RTX 5090: Zwei neue Fälle von angebranntem MSI-Adapter

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RTX 5090: Zwei neue Fälle von angebranntem MSI-Adapter
Quelle: MSI

Ein schwarz-gelber MSI-Adapter für den 12V-2×6-Stromanschluss der Geforce RTX 5090 steht aktuell im Verdacht, für gehäuft verschmorte Anschlüsse zu sorgen.

Bereits Mitte des Jahres gab es einen Fall einer Geforce RTX 5090 mit angeschmortem Kabelstecker und gelber Steckerspitze von MSI und jetzt sind innerhalb weniger Tage auf Reddit zwei weitere Fälle bekannt geworden, wie Videocardz berichtet. Eigentlich soll das zweifarbige Design dergleichen vorbeugen, da so ersichtlich wird, ob das Kabel komplett eingesteckt ist und so keine ungleichmäßige Verbindung mit Überlastungsgefahr entsteht.

Im Fall des Reddit-Users "Deja__" soll der Stecker aber nun sogar schon bei der zweiten RTX 5090 angeschmort sein: Im Juli sei die ursprüngliche RTX 5090 dadurch den Hardware-Tod gestorben, während es jetzt auch das "brandneue Exemplar" getroffen hat, das der User im August per RMA-Service zum Austausch erhalten hatte. Dabei soll die neben Gaming auch zum Arbeiten genutzte GPU per MSI Afterburner sogar untervoltet gewesen sein.

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In einem weiteren aktuellen Fall von Reddit-User "jamyjet" begann der PC in den letzten Tagen unter Last abzustürzen und auch eine Überprüfung einschließlich Wechsel zu einem anderen Netzteil brachte keine Besserung, bis hin zu schwarzen Bildschirmen beim Neustart. Letztlich wurde der Stecker von der verwendeten MSI Geforce RTX 5090 Gaming Trio abgezogen und festgestellt, dass er sichtbar angekokelt war, was die Abstürze erklärt. "Es ist so frustrierend, dass so viel Strom durch diesen winzigen Stecker geleitet wird", heißt es in dem Beitrag. Der Austausch soll bis zu 4 Wochen dauern.

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Geschmorter RTX-5090-Stecker: Häufung bei gelbem MSI-Adapter?

Bei dem besagten Kabel soll es sich nicht um mitgelieferte Kabel von MSI-Netzteilen gehandelt haben, sondern um Adapterkabel des Herstellers, wobei die gelbe Spitze lediglich das Ende des 12V-2×6-Kabels ist, das an eine standardmäßige 8-polige Verkabelung angeschlossen wird. Dem Bericht nach stehen die Probleme mit dem Schmelzen oder Verbrennen oft im Zusammenhang mit unsachgemäßen Verbindungen, wie beispielsweise der Verwendung nicht unterstützter 8-poliger Verkabelungen in Reihe oder älterer Netzteile.

Dennoch sollte dies laut Videocardz nicht passieren, zumal Nvidia dies seit den ersten Vorkommnissen bei der RTX-40-Reihe und der Überarbeitung des 12VHPWR zugunsten des verbesserten 12V-2×6 versprochen hatte. Auf Reddit diskutieren die User derweil Vorbeugungsmaßnahmen, mit denen Nutzer schneller reagieren können und sollten, indem sie bei entsprechenden Anzeichen ihr Netzteil austauschen oder Tools verwenden, wie WireView oder Ampinel.

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bobhais Software-Overclocker(in)
        Zitat von QIX
        Die Stromverteilung gehört überwacht und ausbalanciert. Möglicher user error hin oder her.
        7900XT(X) Melted
        9070XT 8 Pin Melted
        7800XT Melted
        6800XT Melted

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wir brauchen dringend eine Ausbalancierung und Überwachung.
        Ohne können wir nicht mehr leben.
        Zitat von QIX
        Doch, die checken das. Wenn das Ego aber 'ne Tonne wiegt (Frei nach dem Motto: "Die Karte mag bei anderen abrauchen, bei mir aber nicht") oder man sich generell eher nicht verrückt machen lässt, dann passt das schon.
        Die User sind so leicht zu beeinflussen, dass es schon Berichte über jeden Einzelfall braucht um das Thema weiter zu befeuern. Und wenn das nicht langt, finden sich noch irgendwelche alte Berichte zur 4090.
        Zitat von Chatstar
        Und was das Kabel angeht ist die Lösung eben aktives load balancing was mit einem Ampinel nun sehr bald sichergestellt werden wird.
        Sowas von.
      • Von Bobhais Software-Overclocker(in)
        Zitat von QIX
        Die Stromverteilung gehört überwacht und ausbalanciert. Möglicher user error hin oder her.
        7900XT(X) Melted
        9070XT 8 Pin Melted
        7800XT Melted
        6800XT Melted

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Wir brauchen dringend eine Ausbalancierung und Überwachung.
        Ohne können wir nicht mehr leben.
        Zitat von QIX
        Doch, die checken das. Wenn das Ego aber 'ne Tonne wiegt (Frei nach dem Motto: "Die Karte mag bei anderen abrauchen, bei mir aber nicht") oder man sich generell eher nicht verrückt machen lässt, dann passt das schon.
        Die User sind so leicht zu beeinflussen, dass es schon Berichte über jeden Einzelfall braucht um das Thema weiter zu befeuern. Und wenn das nicht langt, finden sich noch irgendwelche alte Berichte zur 4090.
        Zitat von Chatstar
        Und was das Kabel angeht ist die Lösung eben aktives load balancing was mit einem Ampinel nun sehr bald sichergestellt werden wird.
        Sowas von.
      • Von Gast1761779402
        Zitat von joecnstr
        All diese Fragen sollte sich MSI stellen. Denn möglicherweise werden sie früher oder später haftpflichtig wenn es zu Sach- oder Personenschäden kommt.
        Weil die Leute die das kaufen einfach das beste wollen und seien wir ehrlich, die Chance ist schon sehr klein damit das einen betrifft.
      • Von Chatstar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von slasher
        Das es immer noch Leute gibt die einfach nicht checken, dass die 5090 dafür die Nummer 1 für Anfälligkeiten ist, in Sachen Kabel"Schmorres".
        Die Leute begreifen hier einfach nicht dass nicht der Stecker das Problem ist sondern das Kabel, der Stecker kann auch 1600 Watt oder mehr übertragen wie die Oc Szene gezeigt hat.
        Und was das Kabel angeht ist die Lösung eben aktives load balancing was mit einem Ampinel nun sehr bald sichergestellt werden wird.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die von dir markierte, getrennte Eingangsfilterung besagt gar nichts über Loadbalancing. Bei hinreichender elektrischer Netzteilqualität könntest du die eingerahmten Bauteile durch eine Drahtbrücke ersetzen und es würde sich gar nichts ändern. Mit Ausnahme der 3090 Ti zeigen die Bilder nicht einmal separate Widerstände für eine getrennte Messung des Stromflusses (können natürlich auf der Rückseite sein) und selbst getrennte Messungen (bei z.B. 5090 Astral sogar sechsfach für jede Ader einzeln) ist noch kein Loadbalancing. Das gab es meiner Erinnerung nach mal bei einigen 6+2-plus-6-Pin-Karten, die ihren Strom je nach Zuleitung entweder symmetrisch (viele 6-Pin sind halt doch 150-W-tauglich beschaltet) oder asymmetrisch (nicht ganz 2:1, aber in die Richtung gehend) gezogen haben, in dem sie mit zusätzlichen Schaltelementen einzelne Phasen entweder mit der einen oder dem anderen Eingang verbunden haben. Aber das waren damals auch nur zwei Kanäle die reroutet werden mussten, nicht die heute geforderten sechs. Dafür wäre mir überhaupt keine Möglichkeit zur kontrollierten Lastverschiebung bekannt (als Mainboard-Red kenne ich aber natürlich nicht alle Grafikkarten), sondern lediglich Aquacomputers jüngst angekündigtes, externes Widerstands-Balancing.

        Bezüglich Stecker: Ich habe schon geschrieben, dass es deutlich leistungsfähigere Varianten gibt, die in der Praxis teilweise auch verbaut werden. Aber was ich ebenfalls schon geschrieben habe, ist Praxis-Einzelfälle != Spec. Letztere sieht nur das Minimum vor und da alle Fassungen uneingeschränkt mechanisch kompatibel sind, muss eine Karte immer davon ausgehen, am zulässigen Minimum zu hängen.

        Bei Mainboards habe ich in vergleichbarer Lager sogar schon mal eine 3-auf-1-8-Pin-Adapter gesehen. Der Stecker auf der Platine gehörte mit zum Besten und reichte alleine locker aus. Aber um mit der damit der darüber möglichen Last keine der billigst-denkbaren Kupplungen auf Netzteilseite zu schmelzen, musste man auf deren drei nehmen. In diesem Zusammenhang sei an Romans skandalierendes Video über angeblich Netzteilstecker grillende Skylake-X-CPUs erinnert. Abgesehen davon, dass das Problem @Intel-Spec statt [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]-Werks-OC gar nicht existierte, stellte sich in einem Nachfolge-Video auch heraus, dass man die Wärmeentwicklung durch Wechsel von Superflower auf ein höherwertiges Produkt gut in den Griff bekommen konnte. Hick-Hack dieser Art wollte man bei einem Nachfolger des 150-W-6+2-vermeiden. Deswegen hat man keinen 350-W-6+2-MiniFit genommen, obwohl die spezifiziert im Regal lagen und mit entsprechenden Kabelstärken eigentlich auch 400-450 W leicht realisierbar sein sollten. Sondern man hat absichtlich ein neues, inkompatibles Steckerformat gesucht, um den alten "reicht doch auch"-Zopf abzuschneiden und DAUs mit (spec-konformen) 20-Euro-China-Böllern auf den ersten Blick klarzumachen, dass es hier etwas besseres braucht.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Der 6+2 Pin ist im Schnitt mit 4,2 A spezifiziert für bis 6 A geratete Kontakte, also nix mit 80 Prozent Reserve, sondern 44 Prozent.
        Das war der ursprüngliche Molex Standard. Der hat auch viele verschiedene Versionen durchlaufen.
        Der 6+2-Pin ist ja auch nur ein 6-Pin mit 2 Sensepins.
        Molex listet auch Kontakte und Stecker die so groß sind wie ein 6-Pin die aber für biszu 20A pro Kabel ausgelegt sind. Nur sind die Kabel hier deutlich dicker mit biszu 12AWG.
        Die Dicke des Kabels und der Querschnitt der Kontakte entscheiden über die Belastbarkeit.
        Es werden schon länger solche dickeren Kabel und dementsprechend ausgelegte Kontakte genutzt, das der 8-Pin biszu 10A oder gar 12A pro Kontakt Dauerstrom bis mindestens 60-80°C aushält.

        Das Problem ereignet sich aber nicht bei 4,2 - 12A, sondern bei 16 - >30A.

        Wenn auf der Netzteilseite alles auf nur einer Schiene(Rail) zusammenläuft, dann kann es trotzdem passieren, das durch ein 150W Stecker wie der 6+2-Pin dann 600W laufen, wenn der 6+2-Pin an einem 12VHPWR Adapter angeschlossen ist.
        Ein Grund an der Sache ist auch der ATX3.0 Spec, der gibt vor, das es Spikes von 200% der Last aushalten muss.
        Das heißt aber auch, das ein 6+2-Pin diese 200% auch ohne abzuschalten leiten muss.
        Wie soll man auf der Netzteilseite also ein Loadbalancing machen für maximal 50-100W pro Kabel (jenachdem ob es 6+2-Pin oder ein Nativer 12VHPWR ist), wenn ein Kabel das doppelte LAUT ATX3.0 SPEC bei einem Spike ziehen darf. Bei knapp über 200W auf nur ein Kabel, kann es ja schon kokeln...

        Ergo sehe ich das ganze Problematik rein durch die GPU Hersteller und nicht den Stecker.

        Lösung, wie schon so oft gesagt: Load-Balancing auf der GPU.
        Damit verhindert wird, das mehr als 10A (1:6) bei einer 600W 5090 oder 12,5A (1:3) bei einer 450W 4090 fließen.
        Auch eine 200-300W GPU braucht mindestens ein 1:2 Split für maximal 12,5A pro 3 Kabel.
        Es sollte nie mehr als 150W auf einem Kabel/8-Pin möglich sein, besser halt nur 100W.

        Man kann nach einer einfachen Regal gehen:
        Jeder 8-Pin Stecker am 12V-2x6Adapter muss auf der GPU voneinander getrennt abgenommen werden.
        Da es bei 4 nicht geht, da 4 nicht glatt durch 6 teilbar ist, muss man bei voller Leistung jeden Pin getrennt abnehmen.

        Und ja das IST der Regelfall bei jeder GPU die mind 2x 8-Pin Stecker nutzt.

        Hier z.b. eine 7900XTX:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Jeder 8-Pin wird getrennt abgenommen.

        Auch bei der 3090TIFE war es noch der Fall mit einem 1:3 Split vom 12VHPWR, was für 450W ausreicht:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Hier nochmal 2 Beispiele von 2x 9070XT Modellen, eine mit 12VHPWR und eine mit 8-Pins und Load-Balancing:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Und jetzt ratet mal welche der beiden schon mal gekokelt hat...

        Alle Bilder sind von TechpowerUp.
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