Corsair Frame 5000D im Test: Verarbeitung, Zusammenbau und Leistung
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Corsair Frame 5000D im Test: Verarbeitung, Zusammenbau und Leistung

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Verarbeitung und Einbau

Im Bereich Materialverarbeitung liefert Corsair wieder gute Qualität ab. Es gibt keine unregelmäßigen Kanten oder Bleche, an denen man sich beim Einbau schneiden könnte. Auch die Verbindungssteifheit fällt dieses Mal positiver aus als noch bei dem Frame 4000D. Alles bleibt auch bei Bewegung an seinem Platz. Der Zusammenbau hingegen rangiert zwischen "gut" und "sehr gut". Die Seitenteile sind per Klicksystem angebracht, können bei Bedarf aber noch weiter fixiert werden.

Ein kleiner Stolperstein zeigt sich aber am unteren linken Rahmen: Wenn die Blende nicht fixiert ist, erfordert das Einsetzen der Glas-Seitenwand etwas Geduld und Fingerspitzengefühl. Im Test hat sich allerdings herausgestellt, dass man sich aber schnell daran gewöhnt. Eine weitere Besonderheit betrifft den Deckel: Obwohl er nun nicht mehr durchhängt, muss er sehr präzise entlang der Führungsschienen aufgesetzt werden. Sitzt er nur minimal schief, greift er nicht richtig und rutscht schnell hin und her, während er im korrekt eingerasteten Zustand so festhält, dass man ihn nur mit spürbarem Kraftaufwand wieder lösen kann. Diese Mischung aus Fummelei beim Aufsetzen und starker Haltekraft beim Abnehmen ist im Alltag zwar etwas unglücklich, schmälert aber kaum den insgesamt hochwertigen Eindruck des Gehäuses.

Bildergalerie zum Corsair Frame 5000D RS

Leistung in unserem Testlabor

Für unseren Leistungstest diente eine Asus TUF RTX 3080 (12 GiB) gepaart mit einem Intel Core i7-12700K, dessen TDP wir auf 160 W begrenzten. Im ersten Durchlauf justierten wir die Gehäuselüfter auf eine Lautheit von 1,2 Sone. Nach zehn Minuten Cinebench R23 stabilisierte sich die CPU bei 78 °C, in einer halbstündigen Cyberpunk-2077-Session in WQHD pendelte sie um 63 °C, während die GPU ebenfalls bei 63 °C lag. SSD und Innenraum blieben konstant bei 39 °C.

Im zweiten Szenario fixierten wir die Lüfterspannung auf 7,2 Volt (60 Prozent PWM), ohne dass sich die Temperaturwerte signifikant veränderten - Grund dafür dürfte sein, dass bei 60 Prozent PWM etwa 1,2 Sone erreicht werden. Die Kühlungsnote von 1,06 kann sich sehen lassen und fällt damit ein wenig besser aus als noch beim Vorgängermodell 4000D.

Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben. Quelle: PCGH Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben. Akustisch zeigt sich das 5000D leiser als sein Vorgänger: Unter Spielelast messen wir knapp 2 Sone aus einer Entfernung von 50 cm. Schräg von vorn auf der linken Seite messen wir 1,7 Sone, während rechts 2 Sone gemessen wurden. Links bleibt die Lautheit niedriger, da das Glasseitenteil besser isoliert. Auf der rechten Seite hingegen ist es teilweise offen. Im Dämmtest wurden die Gehäuselüfter alle ausgeschaltet, während die Lüfter der GPU und der CPU auf 100 Prozent liefen. In diesem Szenario erreichte das 5000D einen Durchschnittswert von 4 Sone. Links wurden 3,4 Sone gemessen und rechts 4,2 Sone. Auch hier zeigt sich das 5000D besser als der Vorgänger.

Einschränkung beim Vergleich: Die hier gemessenen Werte sind nur bedingt mit denen unseres 4000D-Tests vergleichbar, da wir beim 4000D damals die Fanless-Variante verwendet und nachträglich vier Arctic-P12-PWM-Lüfter verbaut hatten.

Summa summarum beim Corsair Frame 5000D

Wenn man sich die Kategorien ansieht, erkennt man schnell, dass das neue Gehäuse von Corsair gerade in der Ausstattung kaum Wünsche offen lässt. Dementsprechend liegt die Note in dieser Kategorie auch bei 1,00. Aber auch bei Eigenschaften und Leistung weiß das 5000D zu überzeugen. Wie die Note 1,42 bei den Eigenschaften zeigt, konnte Corsair an einigen Stellen im Vergleich zum 4000D noch einmal nachbessern. Mit der Leistungsnote 1,43 erreicht das neue Case eine Endnote von 1,34. Bastler, die viel Modularität suchen oder Kabelmanagement-Muffel, die an die Hand genommen werden möchten, erhalten mit dem 5000D ein passendes Modell in der Preisklasse von etwa 150 Euro.

Endnote: 1,34 - 2025/07/PCGH_Award_Corsair_2507_online-pcgh.png Endnote: 1,34

Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung

PCGH-Wertung

1,33
Gehäuse Frame 5000D RS
Hersteller (Webseite) Corsair (www.corsair.com)
Link zum PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/3528570
Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. 150 Euro (UVP)/Note: 2
Alternativ-Versionen In Weiß oder mit ARGB-Lüftern für ca. 145 bis 170 Euro
Ausstattung (20 %) 1,00
Plätze für Laufwerke 6× 2,5 Zoll oder 2× 3,5 Zoll und 2× 2,5 Zoll
Lüfterplätze Front: 2× 200/3× 140/120 mm, Innenkammer: 2× 120 mm, Seite: 3× 140/120 mm, Decke: 3× 140/120 mm/3× 120 mm, Heck: 1× 120/140 mm
Vorhandene Lüfter Front: 3× RS140 PWM, Heck: 1× RS140 PWM
Plätze für Radiatoren (bis zu) Front und Seite: 360 mm, Decke: 420 mm, Heck: 140 mm
Erweiterungs-Slots (Blende) Acht (drei bei Umbau für horizontale GPU-Setups)
Frontanschlüsse 4x USB 3.2 Gen1 Type-A, 1x USB 3.2 Gen2 Type-C, 1× Audio-Klinke (Headset), Einschalttaste
Staubschutz (Erreichbarkeit) Front: feines, gut sitzendes Netz (leicht), Decke: kein Staubschutz, Seite: feines Netz (leicht), Boden: eingeschobenes Feinnetz (leicht)
Handbuch Nur online erhältlich, als QR-Code im Karton.
Auszug der Bestandteile Eingeklipptes Glasseitenteil zur Systemseite hin, das sich weiter verschrauben lässt. Unter der Glasseite ist eine abnehmbare Abdeckung verbaut. Bei bedarf kann die Kunststoff-Abdeckung durch einen weiteren Staubfilter ersetzt werden. Der Powerbutton ist in einem Bündel zusammengefasst, aber ein Splitter-Adapter liegt bei. Hohe Modularität mit herausnehmbarem Tray, abnehmbarer Front, Netzteilkammer, Seitenteil der Innenkammer. Lüfterhalterungen an der Front und Decke lassen sich mit Schrauben für verschiedene Lüftermaße anpassen. Sehr gute Kabelführungsoptionen mit Klett, aber auch via Kabelbinder und Pins, die sich um das MB-Tray an den Ausstanzungen anbringen lassen. Bei Bedarf können auch Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen eingebaut werden.
Eigenschaften (20 %) 1,42
Material – Gewicht (nicht gewertet) Stahl, Glas, Kunststoff – ca. 12,6 kg
Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen 54 × 25 × 55,5 cm/ca. 75 Liter
Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) GPU: ca. 45,0 cm, CPU: 17,5 cm, Netzteil: ca. 25,0 cm, Mainboard: bis zu E-ATX
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Gut bis sehr gut/gut bis sehr gut/gut bis sehr gut
Auszug der Zusammenbaudetails und Praxisprobleme Zusammenbau: Note 2. Die Seitenteile werden an der Front (angewinkelt) in die Einlassungen gesetzt, dann eingeklippt und können bei Bedarf am Heck noch einmal verschraubt werden. Die Lüftermontage funktioniert über das per Schrauben anpassbare Schienensystem. Die Netzteilkammer und das Mainboard-Tray können ausgebaut werden, was aber für den Zusammenbau nicht zwingend erforderlich ist. Es steht für größere GPUs eine entsprechende Halterung zur Verfügung. Um das MB-Tray gibt es Ausstanzungen für besseres Kabelmanagement via Pins oder Kabelbinder (beides liegt bei). In Zukunft soll noch separates Zubehör erscheinen, damit man I/O-Panel, Seiten, Front und Blende austauschen kann.
Maximale Radiator-Kombination Sehr gut (420/360/360/140)
Praxisprobleme Das Einklipsen der Seitenteile erfordert etwas Übung, weil diese dafür angewinkelt werden müssen. Ist die Blende unterhalb der Glasseite nicht fixiert, kann sie beim Einsetzen der Glasseite leicht verrutschen. Der Deckel sitzt sehr stramm und muss beim Wiedereinsetzen mit sicherem Fingerspitzengefühl und leichtem Kraftaufwand geschoben werden, damit er nicht schief einrastet. Auch beim Einsetzen des Staubfilters am Boden ist behutsam vorzugehen, damit er korrekt positioniert wird. Beim Abnehmen der Front sollte man ruhig und kontrolliert arbeiten, damit die Halteklipps nicht herausfallen. Mit ein wenig Sorgfalt lassen sich alle genannten Punkte schnell und problemlos meistern.
Leistung (60%) 1,43 (Kühlung: 1,06/Lautheit: 2,12)
Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 65,5 °C, (0,7 Kelvin) | 65,5°C, (0,7 Kelvin)
Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 63 °C, (0 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 1.950 U/min | 63 °C, (0 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 1.900 U/min
M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 39 °C, (1 Kelvin) | 39 °C, (1 Kelvin)
Innenraum-Temperatur* S1 | S2 40 °C, (0 Kelvin) | 40 °C, (0 Kelvin)
Lautheit unter Spielelast** Frontal: 2 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,7 Sone (linke Seite), 2,0 Sone (rechte Seite)
Dämmmessung*** Frontal: 4,2 Sone | 45-Grad-Winkel: 3,4 Sone (linke Seite), 4,2 Sone (rechte Seite)

Summa Summarum: Note 1,34

Pro Contra
[+] Modularität [-] Herausfallende Halteklipps für die Front – gehen schnell verloren
[+] Viele Optionen für Kabelmanagement [-] Für den Deckel gibt es keinen Staubfilter, obwohl man Dinge darauf ablegen kann
[+] Lässt kaum Wünsche bei der Ausstattung offen  

 

Anmerkungen zur Testtabelle
* Unter Spiele-/synthetischer CPU-Last mit anschließender Verrechnung. Unterschied zum offenen Aufbau in Klammer angegeben. Szenario 1 (S1): Gehäuse-Lüfter auf 1,2 Sone normiert, Szenario 2 (S2): Gehäuse-Lüfter auf 60 Prozent fixiert. Bei Innenraum-Temperatur Fixpunkt zwischen GPU-Backplate und CPU-Kühler.
** Messung 50 cm frontal | schräg vorne (45-Grad-Winkel) zur lauteren Seite mit Neutrik Cortex Instruments NC10.
*** 100 % U/min von CPU und GPU bei ausgeschalteten Gehäuselüftern, im offenen Aufbau 4,8 Sone | 4,9 Sone
System: Intel Core i7-12700K (PL1/2: 160 W), MSI MEG Z690 Unify, Asus TUF Gaming RTX 3080 12G, 32 GiB DDR5-5600 CL36 Corsair Vengeance, Scythe Fuma 2 Rev. B, Seasonic Focus PX-850 (ohne Hybrid-Modus). Umgebungstemperatur: 22 °C. Pro Szenario (S1/S2): Spielelast mit Cyberpunk 2077 (WQHD, Preset: Hoch, mit Vorwärmen und Messung nach 30 Min.), gefolgt von 10 Min. Cinebench R23, Hardware-Daten mit Programmen wie CapframeX ausgelesen und aggregiert, Innen- und Außentemperatur über mehrere Sensoren.
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