Grafikkarten-Paukenschlag: EVGA versus Nvidia - offizielle Stellungnahmen, katastrophale Margen-Entwicklung
Nach ersten Berichten über die Trennung von EVGA und Nvidia liegen nun Stellungnahmen der beiden Unternehmen vor. Neue Details über die Gründe für EVGAs Entscheidung kommen dabei nicht zutage. Laut Jon Peddie Rasearch sah die Margen-Entwicklung für Nvidias Partner in den letzten Jahren aber katastrophal aus.
Nachdem gestern von Medienberichten behauptet wurde, dass sich EVGA nach langjähriger Exklusivpartnerschaft von Nvidia trennen wird, liegen nun offizielle Stellungnahmen der Unternehmen vor. Zumindest ein Grund für die Trennung dürfte dabei wohl auch die Margen-Entwicklung sein, die für Nvidias Partner angeblich katastrophal verläuft.
Statements und Margen
Seitens EVGA wurde die Trennung inzwischen im offiziellen Forum des Herstellers bestätigt. Dort schreibt ein Community Manager, dass es von EVGA keine Next-Gen-Grafikkarten mehr geben wird. Die aktuelle Generation, also Nvidias RTX-3000-Grafikkarten, soll aber offenbar weiter angeboten und auch weiter von EVGA unterstützt werden.
Von einem potentiellen Wechsel hin zu AMD oder Intel ist dabei keine Rede. Ein solcher wird in dem Statement zwar nicht explizit ausgeschlossen, allerdings ist bei dem Verzicht auf Grafikkarten der neuen Generation nicht spezifisch von Nvidia-Modellen die Rede. Womöglich zieht sich EVGA also tatsächlich aus dem Kernmarkt des Unternehmens zurück.
Laut PC Gamer hat sich auch Nvidia inzwischen zu Wort gemeldet. Demnach blieb ein Sprecher des Unternehmens recht vage, bedankte sich für die Partnerschaft und betonte, dass Nvidia für die aktuelle Grafikkarten -Generation weiterhin mit EVGA zusammenarbeiten werde.
"Wir haben über die Jahre eine großartige Partnerschaft mit EVGA gehabt und werden sie auch weiterhin bei unserer aktuellen Produktgeneration unterstützen. Wir wünschen Andrew [Han] und unseren Freunden bei EVGA alles Gute".
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Zu den Hintergründen für die Trennung der langjährigen Partner gibt es somit von offizieller Seite keine neuen Informationen. Zuvor wurde aber berichtet, dass die Zusammenarbeit mit Nvidia für EVGA immer schwerer wurde. Wichtige Details zu verfügbaren Stückzahlen und anstehenden Preisänderungen kamen offenbar gar nicht oder nur sehr spät bei den Partnern an.
Ein weiterer Grund für die Entscheidung könnte außerdem auch die Entwicklung der Margen sein. Laut einer Grafik von Jon Peddie Research ging die mögliche Gewinnspanne für Nvidias Partner seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zurück, von anfangs rund 25 Prozent auf jetzt nur noch rund 5 Prozent. Bei Nvidia gab es im selben Zeitraum hingegen einen Anstieg von knapp über 35 Prozent auf rund 65 Prozent.
Während für Nvidias Partner in den letzten Jahren also immer weniger finanzieller Spielraum blieb, ist bei Nvidia selbst genau das Gegenteil der Fall. Bei einem Unternehmen wie EVGA, das sich unter anderem durch einen kostspieligen Support-Service von der Konkurrenz abhebt, dürfte diese Entwicklung dabei besonders tragisch gewesen sein.
Quellen: PC Gamer

Genau, ich denke das fasst die Problematik gut zusammen.
Hier in Europa kann man nicht mal direkt bei nvidia.com bestellen, sondern wird für Deutschland zu NBB geleitet, um eine FE Karte zu kaufen.
Auch in den USA funktioniert deren Shopsystem nicht sonderlich gut.
Bots konnten vor offiziellem Verkaufsstart bestellen und so ging die Anzeige gleich auf "sold out", ohne den Umweg über "in stock" zu machen.
Mit 40% Marktanteil des Grafikkartenmarktes der USA dürfte EVGA einen Nvidia Marktanteil bei knapp 80% gehabt haben.
So hat Nvidia zum Start der 4000er Reihe mal eben die größte Marke verloren.... Das dürfte sich bemerkbar machen.Edit:
Edit:
Im Gamers Nexus Video bezieht sich Steve übrigens auf die Produktionsstraßen von EVGA, die in Taiwan sind und bei denen es wohl schon Entlassungen gab.
Steve zeigt auch kurz eine Tabelle mit angedeuteten Verlusten pro 3000er High End Karte.
Er will eventuell im Dezember das Geheimnis lüften, wo er aktuell nur Werte andeutet und dann konkrete Zahlen nennen.
Die hohen Verluste kommen vor Allem daher, dass Nvidia das Paket aus Chip und RAM so teuer verkauft und auch jetzt keine nachträglichen Rabatte gewährt.
Durch die vorgeschriebenen Bauteile (Auch da gab es ja mal Listen, als die 3080er hochgegangen sind), haben die Hersteller bei diesen Teilen ungefähr gleiche Kosten, wie Nvidia... nur halt nicht bei der GPU und dem RAM.