Geforce RTX 4090: Shunt-Mod hebt Notebook-GPU auf Niveau der RTX 5090
Auf Reddit berichtet ein Nutzer über eine Shunt-Mod, mit der er eine Geforce RTX 4090 Mobile fast auf das Leistungsniveau ihres Nachfolgers gebracht hat. Der Umbau hat aber auch Nachteile.
Während Grafikkarten im Desktop über eine breit aufgestellte Stromversorgung und ausladende Kühler verfügen, ist die Situation im Notebook eine andere: Dort ist vor allem Effizienz wichtig, um das Kühlsystem und den Akku zu schonen. Deshalb werden entsprechende GPUs auch oft mit sehr zurückhaltenden Powerlimits betrieben, die die Chips nahe an ihrem Sweetspot halten. Mit etwas Aufwand kann man dagegen aber vorgehen. Das demonstrierte jüngst der Reddit-Nutzer thatavidreadertrue mit seinem Post im Subreddit GamingLaptops.
Powerlimit ausgehebelt
Laut seines Beitrags besitzt thatavidreadertrue ein Asus ROG Zephyrus M16 4090 GU604VY mit verbauter Geforce RTX 4090 Mobile. Und ebendieser GPU wollte der Nutzer auf die Sprünge helfen. Dazu bedient er sich eines Shunt-Mods. Auf dem PCB befindet sich ein Messwiderstand - Shunt - über dem der Spannungsabfall gemessen und daraus die Stromstärke errechnet wird. So kann das Notebook den Energieverbrauch abschätzen und die GPU gegebenenfalls drosseln. Um das zu vermeiden, lötete thatavidreadertrue über dem bestehenden Widerstand mit 5 mΩ einen weiteren mit 1 mΩ auf. Durch den so entstehenden Gesamtwiderstand von nur noch 0,833 mΩ erkannte das Notebook nur noch ein Sechstel des tatsächlichen Verbrauchs.
Quelle: thatavidreadertrue (Reddit)
Ein über dem Messwiderstand angelöteter, zweiter Widerstand sorgt dafür, dass das Powerlimit im Betrieb nicht mehr begrenzt wird.
Passend dazu konnte der Reddit-Nutzer im Betrieb anschließend nur noch einen Verbrauch von 40 bis 45 Watt auslesen, hinter denen sich demnach ein tatsächlicher Verbrauch von 240 bis 270 Watt verbergen dürfte. Das reguläre Powerlimit der Geforce RTX 4090 Mobile, 120 Watt, wurde also deutlich übertroffen. Und das schuf angeblich zusätzliche Leistungsreserven. Gemittelt über sieben unterschiedliche 3DMark-Varianten legte die Grafikkarten durch die Shunt-Mod um 19,2 Prozent zu. Vergleichswerte mit einer Geforce RTX 5090 Mobile wurden nur knapp unterboten, Nvidias aktuelles Flaggschiff ist demnach nur 3,5 Prozent schneller.
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Den deutlichen Performance-Boost erkaufte thatavidreadertrue aber wohl mit einigen Nachteilen. Zunächst dürfte die Akkulaufzeit stark unter der Änderung leiden, und auch das Kühlsystem kommt so an seine Grenzen. Deshalb hat der Nutzer zuvor auch alle Wärmeleitpasten und Pads ausgetauscht. Eine entsprechende Mod sollte aber auch dann nur in Betracht gezogen werden, wenn die Kühlung und die Spannungsversorgung des Notebooks sehr breit aufgestellt sind - und man keinen Wert auf die Herstellergarantie legt. Zurückhaltendere Nutzer könnten für die Mod zudem auf größere Widerstände setzen. Hätte man beispielsweise einen Widerstand mit 50 mΩ als Zusatz aufgelötet, wäre das Powerlimit nur um rund zehn Prozent angestiegen.
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Quelle: thatavidreadertrue (Reddit) via Videocardz

Beim Powerlimit ist es wir bei allen GPUs und CPUs, je mehr Strom sie nutzen dürfen, desto schneller können sie theoretisch werden. Und im Laptopbereich, vor allem bei 4090 und 5090, sind Shunt-Mods nicht völlig ungewöhnlich. Es gibt Laptops die auch mit 250W auf der GPU klarkommen können.
Der im Bericht erwähnte Akku hat jetzt eigentlich nichts damit zu tun. Kenne keinen Laptopakku der 250 und noch mehr Watt für den Rest bereitstellen könnte.
Es gibt aber Laptops mit Wasserkühlung und 420 W Netzteilen, wo man diese Spielereien durchaus machen kann - wenn man auf die Garantie verzichtet.
Die CPU in meinem Laptop kann mit WaKü zB auch dauerhaft 200W aufnehmen und schlägt damit im Cinebench knapp den Desktop 285K. Die erreichten Temperaturen von 95 bis 100 °C sind auf Dauer aber vielleicht nicht so wünschenswert.