raum. Monatlich zahlende Stadia-Pro-Abonnenten bekommen - analog zu Playstation Plus - von Google ausgewählte Vollversionen kostenfrei und können diese solange spielen, wie sie selbst Abonnent von Stadia Pro sind. Die Mehrheit der Spiele jedoch muss extra im Stadia Store gekauft werden. Google hat sich bewusst für dieses Modell entschieden, weil es am Markt etabliert ist. Allerdings kosten einige Spiele gut 60 Euro und mehr und dafür erhalten Käufer lediglich ein Nutzungsrecht, solange dieser Spieletitel im Stadia Store verfügbar ist. Ein Download hingegen ist nicht möglich. Zelnick führt weiter aus, dass die Performance der Spiele bei Stadia schlechter ist, als von einer stationären Konsole die um die 300 Euro kostet.
"Ich denke, es gab einige übertriebene Versprechungen in Bezug auf das, was die Technologie leisten könnte, und eine gewisse Enttäuschung der Verbraucher als Folge davon." - Strauss Zelnick, CEO von Take-Two.
Der Spiele-Streamingdienst lässt sich nur via Google Chrome am PC nutzen. Andere Web-Browser, auch solche, wie etwa der auf der Chrome-Basis stehende neue Microsoft Edge, können hingegen nicht zum Spielen für Google Stadia verwendet werden. Am TV muss ein Google Chromecast Ultra samt Controller genutzt werden, um darüber dann Spiele via Stadia streamen zu können. Wer auf dem Smartphone Spiele streamen will, der benötigt ein passendes Smartphone-Modell und einen Controller. Egal, auf welcher Plattform man Stadia nutzen will, man benötigt immer ein Google-Konto sowie die offizielle Stadia-App oder die Stadia-Webseite, um Spiele streamen zu können. Zeitgleich kann aber immer nur auf einem Gerät ein Spiel gestreamt werden.
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Fakten zur Einschätzung von Take-Two zu Google Stadia:
- Der CEO von Take-Two, Strauss Zelnick, zeigt sich enttäuscht über den Cloud-Gaming-Dienst Google Stadia. Google hat seiner Ansicht nach zu viel versprochen, was die Cloud-Technik leisten kann.
- Eine Konsole wie etwa die Playstation 4 Pro oder Xbox One X bringen eine bessere Performance bei Spielen, als Google Stadia. Allerdings kosten die Spiele auf allen Plattformen in etwa das gleiche Geld.
- Das von Google bewusst gewählte Geschäftsmodell, Spiele im Stadia Store zu verkaufen, sei fragwürdig.
Quelle: Take-Two Interactive

Aber vor allem das Preismodell ist - in unserer Zeit - einfach nicht attraktiv! Warum soll ich Spiele kaufen die ausschliesslich in der Cloud hängen? Als Käufer will ich doch auch gewisse Sicherheiten haben.
Hätte Google in den sauren Apfel gebissen und gesagt, für 20 Euro im Monat kann man den ganzen Katalog haben, für immer, kein Spiel wird jemals verschwinden. Dann wäre ein gewisser Erfolg sicher da gewesen.
Aber mal im Ernst, das mit dem Streaming, das ist nicht so geil. Im Gegenteil, es muß mehr in die Richtung gehen, daß die digitalen Produkte keine Kopien mehr werden, sondern Eigentum des Käufers. Mein Produkt gehört mir, eine Kopie oder Lizenz könnt ihr behalten! (Ich persönlich, da bin ich ehrlich, würde für so ein Verhalten ja die maximale Strafe einführen.)
Alles andere ist Sklaverei und das ist schon ein echter Shize, das wißt ihr dummen Bauern in der Milliardärs Etage und auch deren dumme CEO Erfüllungshansel natürlich!
bei den Tests, die ich dazu gesehen habe, war es meist eher ne Diashow-Party, auch bei Nicht-FPS-Spielen und guter Leitung...
für Folding at Home wäre die Rechenleistung wahrscheinlich nützlicher eingesetzt, im Moment
Leb im fünftausend Seelen-Kuhdorf und hab mit StadiaPro null Probleme.
Du bist HighFps-Gamer, dann ist Stadia vermutlich nicht das richtige für dich.
Bist du aber Konsolero oder Casual Gelegenheitsspieler, der ohne groß nachzudenken per One-Klick ausm YouTube-Video heraus zukünftig die neuste Demo anzocken will, oft im Hotelzimmer chillt, oder auch sonst entspanntes Gamepad Couch-Gaming betreibt, dann bringt Stadia ganz neue Möglichkeiten.
Mit der FreeVariante wird Stadia erst wirklich relevant und mit der Unterstützung von (kostenlosen) Esport-Titeln würde es unberechenbar.
Ich seh die Game-Cafes in Asien schon zu Hauf Ihre Hardware verticken, weil zukünftig ein Gigabit-Anschluss hinterm Taschenrechner ausreicht^^
Und hat er jetzt wirklich von Esport-Titel per Cloudgaming gesprochen?
Jau, denn mit den bei Google entwickelten Technologien zur Reduzierung von Latenzen(z.b. der gameserver läuft direkt auf dem mit dir verbundenen googleserver) werden ganz neue Wege gegangen, die von der user-experience am Ende besser sein können, als die League of Legends Notebook-Fraktion grundsätzlich gewohnt ist.
Wir sind hier bei PCGH-Extreme - lasst uns nicht von uns selbst zu sehr auf andere schließen.
Dass du den Unterschied aktuell noch siehst/fühlst wenn ich dich bei mir über Stadia ein Rennspiel antesten lasse streite ich nicht ab. Und selbst mir sind 20ms Ping in BF V persönlich schon zu viel - das wir mal eine Verständigungsbasis haben - aber der Shit läuft echt nicht schlecht!