Geforce RTX 3090: Spielerin zockt Crysis 3 über den Grafikspeicher
Die Geforce RTX 3090 verfügt mit 24 GiByte über reichlich Videospeicher, was sich eine Spielerin zu Nutze gemacht hat, um dort Crysis 3 spielbar unterzubringen.
Die Erstellung sogenannter RAM-Disks zur Nutzung von schnellem Arbeitsspeicher als Alternative zu langsamen Festplatten ist eigentlich ein alter Hut und in Zeiten schneller SSDs kaum noch gefragt, doch den meist knappen Videospeicher einer Grafikkarte hierfür zu adressieren und entsprechend zu nutzen, ist eher ungewöhnlich. Auf Twitter hat die in New York lebende Software-Entwicklerin @Strife212 aber eben genau das getan und mithilfe des Tools "GPU Ram Drive" eine 15 GiByte große NTFS-Partition auf dem 24 GiByte fassenden Videospeicher der neuen High-End-Grafikkarte Geforce RTX 3090 erstellt.
Anschließend installierte sie dort den grafisch durchaus opulenten Shooter Crysis 3 aus dem Jahr 2013 und konnte das Ganze so auch gut funktionierend spielen, wobei im Schnitt bei hohen Grafikeinstellungen in UHD-Auflösung Bildraten von um die 74 Bilder pro Sekunde erreicht wurden. Gemeinsam mit der Installationsgröße des Spiels lag die Auslastung des Videospeichers dabei bei rund 20,4 GiByte.
Bemerkenswerterweise haben sich die Ladegeschwindigkeiten des Spiels dabei nicht verbessert, die laut @Strife212 auf dem Niveau schneller NVMe-SSDs lagen. Dabei ist der Umstand naheliegend, dass die Daten aus dem Videospeicher nach wie vor erst in den Arbeitsspeicher geladen werden müssen, von wo sie dann vom Hauptprozessor weiterverarbeitet werden. Crysis 3 wurde seinerzeit logischerweise nicht dahingehend entwickelt, um die Vorteile moderner Datenträger zu nutzen, wodurch sich hier kein großer Vorteil ergibt. Wie dsogaming.com anmerkt, dürfte sich dies bei künftigen Spielen natürlich ändern, sobald verstärkt auf Features wie DirectStorage gesetzt wird, um einen Vorteil aus den hohen Transferraten zu ziehen.
