Geforce RTX 5090: Erster Die-Shot des Chips aufgetaucht - so sieht Nvidias GB202 aus
Im Netz ist der erste Die-Shot von Nvidias neuer Flaggschiff-GPU GB202 aufgetaucht, die in der Geforce RTX 5090 zum Einsatz kommt. Die Anordnung der einzelnen Recheneinheiten ist dabei gut zu erkennen.
Nvidias neue RTX-5000-Grafikkarten werden, wie ihre Vorgängermodelle, in TSMCs 4N-Prozess gefertigt. Um den fehlenden Fortschritt bei der Fertigung zu kompensieren, muss das Unternehmen beim Flaggschiff dabei auf einen deutlich größeren Chip setzen. Ebendieser, der GB202 als Herzstück der Geforce RTX 5090, ist nun erstmals ohne Beschichtung zu sehen. Konkret hat Tony Yu, General Manager von Asus China, den Die-Shot des Chips in einem Video auf Bilibili gezeigt.
Bekannte Anordnung
Der laut Nvidia 750 mm² und laut Tony Yu 761 mm² große Chip gehört zu den bislang größten GPUs, die Nvidia bislang im Consumer-Markt angeboten hat. An der erkennbaren Struktur des Chips ändert das aber nichts: Wie alle anderen GPUs besteht auch der GB202 aus vielen sich wiederholenden Blöcken.
Quelle: Tony Yu (Bilibili)
In den gezeigten Aufnahmen reflektiert der GB202 vor allem blaues Licht. Bei vielen Chips ist die Farbe aber stark winkelabhängig. Das könnte auch hier der Fall sein.
Eine Beschriftung von @Kurnalsalts auf X zeigt dabei den möglichen Aufbau, der dem des Vorgängers AD102 ähnelt. Unter anderem sind zwölf verbaute GPCs in vier Blöcken, ein Cache-Cluster im Zentrum sowie die Speichercontroller am Rand des Chips gekennzeichnet.
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Leider sind die bislang veröffentlichten Aufnahmen des GB202 nicht allzu hochauflösend. Mehr wird man wohl erkennen, wenn der bekannte Chipschleifer Fritzchens Fritz die GPU in die Hände bekommt und seine gewohnt hervorragenden Aufnahmen anfertigt. Bis dahin dürfte es aber wohl noch etwas dauern. Denn schließlich muss die Geforce RTX 5090 für privat angefertigte Die-Shots erst auf den Markt kommen. Und angesichts des hohen Preises von Nvidias neuem Flaggschiff kommen entsprechende Aufnahmen wohl erst infrage, sobald die ersten entsprechenden GPUs defekt und gleichzeitig kein Garantiefall mehr sind.
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Quelle: via Videocardz / Tom's Hardware

Dafür sprechen mMn vor allem die folgenden Aspekte:
- GB202 ist in der 5090 wieder relativ stark beschnitten (meines Wissens um ca. 11%), sodass trotz des enorm großen Dies die Ausbeute einigermaßen erträglich ausfallen dürfte. Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte es für Nvidia wenigstens äquivalent sein, im vergleichsweise günstigen 4N Prozess zu verbleiben, statt teureres N3E (oder eine 3N Abwandlung) Silizium zu verwenden.
- 4N hat erheblich bessere Kapazitäten, und Nvidia vermeidet die Konkurrenz zu Apple als derzeitiger Hauptabnehmer von N3(E).
- Der Beschnitt der 5090 ermöglicht es, ohne signifikante Taktverluste unter der 600W Grenze zu bleiben. Zudem zeigt sich ja schon sehr deutlich, dass es der 5090 trotz immens breiterem Speicherinterface schwer fällt, sich ohne 4K-Last mit massivem RT überhaupt auszulasten. Sollte eine RTX 6000 Blackwell mit weniger Beschnitt folgen, wird diese sowohl weniger Takt haben (egal) als auch die besten Dies entsprechend monetarisieren können.
- Die gigantische Preis- und Leistungslücke zwischen 5090 und 5080 lässt jeden denkbaren Spielraum, teildefekte GB202, die sich weder für 5090 noch Profi-Abwandlungen eignen, beiseitezulegen und später ein Binning für eine 5080ti zu definieren (z.B. mit 384bit oder 320bit statt 512bit Speicherinterface) und damit den meisten Salvage gewinnbringend zu platzieren.
- AMD konkurriert absehbar nicht mit der 5090, mit einer hypothetischen 5080ti, sehr wahrscheinlich nicht einmal mit GB203 im Vollausbau auf der 5080 - und genausowenig mit irgendeiner RTX x000 Blackwell. AMD nutzt auch keinen Node-Vorteil für RDNA4. Intel (Habana) Gaudi ist im Prinzip ein schlechter Witz, für Nvidia nicht mal ein Fliegenschiss auf der Windschutzscheibe. Mangels Konkurrenz gibt es also nicht den geringsten Grund für einen Node-Wechsel, der Preise treibt (ja, noch mehr!) oder Margen kostet (Gott behüt!)
- Nvidia geht mit Blackwell absolut all-in, Software und AI als Performance zu verkaufen. AI-TOPS > all. Darauf ist jede Änderung in Blackwell architektonisch ausgerichtet. Einträglicherweise eignet sich Blackwell damit sowieso besser für das, womit Nvidia die große Kohle scheffelt, AI. Win/Win also, und die marktbeherrschende Stellung, die sie sich im letzten Jahrzehnt erarbeitet haben wird schon dafür sorgen, dass der Kunde zugreift.
Ich könnte noch weitere Punkte aufzählen, aber der Punkt ist glaube ich
Ich liebäugel ja auch mit so einem Teil um den "alten" 34" Alienware OLED abzulösen.