Grafikkartenschutz: Adapter von Aqua Computer balanciert 12V-2×6-Stromfluss
Mit Ampinel präsentiert Hersteller Aqua Computer ein Überwachungsgerät für den umstrittenen 12V-2×6-Stromanschluss von Grafikkarten.
Der vornehmlich bei Nvidias aktuellen RTX-Grafikkarten vorkommende 12V-2×6 mit seinen bis zu 600 Watt Durchleitung gilt trotz Weiterentwicklung des ursprünglichen 12VHPWR gemeinhin weiterhin nicht unbedingt als gänzlich gefahrlos, auch wenn Nvidia hier offiziell kein Problem mehr sieht. Der sonst eher für Wasserkühlungslösungen bekannte Hersteller Aqua Computer will dem entgegenwirken und bietet mit Ampinel jetzt einen Adapter für aktives Power-Management an, der als Überwachungsgerät eine aktive Strombalancierung, Überwachung und Notabschaltung vereint.
Laut der Ankündigung greift Ampinel bei ungleichmäßiger Lastverteilung "verzögerungsfrei ein, balanciert die Ströme und verhindert so eine thermische Überlastung der Steckverbinder und Leitungen". Demnach überwacht Ampinel alle Ströme, Spannungen und Temperaturen am Stecker. Ein flexibel einstellbares, achtstufiges Alarm-Management mit Notabschaltung soll für einen zuverlässigen Schutz der Hardware sorgen. Aqua Computer beruft sich darauf, dass, wenn bis zu 600 Watt über den 12V-2×6 Anschluss fließen, bei unzureichendem Kontakt zwischen den Steckverbinderkontakten eine ungleichmäßige Stromverteilung entstehen kann.
Aqua Computer Ampinel: Strombalancierung, Überwachung und Notabschaltung
Unter hoher Last führe dies zwangsläufig zu kritischen Temperaturen und könne zu Schäden an der Hardware führen. Ampinel soll diese Gefahr eliminieren, indem der Stromfluss über alle sechs Leitungen aktiv balanciert wird, und sobald der Strom einer Leitung 7,5 A überschreitet, greift der Adapter mit einer hybriden Regelstruktur aus digitaler und analoger Steuerung ein. Der integrierte Mikrocontroller soll alle Betriebsbedingungen in Echtzeit überwachen und die Regelung fortlaufend anpassen.
Quelle: Aqua Computer
Grafikkartenschutz: Ampinel-Adapter balanciert 12V-2×6-Stromfluss
Für eine effiziente Stromverteilung setzt Ampinel laut Aqua Computer auf eine sechslagige Leiterplatte, deren einzelne Lagen jeweils mit 70 µm Kupfer gefertigt sind, was Verluste minimieren und gleichzeitig die Wärmeabfuhr gewährleisten soll. Das aus Aluminium gefräste Gehäuse dient gleichzeitig als Kühlkörper, während der Stecker zur Grafikkarte zusätzlich vergossen ist, "um einen spielfreien und besonders robusten Kontakt sicherzustellen".
Weitere Features umfassen die Software Aquasuite, die mehr als 40 Messwerte von Spannung über Temperatur und Co. visualisiert, inklusive Smartphone- und E-Mail-Benachrichtigung, ebenso wie ein OLED-Display und RGB-LEDs als Auslastungsanzeige. Für Alarmstufen können im Gerät auch Hotkeys hinterlegt werden, die als Tastatureingabe per USB umgesetzt werden, um z. B. auch bei Nicht-Windows-Systemen Aktionen auszulösen. Ampinel soll demnächst zum Preis von 79,90 Euro vorbestellt werden können und voraussichtlich ab Mitte November ausgeliefert werden. Darüber hinaus wird auch über eine weiße Version nachgedacht.
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Aber alles vier auf einmal? Das hielt ein sehr spitzfindige Antragssteller offensichtlich für neu und der Patentprüfer hatte auch gerade einen guten Tag.
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Das Patent wird nie und nimmer stehen.
Aber alles vier auf einmal? Das hielt ein sehr spitzfindige Antragssteller offensichtlich für neu und der Patentprüfer hatte auch gerade einen guten Tag.
Was ich als noch spitzfindiger Tech-Redakteur an der Stelle aber einwerfen muss:
PCIe-Grafikkarten haben, ebenso wie praktisch jede andere PC-Hardware auch, überhaupt keine Buchsen (hohler Kontakt, in den etwas eingesteckt wird). Sondern Stecker. (Solider Metallpin, der von der am Kabel hängen Kupplung umgriffen wird.)
Wenn [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] also einen "PC-Adapter mit Messeinrichtung und Regulationselement für Stromstecker" verkauft, dann sollte es da keinen Konflikt mit @der8auers "PC-Adapter mit Messeinrichtung für Strombuchse" geben.
Sieht also eher schlecht aus mit dem Patent. Es für nichtig erklären zu lassen, kostet trotzdem Geld, was wer erst einmal in die Hand nehmen muss.
Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Trivialpatent im Rahmen einer Durchsetzungsklage für ungültig erklärt und der angeklagte "Patentbrecher" für schuldfrei erklärt wird. Wenn ich nicht irre, trägt in diesem Fall der Kläger (und ex-Patent-Inhaber) die vollen Kosten.
Leider liegt das Risiko für eine dann um so teurere Verurteilung nicht bei null, wie die Erteilung solcher Patente zeigt, mit schwerwiegenden Folgen für den gesamten Markt. Asetechs fast 1,5 Jahrzehnte währende Position als quasi einziger (OEM-)Hersteller für KoWaKüs ging zum Beispiel auf ein Trivialpatent für "Kühler mit integrierter Pumpe" zurück, gegen dass sich lange Zeit niemand zu klagen getraut hat. Auch da gibt es übrigens einen Aquacomputer-Bezug: Die hatten einen Prototypen mit vergleichbarer Funktionalität schon vor Patenterteilung öffentlich gezeigt (was das Patent ungeachtet er Trivialität entwertete), aber keinen Markt für brummige, laute, minderwertige Wasserkühlungen gesehen.^^
eigentlich doppelt soviel Sicherheitsmaßnahmen und Stromglättung bräuchte. (nitro 375W vs FE 600W !!!)
Schutzfunktionen dagegen, wie sie der RTX 5090 gut stehen würden, sehe ich in dem Bild keine. Die doppelt ausgeführten Shunts könnte man für eine zweigeteilte Verbrauchsmessung nutzen (k.A., ob das der Fall ist oder sie an der gleichen Leitung hängen), aber solange man dahinter keine getrennten Spannungswandlersektionen mit eigenem Controller hat, erlaubt das keine Reaktion auf etwaige erkannte Abweichungen. Die Karte könnte bei Schieflast zwischen beiden Bündeln allenfalls notdrosseln. (Schieflast innerhalb der Bündel, bei 3+3 die wahrscheinlichere Situation, kann sie nicht einmal erkennen.)
Sieht also eher schlecht aus mit dem Patent. Es für nichtig erklären zu lassen, kostet trotzdem Geld, was wer erst einmal in die Hand nehmen muss.
EDIT
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Die Meinung von Roman.
Definitiv spannend der Argumentationsaustausch.
Bin mal gespannt ob er das wirklich macht.
aber immerhin sinds dann 2x 20A Sicherungen(x), die hoffentlich auch einzeln kommen, ... im Bedarfsfall.
(bei der FE gibts wohl gar keine Sicherungen)
wäre mal interessant, wie Schadensfälle bei der Nitro so aussehen und wieviel Aufwand dann für die Reparatur anfällt
(x) dürften langsame Sicherungen sein, die nicht gleich bei jedem 1ms-Spike rausfallen
eigentlich doppelt soviel Sicherheitsmaßnahmen und Stromglättung bräuchte. (nitro 375W vs FE 600W !!!)
Dazu gab es auch ein Video von Buildzoid.
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