Asus RTX 5080 Noctua OC Edition im Test: High-End-Lüfter treffen auf Oberklasse-GPU
Was passiert, wenn High-End-Lüfter auf eine Oberklasse-GPU treffen? Die Geburt der Asus Geforce RTX 5080 Noctua OC Edition. Wir haben das wuchtige Custom-Modell genauer unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Sind die verbauten G2-Lüfter der Gamechanger?
Inhaltsverzeichnis
Mit der Noctua OC Edition der RTX 5080 aus dem Hause Asus hat sich ein wahres Monster in unserer Redaktion eingefunden. Nicht nur sind die massiven Ausmaße des Kühlkörpers besonders auffällig, sondern auch die Verwendung von standardisierten Gehäuselüftern. Noctua hat der Karte drei der eigenen 120-mm-High-End-Modelle spendiert, die schon in unserem Test sehr gut abschneiden konnten. Wir prüfen das Modell auf Herz und Nieren: Können die neuen NF-A12x25 G2 der RTX 5080 zu wahren Höhenflügen verhelfen, oder wird es doch eine Notlandung?
Konstruktion und Design
Mit einem Gewicht von 2.688 g und einer Größe von 385 × 137 × 81 mm findet sich das Custom-Modell in RTX-5090-Gefilden wieder und würde selbst hier mit einem der größten Kühlkörper um die Ecke kommen. Eine Beleuchtung gibt es keine, das Design lehnt sich stark an die Noctua-Sprache an. Braun- und Bronze-Töne prägen das elegante und schlichte Erscheinungsbild der Kunststoff-Abdeckung und der Metall-Backplate. Die drei verbauten, 25 mm dicken Noctua-Lüfter erhöhen vor allem die Gesamtdicke auf besagte 81 mm; Redaktionsrekord und eine volle Besetzung von vier Slotblenden-Plätzen.
Die Platine der Karte ist dem Flow-Through-Design zuliebe etwas auf 230 × 127 mm geschrumpft, ein Teil der GPU wird mit frischer Luft durchströmt. Wie alle RTX-5080-GPUs wird auch die Asus Noctua über einen 12+4-Pol-Stecker mit Strom versorgt und wie bei vielen anderen Modellen kann der Nutzer mittels Schalter zwischen Performance- und Silent-BIOS wählen. In beiden Voreinstellungen kann das Powerlimit der Karte um 25 Prozent erhöht werden, jedoch unterscheiden sich die jeweiligen Lüfterkurven. Wir haben die Karte in beiden Modi getestet, aber auch eine Lüfter-Lautheitsnormierung durchgeführt, um das Modell direkt mit der Konkurrenz vergleichen zu können.
Ergebnisse
Die 5080 Noctua Edition kann im Standard-Test absolut überzeugen. Die GPU-Temperaturen im Performance-Modus sind dermaßen niedrig, dass sich die gesamte 5080-Konkurrenz geschlagen geben muss. Und als erste Karte unterschreitet sie mit 58,5 Grad Celsius die magische 60-°C-Grenze. Der Speicher liegt dabei mit 60 Grad Celsius zwar minimal höher, ist aber immer noch außerordentlich kühl. Doch das Beeindruckende sind nicht wirklich die reinen Temperaturen, sondern die dabei entstehende Lärmbelastung. Denn diese ist mit 0,5 Sone selbst im P-Setting bei der Noctua Edition extrem gering und niedriger als bei der Konkurrenz. Doch was passiert im Silent-Modus?
Zuerst einmal drehen die Lüfter mit 625 U/min bei einer niedrigeren Drehzahl als im Performance-Modus, hier liegen 1.000 U/min an. Die Drehzahlreduzierung schlägt sich dann im Luftstrom und der Kühlleistung nieder. So steigt nun die GPU-Temperatur auf 65,5 und die Speichertemperatur auf 70 Grad Celsius. Damit rutscht das Modell das erste Mal in die Mitte des Testfeldes, nur um gleichzeitig bei der Lautstärke Rekorde zu erzielen. Lediglich 0,2 Sone erzeugen die Lüfter im Silent-Modus und machen das Noctua-Modell zur mit Abstand leisesten Karte im Feld. Die gute Kühlung resultiert in beiden Voreinstellungen in guten Taktraten von 2.790 MHz im P- und 2.745 MHz im S-BIOS. Das sind zwar hohe Werte, jedoch wird das Modell durch das eigene Geschwisterkind, die Astral, geschlagen, und zieht eher mit MSIs RTX 5080 Vanguard gleich.
Auf der nächsten Seite geht es direkt mit den Ergebnissen aus der Spulenfiepen-Messung und dem lautheitsnormierten Test weiter. Außerdem schauen wir uns die Lüfter genauer an, die der GPU zum Erfolg verhelfen, und verraten den großen Haken, den das Custom-Design mit sich bringt. Wer alles noch einmal genauer nachlesen will, findet am Ende unsere Wertungstabelle mit allen zugehörigen Noten.

Die 5080 Noctua ist aktuell bei uns leicht günstiger als die Astral, aber rund 200.- mehr als die 5080 TUF, auf welcher die Noctua basiert. Finde ich jetzt noch OK. Mal gucken , ich bin jetzt kein Noctua Fan, aber bei meinem neusten Bild ist viel Noctua drin, würde also farblich passen 😁