Nvidia: Düstere Prognose für Verfügbarkeit von RTX 3080 & Co.
Auf seinem jährlichen Investoren-Tag hat Nvidia positive Ausblicke auf die Umsatzentwicklung gegeben, für die GPU-Verfügbarkeit gibt es aber keine guten Nachrichten. So soll die Nachfrage "für einen Großteil dieses Jahres" weiter das Angebot übersteigen.
Die schlechte Verfügbarkeit von RTX-30-Grafikkarten könnte nach jüngsten Äußerungen von Nvidia deutlich länger dauern als bisher kommuniziert.
RTX 30: Die meiste Zeit des Jahres schlecht verfügbar?
Es gab von Nvidias Offiziellen in den letzten sechs Monaten immer wieder Aussagen zur (schlechten) Verfügbarkeit der Geforce-Ampere-Generation. Diese hatten alle gemein, dass sie nur einen relativ engen Zeitraum abdeckten, was gewisse Hoffnungen auf eine Besserung der Lage bei RTX 3080 und Co. auslöste. So stellte Nvidia-CEO Huang Anfang Oktober 2020 in Aussicht, dass die Verfügbarkeit bis Jahresende schlecht wäre. Mitte November bestätigte Nvidia-CFO Colette Kress dann, dass es wohl noch einige "Monate dauern könnte, bis die Produktverfügbarkeit die Nachfrage einholt". Daraus konnte man ableiten, dass es vielleicht bis Februar oder März dauert, bis die RTX-30-Generation besser verfügbar ist.
Zuletzt war Mai im Gespräch als möglicher Wendepunkt für eine Besserung. Doch wenn man die jüngsten, allgemein gehaltenen Aussagen der Finanz-Chefin von Nvidia sacken lässt, dann sieht die Roadmap schon anders aus. Colette Kress wird folgendermaßen zitiert.
"Die Gesamtnachfrage bleibt sehr stark und übersteigt weiterhin das Angebot, während unsere Lagerbestände in den Vertriebskanälen weiterhin recht mager sind. Wir erwarten, dass die Nachfrage weiterhin das Angebot für einen Großteil dieses Jahres übersteigen wird. Wir glauben, dass wir genügend Angebot haben werden, um das sequenzielle Wachstum über Q1 hinaus zu unterstützen".
Sprich: Nvidia bleibt zwar sehr optimistisch, was die eigenen Umsätze im Fiskaljahr 2022 angeht, aber das grundsätzliche Problem einer zu hohen Nachfrage (bei zu geringem Angebot) soll womöglich fast das ganze Jahr präsent sein. Unterstützt werden die Aussagen von Kress durch die Präsentation, die auf dem Investoren-Tag veröffentlicht wurde. Demnach würde es nicht nur eine "unglaubliche Nachfrage" nach RTX-30-Grafikkarten geben, sondern auch noch riesiges Potenzial für Nvidia. Erst 15 Prozent der installierten Basis von Geforce-Nutzern sei schon auf RTX-Niveau (RTX 20, RTX 30). Und: Nvidia bietet nun auch Notebook-GPUs mit RTX 3060, 3070 und 3080 an, laut eigenen Angaben "die größte Notebook-Einführung aller Zeiten". Die kolportierte Yield-Schwäche bei Samsungs 8nm-Prozess dürfte hier nicht wirklich helfen.
Laut Nvidia sind die Gaming-Ampere-Karten vor allem im Vergleich zu Turing ein voller Erfolg. So verkauft sich Ampere rund doppelt so gut wie Turing, sechs Monate nach dem jeweiligen Launch sei der Marktanteil von RTX 30 auf Steam auch doppelt so groß wie bei RTX 20. Und mit Ampere hat sich nicht nur der durchschnittliche Verkaufspreis erhöht (von 300 USD bei Turing auf 360 USD bei Ampere), sondern auch der Anteil derjenigen, die mehr als 300 USD für eine Grafikkarte ausgeben. Das deckt sich auch mit den jüngsten Umfrage auf PCGH.de, wonach immer mehr Leute bereit sind, viel Geld für eine Grafikkarte auszugeben.


Wenn ich jemandem zutraue Mining effektiv sperren zu können dann Sony.
Diese Woche gab es auch immerhin schon zwei Drops bei AMD Direct (welche ich leider est zu spät registriert habe...). Ich beobachte das zwar erst sein ein paar Tagen, doch scheint es mir eine Häufung zu sein.
Das Video fand ich auch sehr informativ, ein paar Szenarien waren mir noch nicht bekannt. Ich hoffe doch sehr, dass diese Energieverschwendung zur Generierung von virtuellem Geld bald ein Ende hat und man neue Grafikkarten wieder für ihren originären Einsatzzweck erwerben und verwenden kann.