Asus Proart RTX 5090: Leistung und Fazit
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Asus Proart RTX 5090: Leistung und Fazit

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Wir dröseln die Leistung der RTX 5090 Proart von Asus auf und ordnen die Grafikkarte im Fazit entsprechend ein.

Leistung

Die Proart ist leitungstechnisch etwas schwieriger einzuschätzen. Denn die Beschränkungen durch Größe und Design sind nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem schlägt das Modell in praktisch jedem Testszenario die ähnlich aufgebaute Founders Edition. Das Flow-Through-Kühlkonzept geht auf. Doch wie auch die Referenzkarte muss sich die Proart gegen einige größere Konkurrenten geschlagen geben. Mit 72,5 Grad Celsius im Performancemodus ist die Proart nicht besonders kühl, aber auch nicht extrem warm. Die Speichertemperatur liegt mit 83 Grad Celsius jedoch etwas höher.

Beim Blick auf die Lautstärke zeigt sich eine Platzierung in den Top vier. Die Karte ist damit im Performance-Modus zwar etwas wärmer, aber dazu relativ leise. Der GPU-Takt ist mit 2.527 MHz eher gemäßigt und wenig übertaktet. Die Silent-Firmware lässt die Karte mit 78 Grad Celsius Chip- und 88 Grad Celsius Speichertemperatur noch einmal heißer werden und reduziert die Lautstärke auf 1,6 Sone. Hier scheint die Karte aber etwas weniger gut aufgestellt zu sein. Denn ein weiterer Faktor kommt zum Tragen: das Spulenfiepen, das sich auf die Lautstärke der Lüfter addiert. Die Taktrate sinkt nur noch minimal auf 2.500 MHz.

Das Problem mit dem Spulenfiepen

Dass Karten mit hoher Leistungsaufnahme auch zum Spulenfiepen neigen, ist bekannt. Dennoch ist das elektrische Zusatzgeräusch immer ein Ärgernis, denn die Optimierung der Kühlung und Lautstärke wird ausgebremst. Die Proart ist definitiv eine der lautesten Karten im Gesamtvergleich. Mit 0,7 Sone ist das Geräusch im Witcher-3-Menü deutlich zu hören und dürfte wohl auch keinen Halt vor Gehäuseseitenteilen machen. Lediglich die Founders Edition kann dies mit 0,8 Sone toppen, die restliche Konkurrenz liegt deutlich darunter. In den meisten Fällen mit einem Wert von nur 0,2 bis maximal 0,3 Sone.

Lautheitsnormiert: Widersprüchliche Werte?

Im lautheitsnormierten Test wird ein etwas seltsames Verhalten bemerkbar. Die auf eine Lautheit von 1,0 Sone normierte Karte entwickelt die gleiche Chip- und Speichertemperatur wie bei 1,6 Sone? Dieses Verhalten lässt sich auf eine Kombination aus Testmethodik und GPU-Besonderheit zurückführen. Wir führen eine Lautheitsnormierung im Idle-Betrieb durch und regeln die Lüfter mittels Afterburner bis zum vorgegebenen Wert.

Was dabei nicht erfasst werden kann, ist ein potenzielles Spulenfiepen. Im Falle der Proart ist dieses jedoch so laut, dass die Karte zu den 1,0 Sone der Lüfter 0,6 Sone Spulenfiepen addiert - und das selbst im eigentlich spulenfiepenunauffälligen Metro-Test. Dass sich damit der Standard- und lautheitsnormierte Test genau deckt, ist Zufall. Die von uns erfassten Drehzahlen der Lüfter befinden sich in beiden Fällen mit 1.480 respektive 1.430 U/min tatsächlich auf einem sehr ähnlichen Niveau.

Im lautheitsnormierten Test wird aber auch klar, was die Proart könnte, wenn das störende Zirpen nicht Teil der Erfahrung wäre. Die GPU-Chip-Temperatur ist mit 78 Grad Celsius bei 1,0 Sone angenehm niedrig und beschert der Proart den wirklich guten dritten Platz unter den luftgekühlten Karten. Viele andere deutlich wuchtigere Modelle, wie beispielsweise Gigabytes Master, Zotacs Solid und Palits Gamerock, liegen deutlich dahinter. Zu den beiden Spitzenreitern ist der Sprung zwar etwas größer und auch die Speichertemperaturen steigen etwas höher, die reine Kühlleistung wäre angesichts der Kartengröße aber wirklich gut. Um ein ähnlich gutes Temperatur-zu-Lautstärke-Verhältnis in der Praxis zu erreichen, muss Asus jedoch nachbessern.

Design

Fazit

Die Asus Proart sieht schick aus, ist gut verarbeitet und bietet ein sehr durchdachtes, flaches Kühlkonzept, das in der Theorie extrem gut funktioniert und viele größere Konkurrenten schlagen kann. Doch die Differenzen zwischen Standard- und lautheitsnormiertem Test zeigen, was das Witcher-Menü schon angekündigt hat. Das sehr intensive Spulenfiepen macht dem Custom-Modell einen unschönen Strich durch die Rechnung. Wir hoffen auf einen Einzelfall und vielleicht auf ein Nachbessern von Asus.

Das Spulenfiepen-Thema gibt es nicht erst seit gestern und kompakte Platinen, wie sie in der Proart oder Founders Edition verbaut sind, scheinen den elektrischen Lärmpegel dank kompakter Bauteilanordnung und hoher Leistungsaufnahme zu steigern. So schafft es die Proart leider nicht ganz nach vorn. Das Thema Preis brauchen wir bei einem Modell der RTX 5090 wohl kaum noch einmal ausführlich zu behandeln. Alle Karten der Reihe sind extrem überteuert und das wird auch bei der Proart zutreffen. Wie der Straßenpreis tatsächlich ausfällt, gilt es aber abzuwarten.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Viper_CH PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Vorallem wenn die Karte ein besonders leises Premium Modell ist.
        Aber meinen Erfahrungen nach kann Spulenfiepen auch nach einem Jahr besser werden oder auch zum ersten Mal auftreten.
        Bei meinen Grafikkarten ist das Spulenfiepen nie weggegangen, nervt permanent.
      • Von Viper_CH PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Vorallem wenn die Karte ein besonders leises Premium Modell ist.
        Aber meinen Erfahrungen nach kann Spulenfiepen auch nach einem Jahr besser werden oder auch zum ersten Mal auftreten.
        Bei meinen Grafikkarten ist das Spulenfiepen nie weggegangen, nervt permanent.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von Viper_CH
        Intensives Spulenfiepen ist generell das größte Ärgernis bei modernen Grafikkarten.
        Vorallem wenn die Karte ein besonders leises Premium Modell ist.
        Aber meinen Erfahrungen nach kann Spulenfiepen auch nach einem Jahr besser werden oder auch zum ersten Mal auftreten.
      • Von Viper_CH PC-Selbstbauer(in)
        Intensives Spulenfiepen ist generell das größte Ärgernis bei modernen Grafikkarten.
        Zitat von PCGH_Raff
        Da Test-Samples nicht handselektiert werden, ist die Chance hoch.

        MfG
        Raff
        Als Tester würde mich intensives Spulenfiepen bei modernen Grafikkarten immer zu einem negativen Vermerkkasten im Testbericht veranlassen.
      • Von Schak28 Software-Overclocker(in)
        Also die ,,bisschen“ bessere Founders Edition. Nicht mehr und nicht weniger… für viel mehr Geld.

        Wenn man nicht gerade auf 2-Slot Lösung angewiesen ist sollte man hier ebenfalls einfach einen großen Bogen machen.
        Viel zu heiß und viel zu teuer.
      • Von ssj3rd Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Da Test-Samples nicht handselektiert werden, ist die Chance hoch.

        Bei der 3090 und 4090 hatte die Presse gefühlt kaum ein Modell mit Fiepen und die User hatten es haufenweise. War schon, nunja, recht merkwürdig… 🤨
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