Corsair Frame 5000D RS im Test: Mehr Platz, mehr Modularität, mehr Spaß?
Corsair ergänzt die erfolgreiche Frame-Gehäuse-Serie um das 5000D und erweitert das bewährte Konzept des 4000D um mehr Platz, Modularitätsoptionen und gezielte Detailverbesserungen. So schlägt sich das neue Modell im Test.
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Corsair schickt mit dem Frame 5000D den großen Bruder des Frame 4000D (hier im Test) ins Rennen. Während das ältere Modell bereits in unserem Test überzeugen konnte, soll das neue Modell mehr Platz, mehr Modularität und vor allem Überarbeitung alter Probleme liefern. Beim 4000D kritisierten wir eine zu großzügig gestanzte Abdeckung, die sich schon bei geringer Belastung durchbog, sodass sich nichts auf dem Gehäuse abstellen oder ablegen ließ. Bei dem 5000D setzt Corsair wieder auf das alte Muster, aber dieses Mal dicker ausgestanzt, sodass der Deckel des neuen Modells stabil bleibt. Damit gehört das durchhängende Top des Vorgängers der Vergangenheit an.
Wichtige Eckdaten zum 5000D
Bevor wir ins Innenleben springen: Corsair hat auch die Anschlüsse auf Vordermann gebracht. Statt der ausreichenden, aber vergleichsweise spärlichen Ausstattung des 4000D mit zwei USB-A- und einem USB-C-Port, gibt es beim neuen Gehäuse gleich vier USB-A-3.2-Gen1-Buchsen und einen USB-C-3.2-Gen2-Port. Wem das nicht reicht, kann hier allerdings Überarbeitungen vornehmen. Zumindest ist das für die Zukunft geplant: Cosair will noch weitere I/O-Panels anbieten, durch die das aktuelle ersetzt werden kann.
Quelle: PCGH
Mittlerweile liefert Corsair vier USB-3.2-Gen1-Type-A-Ports. Das I/O-Panel kann ausgebaut werden.
Insgesamt spendiert das 5000D mehr Platz: Mit einem Gehäusevolumen von etwas mehr als 70 Litern und einem Gewicht von 12,6 kg spielt das Modell in einer anderen Liga als sein Vorgänger, der sich mit rund 57 Litern und etwa 10 kg begnügt. Dementsprechend stand Corsair dieses Mal mehr Platz für Komfort zur Verfügung. Verbaut werden kann eine GPU bis zu einer Länge von 45,0 cm und für die CPU mit Kühler stehen 17,5 cm zur Verfügung. Es gibt sechs Plätze für 2,5-Zoll-SSDs, wobei vier davon Kombi-Plätze sind. Statt vier 2,5-Zoll-SSDs können also auch zwei 3,5-Zoll-HDDs verbaut werden. Sollten einige Plätze nicht benötigt werden, können diese auch einfach mit den Thumbscrews ohne weiteres Werkzeug entfernt werden. Corsair hat außerdem von sieben auf acht PCI-E-Slot-Blenden aufgestockt, und die lassen sich ohne zusätzliches Werkzeug lösen, drehen und wieder einsetzen. Damit wechselt man im Handumdrehen zwischen horizontaler und vertikaler Grafikkartenmontage. Ein passendes Riser-Kabel muss allerdings separat erworben werden, da es nicht zum Lieferumfang gehört.
Kühloptionen im Frame 5000D
Dafür liefert Corsair ab Werk vier RS140-PWM-Lüfter, wovon drei an der Front und einer am Heck montiert sind. Die Frontblende lässt sich wie beim 4000D werkzeuglos entfernen und wieder andrücken. Dabei kann es aber vorkommen, dass die vier Haltespangen beim Abnehmen herausrutschen, was nicht optimal ist, aber kein echtes Problem darstellt. Die Clips lassen sich im Handumdrehen wieder einsetzen und die Front hält anschließend wieder fest. Wem die vormontierten Lüfter nicht ausreichen, findet im 5000D reichlich Möglichkeiten: In der Front passen wahlweise zwei 200-mm- oder drei 140-mm-Lüfter. An der Seite und dem Deckel finden je drei 140er- und am Heck ein weiterer 140er-Lüfter Platz. Über die Netzteilkammer sind zudem zwei 120-mm-Positionen vorgesehen. Auch Wasserkühlungs-Enthusiasten kommen voll auf ihre Kosten: Während bei dem 4000D ab 360-mm-Radiatoren der Schlussstrich gezogen wurde, bietet das 5000D im Deckel Platz für 420-mm-Radiatoren. An der Front und der Seite passen weiterhin lediglich 360-mm- und am Heck ein 140-mm-Radiator.
Doch während das 5000D in puncto Radiator-Optionen noch einen draufsetzt, bleibt man beim Staubschutz bei bewährtem Vorgehen: Front, Unterboden und Seite sind mit Staubfiltern versehen, die sich leicht ausbauen lassen. Lediglich bei dem unteren Staubfilter kann es beim Einschieben Probleme geben, dafür sitzt der Schutz einmal eingesetzt auch sehr sicher und fest. Im Deckel gibt es dafür wie schon beim 4000D keinen Staubschutz.
Im Inneren fährt Corsair sonst das volle Programm auf: Das bekannte Infinirail-Schienensystem aus dem 4000D bleibt erhalten, dafür sind Ausstanzungen um das Mainboard-Tray hinzugekommen. So ergeben sich sehr viele Plätze, an denen auch Kabelmanagement-Muffel Kabelbinder anbringen können, auch wenn das vielleicht gar nicht notwendig ist, weil es zahlreiche Klettschlaufen und Öffnungen zum Mainboard gibt, um Kabel verstecken zu können. Besonders praktisch: Das Mainboard-Tray und die Netzteilkammer lassen sich bei Bedarf ausbauen. Alternativ bietet Corsair mit diesem Gehäuse auch die Option, Mainboards mit rückseitig angeordneten Anschlüssen zu verbauen. Auf der nächsten Seite gehen wir näher auf die Verarbeitung, den Einbau und die Leistung ein. Außerdem ist dort auch der Auszug aus der Testtabelle zu finden.
