Amazon-Betrug: Käufer erhält statt 5.000 Euro teurer RTX 5090 nur wertlose Steine

34
News Felix Krauth Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Amazon-Betrug: Käufer erhält statt 5.000 Euro teurer RTX 5090 nur wertlose Steine
Quelle: MSI

Der Betrug mit Grafikkarten über Amazon ist mittlerweile zu einem ernsthaften Problem geworden. Erneut berichtet ein Käufer jetzt über einen Fall, in dem statt einer teuren Grafikkarte nur wertloses Füllmaterial im Karton war.

Die momentane Speicherkrise wirkt sich nicht nur auf die Preise von RAM aus. Auch die Kosten für SSDs und Grafikkarten explodieren. Das ruft Betrüger auf den Plan. Und so häufen sich in letzter Zeit die Berichte über Vorfälle, bei denen Amazon-Kunden eine teure Grafikkarte über den Versandriesen bestellen, aber beim Auspacke statt High-End-Hardware nur wertloses Füllmaterial im Karton vorfinden. Opfer berichten etwa von Ziegelsteinen oder Grafikkarten mit falschen Aufklebern. Jetzt hat es einen weiteren Käufer getroffen.

Steine statt Grafikkarte

Nutzer Dazzling_Course8755 hatte laut seinem Post auf Reddit eine vermeintliche MSI Suprim RTX 5090 über das Amazon-Warehouse bestellt. Bei der Karte handelte es sich also bereits um Retoure-Ware. Wie viel er dafür bezahlt hat, verrät er nicht. Allerdings müssen deutsche Käufer für die einzige momentan verfügbare Ausführung der GPU laut Preisvergleich 5.000 Euro zahlen. Billig war der Einkauf also vermutlich nicht. Beim Öffnen des Pakets fand der Nutzer jedoch nur in Handtücher gewickelte Steine vor.

In seinem Post beschreibt Dazzling_Course8755, dass es bereits der vierte solche Vorfall ist, den er erlebt. Die Verpackung und das Siegel hätten bereits verdächtig ausgesehen. Entsprechend filmte er zur Sicherheit den gesamten Auspackvorgang. Das gemachte Video dürfte im Zweifelsfall hilfreich sein, sollte Amazon bei einer Reklamation Probleme machen. Dennoch stellt sich die Frage, warum der Nutzer so viele Grafikkarten über den Versandhändler bestellt.

Teils leichtes Spiel für Betrüger

Der Vorfall verdeutlicht erneut das immer größere Problem mit Grafikkartenbetrug über Onlinehändler. In den meisten Fällen bestellen Kriminelle eine GPU, tauschen sie durch wertloses Füllmaterial mit gleichem Gewicht aus und senden den Karton als Retoure zurück. Denn bei vielen Rücksendungen wird nicht in das Paket geschaut, um den Inhalt zu überprüfen. Oft wird die Ware lediglich gewogen. Stimmt das Gewicht also überein, geht die Ware wieder in den Verkauf und wird einem ahnungslosen Zweitkäufer zugesendet.

Wer momentan online teure Hardware bestellt, sollte die Ware in ein Ladengeschäft senden lassen, dort abholen und schon vor Ort den Karton öffnen. Viele Verkäufer mit Filialnetzwerken bieten eine solche Option an. Bei Amazon ist das nicht möglich. Im Hinblick auf die weiter steigende Anzahl an Betrugsfälle beim Versandriesen scheint also zumindest das Filmen beim Auspacken zur Pflicht zu werden.

34
    • Kommentare (34)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        "In seinem Post beschreibt Dazzling_Course8755, dass es bereits der [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] solcher Vorfall ist, den er erlebt."

        Nee, also beim besten Willen glaub ich das nicht. Nee nee...
        Was ist, wenn er selbst diesen Vorfall fingiert, nur um eine Chance zu bekommen, kostenlos eine weitere Karte abzugreifen. Ein manipuliertes Auspackvideo kann man zu jeder Zeit drehen.
      • Von kmf Freizeitschrauber(in)
        "In seinem Post beschreibt Dazzling_Course8755, dass es bereits der [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] solcher Vorfall ist, den er erlebt."

        Nee, also beim besten Willen glaub ich das nicht. Nee nee...
        Was ist, wenn er selbst diesen Vorfall fingiert, nur um eine Chance zu bekommen, kostenlos eine weitere Karte abzugreifen. Ein manipuliertes Auspackvideo kann man zu jeder Zeit drehen.
      • Von Zetta Freizeitschrauber(in)
        Amazon Fahrer sind schlimmer als die von DPD. Amazon Fahrer wissen anscheinend, was sich im Paket befindet. Die wissen genau, dass RTX 5090 GPUs, ohne Rechnung, für mindestens 2000 Euro über Kleinanzeigen verkauft werden.
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Meinst du die Begründung als Satire?

        Solch eine Antwort weicht eindeutig von einem normalen Verhalten ab. Keiner kauft eine bis zu 5000€ Grafikkarte, um einen armen Händler wie Amazon zu unterstützen. Die Aussage ist merkwürdig.
        Völlig ernst meine ich das.

        Was die Ermittler denken, beeinflußt vielleicht ihr Denken und Handeln, hat aber mit der Rechtssprechung am Ende nix zu tun.

        Es gibt auch Menschen, die haben den Ermittlern mit einem fetten Grinsen ins Gesicht gelogen und sind damit durchgekommen, obwohl jeder wusste das sie schuldig sind.
        Beweisen können muss man den mutmaßlichen Betrug.

        Ok, es gibt natürlich auch Verurteilungen aufgrund von Indizien, die sind aber selten.

        Das es reichlich Betrüger gibt die denken sie wären clever und sind es nicht, steht außer Frage.
      • Von Thomas5010
        Zitat von akuji13
        Wenn der Zusteller das Paket um 10.30 Uhr vor die Tür stellt, oder es aus dem Briefkasten herausschaut und es um 18 Uhr nicht mehr da ist wenn der Empfänger nach Hause kommt, haftet dieser nur, wenn er zuvor eine Abstellgenehmigung erteilt hat.
        Da hast du recht. Das Verhalten von Amazon schützt höchstens vor der Aussage "das Paket wurde bei mir nicht abgegeben".
        Zitat von akuji13
        "Ich möchte den Händler, der es schwer genug hat in diesen Zeiten, nicht für die schlechten Menschen bestrafen."

        Ist logisch und in sich schlüssig.
        Meinst du die Begründung als Satire?

        Solch eine Antwort weicht eindeutig von einem normalen Verhalten ab. Keiner kauft eine bis zu 5000€ Grafikkarte, um einen armen Händler wie Amazon zu unterstützen. Die Aussage ist merkwürdig.

        Jetzt könnte der Ermittler prüfen, ob der Käufer in der Vergangenheit ebenfalls "arme Händler" unterstützt hat. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird gegen ihn ermittelt.

        Die Aussage an sich ist aber schon grinch.

        Zitat von akuji13
        Falls er ein Betrüger sein sollte, ist er sehr wahrscheinlich auch clever genug, nicht zu einer Vernehmung zu erscheinen und seine Zeugenaussage schriftlich durch einen Anwalt verfassen zu lassen.
        Betrüger sind nicht immer clever, sondern habgierig. Wenn er es sich leisten kann, dann nimmt er einen Anwalt aber das kommt bei Kleindelikten nicht vor.

        Der "Betroffene" aus dem Artikel hat doch bereits in der ersten Aussage mehr Informationen preisgegeben als nötig. Die Aussage "das er viermal betrogen wurde und erneut eine teure Grafikkarte beim selben Händler bestellt", ist eine Aussage die ihn belastet. Diese Information hätte er gar nicht teilen müssen.

        Habgier und Hochmut entlarvt.
      • Von akuji13 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Wenn Amazon ein Paket vor meiner Tür abstellt oder in den Briefkasten steckt, dann werden Fotos gemacht. Das ist gängige Praxis bei jeder Kundenauslieferung. Die haben auch die Schnauze voll, von Kunden mit falschen Behauptungen.
        Die können so viele Fotos machen wie sie möchten.

        Wenn der Zusteller das Paket um 10.30 Uhr vor die Tür stellt, oder es aus dem Briefkasten herausschaut und es um 18 Uhr nicht mehr da ist wenn der Empfänger nach Hause kommt, haftet dieser nur, wenn er zuvor eine Abstellgenehmigung erteilt hat.

        Zitat von Thomas5010
        Der würde bei einer polizeilichen Anhörung knallhart gefragt werden: "Warum bestellen Sie denn dort eine teure Grafikkarte, wenn Sie bereits beim selben Händler viermal zuvor schlechte Erfahrungen gemacht haben?" - Wenn er darauf keine logische und überzeugende Antwort gibt, dann wird gegen ihn ermittelt und nicht gegen den Versandhändler.
        "Ich möchte den Händler, der es schwer genug hat in diesen Zeiten, nicht für die schlechten Menschen bestrafen."

        Ist logisch und in sich schlüssig.

        Zitat von Thomas5010
        Wahrscheinlich wird er sich bei einer knallharten Zeugenaussage widersprechen. Die Polizeibehörden fragen dann solche Sachen wie, "schildern Sie das Ereignis mal rückwärts", um eine auswendiggelernte Aussage von einem tatsächlichen Ereignis zu unterscheiden. Die kennen viele Tricks, um Fake Behauptungen von einem realen Geschehen zu unterscheiden.
        Falls er ein Betrüger sein sollte, ist er sehr wahrscheinlich auch clever genug, nicht zu einer Vernehmung zu erscheinen und seine Zeugenaussage schriftlich durch einen Anwalt verfassen zu lassen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk