Ziegelstein statt RTX 5080: Amazon-Betrug soll bald ein Ende finden
Immer wieder tauchen auf Reddit Fälle auf, bei denen sich ein vermeintlicher GPU-Kauf auf Amazon als Betrug entpuppte. Schuld daran soll die "Commingling"-Praxis sein, die vom Onlinehändler demnächst abgeschafft wird.
Als (eigenen Angaben zufolge) größter Onlineversandhändler der Welt ist Amazon nicht nur eine der ersten Anlaufstellen für den Kauf von PC-Hardware, sondern auch ein beliebtes Vehikel für Betrug aller Art. Innerhalb der Tech-Community kommt es dabei immer wieder zu Fällen, bei denen ein teures Produkt - meist eine Grafikkarte - durch etwas Wertloses ersetzt wird. Im PCMR-Subreddit berichtet der Nutzer "GlassHistorical5303" von einem neuerlichen Fall: Statt einer gekauften PNY Geforce RTX 5080 erhielt der Amazon-Kunde einen Ziegelstein.
Mit "Commingling" ist bald Schluss
Neben den naheliegenden Wortspielen ("nicht einmal eingebaut und schon die GPU gebrickt") macht sich die PCMR-Community auf die Suche nach der Ursache für den Fehler. Mutmaßlich dürfte das "Commingling" genannte Prozedere als Einfallstor für den Betrug dienen, bei dem ein Dritter die eigentliche Grafikkarte entwendet und gegen den Ziegel ausgetauscht hat.
Hierbei handelt es sich um eine Praxis, bei der Amazon identische Artikel von verschiedenen Verkäufern unter einem einzigen Strichcode zusammengepackt hat. Laut dem Händler soll dadurch schnellerer Versand sowie mehr Platz im Lager ermöglicht werden, doch hat das auch den Nachteil, dass Fälle wie beim Reddit-Nutzer nicht konkret nachverfolgt werden können.
Laut dem Wall Street Journal beschwerten sich legitime Händler entsprechend regelmäßig über zu Schaden gekommene Reputation, da Betrüger es durch Commingling leicht haben, Bestellern unpassende Ware unterzujubeln, und nicht dauerhaft außer Verkehr gezogen werden können. Wie ModernRetail berichtet, soll damit aber bald Schluss sein: Im Rahmen der jährlichen Amazon-Verkäuferkonferenz in Seattle habe der Händler angekündigt, dass die Commingling-Praxis eingestellt wird.
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Und du denkst die Praktiken bei den anderen Versendern sind anders?
Lageristen und Leute im Versand sind nun mal nicht hochbezahlten Jobs. Die meisten arbeiten eh auf Niedriglohnbasis.
Mehr ist bei den Händlern auch meist nicht möglich, da die Marge zu gering ist.
Bei Big-Amazon bekommst du es halt nur in den Medien mit, bei den "Kleinen" hörst du davon eh meist nichts.
Bei teuren Amazonlieferungen bekommst du einen Code per Mail, so dass da nichts vor der "Haustür" abgelegt wird.
1) Logistik
Ja, ich war 10 Jahre bei einem bekannten Hardware Händler beschäftigt.
Die Mitarbeiter dort haben einen vernünftigen Tarifvertrag von dem sie leben können, sind gewerkschaftlich organisiert und sind nicht gezwungen in Flaschen zu pinkeln.
Auch benötigten wir zu Stoßzeiten (z.B. Weihnachten) nicht haufenweise ausländische Mitarbeiter die mit Bussen wie Vieh in menschenunwürdige Wohnlager gekarrt wurden, wo ihnen die Ausweise abgenommen werden.
Amazon drückt hier die Preise so, dass andere Händler gezwungen sind mitzuziehen - dadurch werden die Arbeitsbedingungen überall immer schlechter. Daran ist Amazon Schuld.
2) Versand
Unser DHL-Bote macht den Job seit 20 Jahren und kann von seinem Gehalt gut leben und seine Kinder ernähren.
Er kann ausreichend Pausen einlegen und kann seine Tour gut in 7-8 Std erledigen, manchmal reicht die Zeit auch für einen Kaffee oder ein Eis auf unserer Veranda.
Der Amazon eigene Lieferdienst drängt die Arbeiter in selbstständige Arbeit und wälzt damit das gesamte Risiko auf den lohngedumpten Zusteller ab. Zusteller und Transportunternehmen bekommen unmenschliche zeitliche Vorgaben und werden aggressiv getrackt und sanktioniert. Auch hier ist die Flasche manchmal die letzte Ausweg.
Das hat Auswirkungen auf andere Versandienstleister, die ebenfalls für Amazon tätig sind und zu billigpreisen liefern müssen. Einziger Ausweg ist häufig Subunternehmer zu beaufragen, die noch niedrigere Job-Standards aufweisen.
3) Geschäftpraktiken
Amazon schädigt den gesamten Markt und alle Händler die auf der Platform aktiv sind.
Die Marktmacht wird ausgenutzt, um Preise zu diktieren, Partner daran zu hindern ihre Waren außerhalb der Amazon Platform zu vertreiben oder günstiger anzubieten.
Partner zahlen über 50% Provision, um Waren über die Platform zu vertreiben - können aber häufig nicht darauf verzichten, obwohl sie selbst wenig daran verdienen.
Gerade zu diesem Thema existieren genug Berichte in den Mediatheken und in der Presse, da muss ich jezt nicht mehr zu schreiben.
LG
Diese Entscheidung wurde nicht getroffen, weil Amazon (direkt als Verkäufer) uns eine leere SSD Verpackung zugesendet hat.
Sondern aufgrund der fragwürdigen Geschäftspraktiken, unmoralischen Verhaltens gegenüber Angestellten, Partnern und Subunternehmern.
Und du denkst die Praktiken bei den anderen Versendern sind anders?
Lageristen und Leute im Versand sind nun mal nicht hochbezahlten Jobs. Die meisten arbeiten eh auf Niedriglohnbasis.
Mehr ist bei den Händlern auch meist nicht möglich, da die Marge zu gering ist.
Bei Big-Amazon bekommst du es halt nur in den Medien mit, bei den "Kleinen" hörst du davon eh meist nichts.
Bei teuren Amazonlieferungen bekommst du einen Code per Mail, so dass da nichts vor der "Haustür" abgelegt wird.
Ich hatte mal so einen Fall mit eBay. Ich habe mir dort ein iPhone gekauft, dafür 1.000 Euro bezahlt und wurde betrogen. Das iPhone habe ich nie erhalten, und das Verfahren hat zwei Jahre gedauert. Der Betrüger wurde zwar verurteilt, aber ich bin leer ausgegangen.
Ich hatte mal so einen Fall mit eBay. Ich habe mir dort ein iPhone gekauft, dafür 1.000 Euro bezahlt und wurde betrogen. Das iPhone habe ich nie erhalten, und das Verfahren hat zwei Jahre gedauert. Der Betrüger wurde zwar verurteilt, aber ich bin leer ausgegangen.