Midi-Tower Shogun: Das neue Gehäuseflaggschiff von Bitfenix im Test
Das neue Premium-Gehäuse von Bitfenix buhlt mit optischen Finessen wie einer im RGB-Farbspektrum beleuchteten Befestigung für zwei 2,5-Zoll-SSDs (SSD Chroma) und Ausstattungs-Extras wie einer Grafikkartenhalterung oder EATX-Erweiterung um die Gunst der PC-Selbstbauer. PCGH überprüft, ob das Bitfenix Shogun nicht nur besonders gut ausgestattet ist, sondern auch die Hardware im Inneren sehr gut und sehr leise kühlt.
Inhaltsverzeichnis
Mit dem auffällig gestalteten und beleuchteten Colossus sowie dem nach wie vor in zwei Größen und mit Dämmung erhältlichen Shinobi hat sich Bitfenix bei Spielern, die ihren PC selbst zusammenbauen, einen Namen gemacht. Vor allem die verschiedenen Bitfenix-Shinobi-Modelle, die von ihrer Soft-Touch-Oberfläche abgesehen eher schlicht gehalten sind, überzeugten in unseren Test mit einer guten Kühlung, bei der die mitgelieferten Lüfter auch ohne nachgerüstete Dämmmatten (Bitfenix Shinobi Core) geräuscharm ihren Dienst verrichten. Diese Synthese aus sehr guter Kühlung und geringer Lautheit soll natürlich auch das wichtigste Leistungsmerkmal des neuen Flaggschiffs Bitfenix Shogun sein. Zusätzlich spendiert Bitfenix dem jüngsten Spross seiner Gehäusefamilie eine auffällige Optik mit Seitenteilen aus Glas und RGB-beleuchteten SSD-Halterungen sowie einige funktionale Extras wie die EATX-Erweiterungen oder Stützen für sehr lange Grafikkarten. Des Weiteren verspricht Bitfenix für das Shogun eine hohe Modularität, die beispielsweise den Einbau mehrerer WaKü-Radiatoren möglich macht. Wie das umgesetzt wird und ob das Shogun bei der Kühlleistung noch besser abschneidet als das schlichte Shinobi, zeigt unser folgender Test:
Bitfenix Shogun: Ausstattung, die sehr wenig Wünsche offen lässt
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (1)
Wer für ein Premium-Gehäuse wie das Bitfenix Shogun rund 160 Euro auf die Ladentheke legt, erwartet eine dem Preis angemessene Ausstattung und die bekommt er auch. Mit insgesamt fünf 2,5-Zoll-Halterungen (zwei mit RGB-beleuchtetem Chroma-Modul) sowie drei demontierbaren Laufwerkskäfigen, in die je zwei 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-HDDs/SSDs eingebaut werden können, hält das Bitfenix Shogun viele Einbaumöglichkeiten für Festplatten bereit. Eine Befestigung für optische Laufwerke fehlt dagegen. Damit folgt Bitfenix dem allgemeinen Trend, der dahin geht, dass beim Datentransfer langsame optische Medien zur Installation des Betriebssystems oder aktuellen Spielen kaum noch zum Einsatz kommen und man hier verstärkt auf externe USB-Lösungen zurückgreift. Für optische USB-Laufwerke hält das Bitfenix Shogun beispielsweise je zwei USB-2.0- und USB-3.0-Anschlüsse bereit. Obwohl sich Bitfenix' Edelgehäuse dank seiner hervorragenden Modularität auch bestens für WaKü-Fans eignet, werden auch die Freunde der Luftkühlung mit dem Angebot an Montageplätzen für die Lüfter zufrieden sein: An den Deckel und die Front können zwei 140-mm- oder drei 120-mm-Varianten angebracht werden. Ein weiterer 140/120-mm-Lüfter, der zusätzlich verschiebbar ist, befindet sich im Heck und ab Werk ist das Bitfenix Shogun mit zwei 120-mm-Propellern an der Front und einem weiteren Modell selbiger Größe bestückt.
Bitfenix Shogun: Der Blick in den Innenraum
Neben Standardelementen wie den beiden gläsernen Seitenteilen, der werkzeuglosen Befestigung für 3,5-Zoll-HDDs, Staubschutz an Boden und Deckel oder dem Kabelführungssystem mit Klettverschlüssen hat die Ausstattung des Bitfenix Shogun noch zwei spezielle Extras zu bieten, die man bei der Konkurrenz nicht allzu oft findet. Das eine ist eine Halterung für sehr lange Grafikkarten (siehe Innenraumbild oben), die anstelle der Laufwerkskäfige oder zusätzlich montiert werden kann und die in dreifacher Ausführung für die Besitzer von Triple-SLI/Crosfire-System mitgeliefert wird. Das zweite und nicht weniger nützliche Extra ist die E-ATX-Erweiterung, die anstelle der drei Laufwerkskäfige ins Gehäuse geschraubt wird (siehe Slider-Bild unten), damit auch Platinen mit dem eher seltenen E-ATX-Format in das Bitfenix Shogun passen. Das einzige, was dem Gehäuse fehlt und was auch für Abzüge bei der Ausstattungsnote sorgt, ist eine einfache, besser noch dreistufige Lüftersteuerung (12/7/5 Volt).
Bitfenix Shogun: Modularität und WaKü-Unterstützung groß geschrieben!
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (13)
Der Einbau von Komponenten in das Bitfenix Shogun wird nicht nur durch die großzügigen Kabeldurchlässe sowie das Kabelführungssystem mit Klettverschlüssen erleichtert. Im Innenraum ist auch schon dann viel Platz, wenn die Laufwerkskäfige nicht ausgebaut werden. Das bestätigt eine maximale CPU-Kühlerhöhe von 17,5 cm sowie eine maximale Grafikkartenlänge von 41,0 cm. Allerdings geht die Bestückung des Bitfenix Shogun nur dann einfach vonstatten, wenn man die Halterung mit den beiden Chroma-Modulen für die SSDs entfernt. Dazu müssen nur drei Rändelschrauben gelöst und die Kabel von der kleinen Steuerungsplatine auf der Rückseite des Mainboard-Trays entfernt werden. Generell ist dieses Feature eher optional und wer kein Freund von RGB-Beleuchtungstricks ist, für die zusätzlich die Asus Aura-Software installiert werden muss, wird auf das Leuchtelement eher verzichten. Neben dem guten bis sehr guten Platzangebot punktet das Bitfenix Shogun übrigens auch mit einer guten Verarbeitung, einer hohen Verwindungssteifheit sowie sauber entgrateten Kanten an alle Metallteilen.
Bitfenix Shogun: Sonderausstattung im Detail
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (12)
Die wichtigste Eigenschaft des Bitfenix-Gehäuseprimus bleibt jedoch die Modularität sowie die Flexibilität beim Einbau der Komponenten. Einerseits lassen sich Position und Anzahl der 3,5-/2,5-Zoll-Kombi-Laufwerkshalterungen an die zum Einsatz kommende Hardware anpassen. Zum anderen können alle Laufwerkskäfige genauso wie theoretisch alle 2,5-Zoll-SSDs-Halterungen demontiert werden, um beispielsweise per E-ATX-Erweiterung eine Platine kompatiblen Formats oder einen WaKü-Radiator anstelle der Frontlüfter einzubauen. Fehlen die Kombi-Schächte im vorderen Gehäuseteil, lässt sich dort ein 280/240-mm-Wärmetauscher anbringen, der auch sehr hoch ausfallen darf. In den Deckel passt sogar ein 360-mm-Modell, in Abhängigkeit zur Höhe des Radiators muss jedoch der obere Laufwerkskäfig entfernt und der Hecklüfter nach unten verschoben werden. Der Propeller am Gehäuseende lässt sich beispielsweise auch gegen einen 140/120-mm-Radiator einer Kompaktwasserkühlung ersetzen.
Bitfenix Shogun: Top-Leistung mit sehr guter und leiser Kühlung
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (7)
Nachdem das Bitfenix Shogun schon mit einer gut bis sehr guten Ausstattung sowie seiner hohen Modularität überzeugt hat, muss es in unserem Leistungstest beweisen, ob es auch mit seiner Kühlleistung und einer geringen Lüfterlautheit punkten kann. Zu diesem Zweck bestücken wir das fast vollständig aus Stahl gefertigte Gehäuse mit unserer Test-Hardware (Core i7-4790, EVGA Geforce GTX 1060 Superclocked mit 56 % Lüfterdrehzahl, 8 GiByte DDR3-1600-RAM, Thermalright AXP-100 mit Standard-Lüftersteuerung und Corsair Corsair RM 550X/550 Watt) und heizen den Innenraum mithilfe der Startszene unseres Witcher-3-Benchmarks (UHD, maximale Details außer Hairworks) über eine Stunde bei 24 °C Raumtemperatur auf. Die Temperaturwerte, die wir anschließend bei unseren Mess-Tools (Open Hardware Monitor und MSI Afterburner) ablesen, bleiben angenehm niedrig: Die CPU wird sehr gut gekühlt und lediglich 63 °C Grad warm. Die Grafikkarte stößt mit 70 °C weder an ihr Temperaturlimit, noch reduziert sie ihren Takt und Werte von 41 °C an den Spannungswandlern der Platine sind ebenfalls alles andere als bedenklich.
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (11)
Wer glaubt, diese guten bis sehr guten Kühlungswerte werden durch eine hohe Geräuschkulisse erkauft, der liegt falsch. Trotz 12-Volt-Lüfterspannung dringen gerade einmal 1,5/1,6 Sone (frontal/schräg vorne im 45-Grad-Winkel) aus dem durch die dicken Glas-Seitenteile zusätzlich gut gedämmten Gehäuse. Reduziert man die Lüfterspannung händisch auf 5 Volt, verringert sich die Geräuschkulisse mit 0,9/0,9 Sone noch einmal um mehr als die Hälfte. Wie auch in dem Video oben zu sehen ist, steigen die Temperaturen trotz der Tatsache, dass die Propeller weniger Frischluft ins und Abluft aus dem Gehäuse befördern, kaum an. Mit 63,5 °C ist die CPU nur 1,5 °C wärmer und mit 73 °C steigt die Temperatur an der GPU nur um 3 °C. Auch das führt noch lange nicht zur wärmebedingen Taktreduktion. Mit diesem Messwerten liegt auch die Wertungsnote für die Leistung, respektive Kühlung und Lautheit mit 1,25 näher am "Sehr gut" als am "Gut".
Bildergalerie
Bitfenix Shogun: Gut ausgestattet, vorbildlich modular und gute Kühlung
Quelle: PC Games Hardware
Bitfenix Shogun: Bitfenix' neues Gehäuseflaggschiff im Test (17)
Die Zahl der Kritikpunkte bei der Ausstattung ist gering und die Flexibilität, die das Bitfenix Shogun dem PC-Selbstbauer an die Hand gibt, überzeugt genauso wie die gut bis sehr gute Kühlleistung bei 12 Volt und 5 Volt Lüfterspannung. Schade, dass sich die Lüfterdrehzahl nur manuell per Adapter und nicht per Steuerung regeln lässt. Wer auf der Suche nach einem hochwertigen, gut ausgestatteten Hardware-Heim mit guter Kühlung bei geringer Geräuschkulisse ist, hat hier ein mit rund 150 auch nicht zu teures, empfehlenswertes Gehäuse gefunden. Die Schulnote "Sehr gut minus" ist hier voll gerechtfertigt.
| Gehäuse | Shogun |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Bitfenix (www.bitfenix.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | Noch nicht gelistet |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version) | Ca. € 150,-/befriedigend bis gut (beide Seitenfenster aus Glas, keine Dämmung) |
| Version ohne Fenster/ohne Dammung | Nicht vorhanden/nicht vorhanden |
| Ausstattung (20 %) | 2,38 |
| Plätze für Laufwerke | 6 x 3,5/2,5 Zoll, 5 x 2,5 Zoll |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Sieben |
| Handbuch | Sehr ausführlich |
| Lüfterplätze | Deckel: 2 x 140/3x 120 mm, Front: 2 x 140/3 x 120 mm, Heck: 1 x 140/120 mm, Seite: -, Boden: - |
| Vorhandene Lüfter | 2 x 120 mm (Front), 1 x 120 mm (Heck) |
| Frontanschlüsse | 2 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, Audio |
| Besonderheiten | Seitenteile aus Glas, SSD-Chroma (Halterung mit RGB-Beleuchtung für SSDs), SSD-Montage auf Rückseite der Mainboard-Halterung, Werkzeuglose Laufwerksbefestigung, EATX-Erweiterung montierbar, Grafikkartenhalterung (drei mitgeliefert), Staubschutz am Boden, Kabeführungssystem (Klettverschlüsse) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,37 |
| Material (nicht gewertet) | Stahl, Glas und Kunststoff |
| Gewicht (Lieferumfang) | 14,2 kg |
| Abmessungen (H x B x T) | 56,5 x 25,0 x 52,5 cm |
| Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler | 41,0/17,5 cm |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten | |
| /Verwindungssteifheit | Gut/sehr gut/sehr gut |
| Zusammenbau * | Sehr Gut (Sehr viel Platz beim Einbau, da alle Festplattenkäfige sowie die RGB-beleuchtete Halterung für zwei 2,5-Zoll-Laufwerke entfernt werden können/EATX-Erweiterung für sehr breit Platinen) |
| Besonderheiten beim Zusammenbau | Festplattenkäfig herausnehmbar/Laufwerkshalterungen auf der Rückseite demontierbar , Hecklüfter für WaKü verschiebbar, Aussparung hinter dem Sockel, Aussparung für Kabeldurchführungen, Kabelmangement auf der Rückseite, mäßige Entkoppelung der HDDs |
| Praxisprobleme | Keine Probleme |
| Kompatibilitätstest | XL-ATX passt nicht |
| Leistung (60 %) | 1,25 |
| Temperatur CPU/GPU | 63/70 Grad Celsius |
| Temperatur HDD/CPU-Spannungswandler/Innenraum Gehäuse | 30,0/41,0/31,2 Grad Celsius |
| Lautheit der Lüfter 12 V/Lüftersteuerung max. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 1,5/1,6 Sone |
| Lautheit der Lüfter 5 V/Lüftersteuerung min. frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 0,9/0,9 Sone |
| FAZIT | 1,50 |
| + Sehr niedrige Temperaturen von CPU/GPU/Wandler | |
| + Sehr leise Lüfter mitfgeliefert/seht gut Dämmung | |
| - Ausstattung: keine Lüftersteuerung | |
| * System: Intel Core i7-4790 | Intel Z87, EVGA Geforce GTX 1060 Superclocked (55 % Lüfterdrehzahl), 2 x 4.048 MiByte DDR3-1600-RAM, Themalright AXP-100 (Lüftersteuerung: Standard), Corsair Corsair RM 550X/550 Watt (ATX), Umgebungstemperatur: 24 Grad Celsius |

Das wichtigste am Gehäuse, Lüfter (am besten Eloop B12-1/B14), Masse (Silent), Verarbeitung, Dämmung (biite mein Forum-Bild links beachten) :-O
Wakü ist mir zu laut. Die Abdeckung der Front finde ich nicht so gut. Da ich da ne Lüftersteuerung haben will.
Das wichtigste am Gehäuse, Lüfter (am besten Eloop B12-1/B14), Masse (Silent), Verarbeitung, Dämmung (biite mein Forum-Bild links beachten) :-O
Dieses Gehäuse finde ich ausgesprochen unansehnlich. Das schiefe Fenster hätte nun wirklich nicht sein müssen.
Mhh, kein PSU-Schacht sondern nur ne "Blende", Front durch 5,25 Einschub gestört, keine Blende welche die Kabel ins Mobo versteckt.
Wirkt auf mich nicht sehr aktuell, sondern eher altbacken.
Die restliche Austattung/Modularität mag gut sein, trifft aber vor allem im Design nicht meinen Geschmack und wirkt gerade für die sonst so schön schlichten, unaufgeregten, edlen Gehäuse der Marke deplatziert und nicht nach Flaggschiff...
NZXT Source 340 elite hat auch seine Schwächen, ist im meinen Augen aber optisch net mehr zu schlagen (wenn man die Rändelschrauben am Glas austauscht)...
Würde ich sofort kaufen wenn 2 Bedingungen erfüllt wären, 1. wenn ich in den USA leben würde und 2. dort einen Briefkasten bräuchte.
Mir fehlt der Laufwerksschacht, finde den " Lufttunnel " hässlich wie auch dieses viele Plastik und dann noch dieses " schiefe " Fenster welches viel zu groß ist. Ich bin wohl zu alt für solche Space Schachteln