CES 2017 - Thermaltakes 25 Kilo schwerer Tower 900 und zahlreiche neue Temperglas-Cases
Offenes Gehäusedesign mit Temperglasabdeckung - in Sachen schicke Gehäuse macht Thermaltake so schnell niemand etwas vor. Dazu kommen neue Lüfter mit individuell ansteuerbaren LEDs und das erste wirklich schwarze Kühlmittel.
Thermaltake setzte auf der CES 2017 in Las Vegas konsequent auf den Einsatz von RGB-Beleuchtung und Temperglas - und schaffte es, die Resultate immer noch edel statt kitschig wirken zu lassen. In der Gehäuseabteilung gibt es wohl kaum ein anderes Case, dass an das schlicht The Tower 900 genannte Monster herankommt. Die Koproduktion von Thermaltake und Watermod France wiegt knapp 25 Kilo und ist bei einer Grundfläche von 42,3 mal 48,3 Zentimeter satte 75,2 Zentimeter hoch.
13 Lüfter kühlen im Vollausbau bis zu neun Laufwerke. Noch schicker sieht durch die drei Temperglasfront und -seitenwände natürlich eine Wasserkühlung aus. The Tower 900 ist in einer schwarzen und in einer weißen Snow Edition für 250 US-Dollar erhältlich und eignet sich vorzüglich zum Modden. Produktmanager Mike "Thermal Mike" Fierheller zeigte uns dann auch stolz einen Tower 900, den er und seine Kollegen aus der USA-Dependance mit viel Liebe zu einem genialen Donkey-Kong-Automaten umgebaut hatte - die Kühlmittelschläuche stellen dabei die Rampen dar, über die Mario zum affigen Bösewicht vordringen muss.
Häng mich an die Wand!
Fast niedlich ist das neue ITX-Gehäuse Core P1 TG zu nennen, das in offener Bauweise mit Temperglasabdeckung auch an der Wand neben der Stereoanlage von Bang & Olufsen einen guten Eindruck machen würde. Einen Tick größer ist das Core P3 TG Curve. Sein Name deutet schon darauf hin: Thermaltake setzt hier ein L-förmig gebogene Temperglasplatte ein, die wahlweise horizontal oder vertikal verbaut werden kann. Wie The Tower 900 ist das Gehäuse in schwarzer oder weißer Ausführung erhältlich.
Wenn Platz wirklich keine Rolle spielt, rät Thermaltake zum Core P7. Dabei handelt es sich um ein Core P5, das um zwei Seitenelemente erweitert wurde. Die Version, die wir bei unserem Abstecher in den Thermaltake-Vorführraum erblickten, erinnert mit ihren ausgelagerten sechs RGB-Lüftern für die Wasserkühlung an einen überdimensionierten Ghettoblaster aus den 1980ern. Wer diese Case-Triptychon an die Wand zimmern will, sollte schon in einem Haus mit massiven Stahlbetonwänden wohnen.
Verhältnismäßig unauffällig dagegen das Duo View 31 TG beziehungsweise TG RGB. Die zwei neuen Gehäuse setzen auf klassisches PC-Design mit zwei blauen LED- (TG) beziehungsweise drei RGB-Lüftern (TG RGB) an der Frontseite. Darüber hinaus verpassten die Thermaltake-Designer vielen bereits veröffentlichten Cases Temperglas-Updates und luden außerdem drei Case-Modder aus aller Welt ein, ein hauseigenes Produkt nach Herzenslust zu frisieren.
RGB-Lüfter mit Pfiff
Was Thermal Mike uns unbedingt noch zeigen wollte: den neuen Lüfter Riing Plus 12 RGB TT Premium. Sie ahnen es bereits: Auch hier geht es kunterbunt zu. Mit Hilfe einer brandneuen Software lassen sich alle zwölf LEDs eines Lüfters unabhängig voneinander ansteuern. So sind wahlweise sanfte Farbwechsel oder auch rotierende, propellerartige Schatten möglich.
Thermaltake ist außerdem der erste Hersteller weltweit, der ein komplett undurchsichtiges schwarzes Kühlmittel anbietet - "Made in Germany", wie Mike Fierheller verschmitzt zugibt. Anders als bestehende schwarze Kühlmittel behält es seine Farbe auch nach längerem Einsatz bei. RGB-Farben kommen auch bei biegsam-transparenten Kühlmittelschläuchen und einem CPU-Wasserblock zum Einsatz.
Und Thermaltake ist nicht zufrieden, bis auch die letzte Komponente in allen Regenbogenfarben schillert: In einer Designstudie eines All-in-One-Kühlsystems leuchte der CPU-Block synchron zu den drei Radiatorlüftern auf.

Wir haben alle klein angefangen und die Masse wird auch sicherlich niemanden deswegen in eine Ecke stellen oder sich über diesen Personenkreis zu erheben. Hier ist ein freies Land und jeder darf seine Meinung vertreten
Eine bunten Lüfter zu nutzen, möchte ich nicht als Mod bezeichnen, denn es ist keine Modifikation.
Na ja, Zeitverschwendung hier...
Eine bunten Lüfter zu nutzen, möchte ich nicht als Mod bezeichnen, denn es ist keine Modifikation.
Mir ist es letztlich egal, ob einer sein Case mit gekauften Produkten gemoddet oder einer alles selbst erstellt hat, ich findes es toll, was man aus einem normalen PC so alles machen kann. Letzteres fasziniert mich und nötigt mir Respekt ab, weil das eben nicht jeder kann und es auch nicht nur solche Handwerklich und Technisch begabten Leute gibt. Letztlich geht es hier eben um Geschmack und darüber kann man streiten, deswegen muss man andere nicht in eine Ecke stelle und sich über diese Erheben.
Eine bunten Lüfter zu nutzen, möchte ich nicht als Mod bezeichnen, denn es ist keine Modifikation.
Aber generell wäre ein Auto ein falscher Vergleichspartner. Bei den Towern habe ich mittlerweile mehrere Probleme, Fronttüren, fehlende 5,25" Laufwerksschächte und die Dämmung, verzichten kann ich auf übertriebene Fenster möglichst noch mit Löchern sowie die Werkslüfter + Steuerungen und Frontanschlüsse oben oder an der Seite.
Über Modding kann man eh viel streiten, sei es das aussehen und wo fängt es überhaupt an. Bunte Lüfter und weihnachtliche Lichterketten sehe ich in dem Bereich nicht unbedingt, eher als Show & Shine.