[PLUS] Sechs kleine Gehäuse (Micro ATX/Mini ITX) im Vergleichstest
PCGH Plus: Gehäuse mit Micro-ATX-/Mini-ITX-Format sind längst mehr als die Basis für einen HTPC. Mittlerweile können Sie die Minis oft auch mit potenter Gaming-Hardware bestücken, die sogar gut gekühlt wird. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2019.
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Kleine Kühlkünstler?
Rechner im Kleinformat, deren Hardware ein Spielvergnügen am Full/UHD-Fernseher mit allen Details garantiert, sind längst kein Nischenprodukt mehr. Wer sich für den Multimediakonsum oder das Zocken auf der Wohnzimmercouch keine zusätzliche Spielekonsole anschaffen möchte, kann entweder ein vom Komplett-PC-Hersteller angebotenes Modell erwerben oder baut sich seinen Spiele-Mini selbst zusammen. Dabei muss sich der Couch-Gamer anfänglich überlegen, in welches Gehäuse er die leistungsstarke Hardware überhaupt einbauen möchte. In der Regel fällt die Wahl auf ein platzsparendes Modell, das für Micro-ATX- und/oder Mini-ITX-Platinen geeignet ist und sogar ins Regal der Schrankwand passt. Da jeder Gehäusehersteller aktuell mindestens ein, oft sogar mehrere Modelle dieser kleinen Gehäuseklasse im Portfolio führt, ist die Auswahl groß. Mittlerweile können Sie die Minis nicht nur mit hohen Turmkühlern und bis zu 30 cm langen Grafikkarten bestücken, sie bieten auch Platz für die Radiatoren der aktuell bei PC-Bauern sehr beliebten Kompaktwasserkühlungen. Damit auch die Optik nicht zu kurz kommt und Sie Ihre Komponenten im Innenraum präsentieren können, ist ein Großteil der Micro-ATX/Mini-ITX-Gehäuse zusätzlich mit einem Seitenteil aus Glas bestückt oder verfügt sogar, wie das von uns getestete Thermaltake Level 20 VT, über eine Vollverglasung.
Kühlleistung vor RGB-Optik
Während der Trend, die eigene Hardware mithilfe von Glaselementen zu präsentieren, anhält, scheint die durch RGB-Lüfter und RGB-LED-Leisten produzierte, bunte Beleuchtung bei der kleinsten Gehäuseklasse weniger im Vordergrund zu stehen als bei großen Pendants. Auf dem Markt findet man kaum noch einen Big/Midi-Tower, der ohne RGB-Licht auskommt. Im Gegenzug verzichten die Hersteller der sechs Minis in diesem Vergleichstest auf die bunten Lichtspielereien. Bei dem geringen Innenraumvolumen der kleinen Gehäuse kommt es vielmehr auf eine sinnvolle, einen optimalen Luftstrom garantierende Anordnung der vormontierten oder selbst eingebauten Lüfter an. Die Kühlleistung ist bei diesem Gehäuseformat wichtiger als eine auffällige Optik.
Ein weiteres Phänomen, das wir im Test beobachteten, ist die Tatsache, dass für eine sehr gute Luftzirkulation auf eine Dämmung verzichtet wird. Alle Testkandidaten sind relativ offen gestaltet, sodass die durch die Gehäuse- und den Grafikkartenlüfter produzierten Geräusche nach außen dringen. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich einen Mini ins Wohnzimmer zu stellen, muss auch damit rechnen, dass dieser unter Last bestimmt kein Leisetreter ist.
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