Geforce RTX 3070 Ti: Custom-Designs in der Übersicht - Taktraten, Kühlung, Powerlimits, erste Leistungstests
Auch bei der Geforce RTX 3070 Ti sind die Partner wieder mit bunten, leisen, großen oder unauffälligen Custom-Designs dabei. Wir haben eine erste Auflistung für Sie parat - inklusive Ersteindruck der Grafikkarten, die bereits das PCGH-Testlabor erreicht haben. Wie üblich wird diese Übersicht immer dann erweitert, sobald uns neue Informationen vorliegen.
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Jeder Nvidia-Boardpartner ist mit einer oder mehreren Varianten der Geforce RTX 3070 Ti (Test) am Start. Asus und EVGA haben dabei die größte Vielfalt, auch MSI und Gigabyte sind wieder mit starken Modellen dabei. Wir gehen im Folgenden auf jedes Design einzeln ein und verschaffen Ihnen mithilfe einer Tabelle eine Gesamt-Übersicht. In den folgenden Wochen werden wir uns eingehender mit den Grafikkarten befassen und diesen Artikel mit vielen weiteren Informationen anreichern.
Die Geforce RTX 3070 Ti
Die neue Oberklasse-Grafikkarte auf Ampere-Basis ist auch als sogenannte Founders Edition erhältlich - so nennt sich Nvidias Eigendesign, welches über den Partnershop Notebooksbilliger zur UVP verkauft wird. Letztere beträgt offitiell 619 Euro, während die Partner in der Regel schnellere, besser gekühlte Modelle ins Rampenlicht stellen - selbstverständlich ist hierfür ein Aufpreis fällig.
Bei der Geforce RTX 3070 Ti kombinieren die Geforce-Macher ihre bekannte Hardware zu etwas Neuem und liefern dabei auch einige "Firsts". Da wäre der GA104-Grafikchip, welcher im Oktober 2020 mit der RTX 3070 (Test) sein Debüt feierte, aber bis heute nur im professionellen Umfeld zeigen konnte, was wirklich in ihm steckt. Damit ist nun Schluss, auf der Geforce RTX 3070 Ti kommen die Filetstücke der GPU-Fertigung zum Einsatz: Chips mit der Endung "400" und somit dem Vollausbau. Somit verfügt die neue Ampere-Grafikkarte über 48 Shader-Multiprozessoren, welche unter anderem 6.144 FP32-ALUs, 328 Textureinheiten, 96 Raster-Endstufen und 48 Raytracing-Kerne beinhalten. Der offizielle, wie immer konservativ angegebene GPU-Boost beträgt 1.770 MHz, womit die RTX 3070 Ti eine Rechenleistung von knapp 22 Tera-FLOPS (SP/FP32) erreicht - knapp sieben Prozent mehr als bei der RTX 3070 (Non-Ti).
Bisher wurde das 256 Bit breite Speicher-Interface aller GA104-Modelle mit 14 GT/s schnellem GDDR6-ohne-X-Speicher bestückt, was zu 448 GByte/s Transferrate führte. Die Geforce RTX 3070 Ti kann hingegen - wie die RTX 3080 (Ti) - auf GDDR6X mit 19 Gigatransfers pro Sekunde zurückgreifen, um Daten mit 608 GByte/s zu kopieren. Das ist knapp 36 Prozent schneller und somit ein signifikantes Plus. Die übrigen Leistungsparameter rund um einen 4 MiByte fassenden Level-2-Cache hängen direkt an den Speicher-Controllern und sind folglich identisch zu RTX 3070 und RTX 3060 Ti. Das inkludiert die die Kapazität: 8 GiByte, ohne Ausnahme.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 3070 Ti Founders Edition
Custom-Designs der RTX 3070 Ti
Derzeit ist in Sachen Geforce RTX 3070 Ti vieles im Fluss, es erscheinen immer neue Designs und auf den Produktseiten der Hersteller werden nicht immer Taktraten und Powerlimits genannt. Der (unter normalen Bedingungen nie erreichte) GPU-Basistakt ist für alle Modelle von Nvidia vorgegeben und beträgt 1.575 MHz. Der opportunistische GPU-Boost unterscheidet sich hingegen von Modell zu Modell und außerdem von Karte zu Karte. Von den Modellen, die uns vorliegen, haben wir die entsprechenden Daten eingetragen.
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Eines haben alle uns vorliegenden Custom-Designs gemeinsam: Sie verwenden den anderen RTX-Karten sehr ähnliche Triple-Slot-Kühler mit drei 85- bis 90-mm-Lüftern, was generell der höheren Boardpower (TGP) von Ampere geschuldet ist. Alle bisher bekannten Custom-Designs weisen mindestens zwei 8-Pol-Strombuchsen auf, bisher ist uns kein Modell mit Nvidias 12-Pol-Lösung unter die Augen gekommen, außer der Founders Edition natürlich. Ansonsten orientieren sich die Custom-Karten auch in anderen Bereich an bereits bestehenden RTX-30-Designs, sie erfinden das Rad also nicht neu, was im Falle der RTX 3070 Ti für potenziell leisere Karten sorgt. Das Energiebudget sieht laut Nvidia 290 Watt vor (3070: 220 Watt), ein Kühler, der eigentlich für mehr als 350 Watt ausgelegt ist, hat also leichtes Spiel. Allerdings halten sich die Bordpartner meistens nicht an diese Vorgabe, doch dazu gleich mehr.
Asus RTX 3070 Ti ROG Strix O8G
Asus verwendet auf der RTX 3070 Ti den gleichen ausladenden Kühler wie auf den größeren Geschwistern. Der massive Triple-Slot-Kühler wirkt von außen nicht nur hochwertig, er kühlt die Karte auch insgesamt sehr gut. Dafür steht auch das Powerlimit von werkseitig 310 Watt - 20 Watt mehr als bei der Vorlage. Der ein oder andere Leser erinnert sich sicher noch an unseren Tuning-Artikel zur RTX 3090 ROG Strix, dieser Karte ist es mit manuellem Eingriff möglich, ein Powerbudget von 480 Watt zu veranschlagen - was der Kühler bewältigen konnte. Möglicherweise gibt es unter der Haube kleinere Veränderungen abseits der Coldplate, Sie können sich jedoch sicher sein, dass die 3070-Ti-Version keine Probleme mit der anfallenden Abwärme haben wird. Wer's stattdessen leiser liebt, wird sich über die Dual-Firmware freuen: Mittels Schalter wechseln Sie auf Wunsch zum Q-BIOS ("Quiet"), das mit 290 Watt agiert und die Lüfter langsamer rotieren lässt. Asus-typisch gibt's außerdem am Heck zusätzliche Anschlüsse für Gehäuselüfter, welche sich über die Grafikkarte und Asus' GPU-Tweak-Tool regeln lassen.
Palit RTX 3070 Ti GameRock OC
Optisch ist die Karte dem Design der RTX 3080 Ti sehr ähnlich, der einzige Unterschied findet sich bei der Stromversorgung. Obwohl die Karte von allen bisher begutachteten Modellen das höchste Powerlimit aufweist, nämlich 330 Watt ab Werk und 360 Watt (109 Prozent) bei höchster Einstellung, kommt sie mit zwei 8-Pol-Steckern aus. Doch das ist es nicht, was an dieser Karte zuerst auffällt - es ist die komplette Vorderseite, die bunt in allen möglichen Farben vor sich hin leuchtet. Dank des großzügigen Energiebudgets weiß die Karte auch unter Spielelast zu überzeugen. Insgesamt bietet sich hier dem Käufer ein optisches (wenn auch polarisierendes) Schmuckstück mit sehr hohen Energiereserven zum manuellen Tunen. Als Bonus bietet die Karte ein Dual-BIOS mit unterschiedlichen Einstellungen für Power, Takt und Lüfterkurve.
Gigabyte RTX 3070 Ti Gaming OC
Gigabytes RTX 3070 Ti Gaming OC trägt den gleichen ausladenden Triple-Slot-Kühler mit zwei 90-mm-Lüftern und einem 85-mm-Lüfter wie ihre große 80-Ti-Schwester. Gegenüber so mancher Einsteigervariante bietet sie eine Dual-Firmware (OC/Silent), welche sich mithilfe eines kleinen Schalters an der Oberseite wechseln lässt - praktisch für alle, die unterschiedliche Betriebsmodi oder schlicht ein Backup haben möchten. Ansonsten orientiert sich die Gaming OC an den eigenen Reihen, dass bedeutet ein höheres Powerlimit gegenüber der Founders Edition von Nvidia, was in Verbindung mit dem leistungsfähigeren Kühler für etwas mehr Leistung (und höhere Laufruhe) sorgt.
Zotac RTX 3070 Ti AMP Holo
Zotac setzt mit der Holoblack auf klare Akzente, der metallisch-bunte Header ist das, was bei der Karte zuerst ins Auge sticht. Der Kühler agiert relativ leise und das Powerlimit liegt mit 310 Watt etwas oberhalb der Nvidia Founders Edition. Die Holo ist recht schwer und wirkt von außen hochwertig; eine Metallplatte verbindet per Wärmeleitpads alle wichtigen Bausteine. Das maximale Powerlimit lässt sich auf bis zu 341 Watt erhöhen und liegt damit über dem Niveau einer RTX 3080 FE mit 320 Watt.
MSI RTX 3070 Ti Suprim X
MSI tut es spätestens seit der Suprim X Asus gleich, damit ist ein sehr ausladender Kühler gemeint, der leise agiert und dem Chip somit den größten Spielraum einbringt, was Boost und minimale Taktfluktuationen angeht. Ab Werk läuft die Karte mit 310 Watt bei einem typischen Boost von 1.830 MHz, in der Regel können Sie aber je nach Spielsituation noch einmal 100 MHz dazu rechnen. Mit dem MSI Afterburner können Sie das Powertarget auf bis zu 106 Prozent erhöhen, was 330 Watt entspricht. Somit liegt auch diese Karte über dem typischen Verbrauch einer RTX 3080 Founders Edition.
Custom-Designs der RTX 3070 Ti: Erste Benchmarks
Im Folgenden sehen Sie einige Benchmarks der Custom-Designs. Der Fokus bei diesem Test liegt darauf, die Unterschiede zwischen den einzelnen Karten und gegenüber der Nvidia Founders Edition erstmals zu ermitteln. Jede Karte musste eine Aufheizphase von zehn Minuten überstehen und dann den Benchmark absolvieren. Die finalen Tests einer jeder einzelnen Karte folgen.
Abermals gelingt es Palit mit der GameRock OC den ersten Platz zu belegen, bei 330 Watt ab Werk auch kein Wunder. Damit ist die Karte zwar immer noch weit von der RTX 3080 entfernt, kann sich aber immerhin um rund fünf Prozent von der Founders Edition von Nvidia absetzen. Auch die Frametimes sind mit den Custom-Designs insgesamt etwas glatter, doch die Unterschiede sind generell sehr gering und eher bei der Lautheit, als bei der Performance zu suchen.
Übersicht aller Designs
Mit dem schrittweisen Eintreffen der RTX-30-Custom-Designs startet für uns der Test nach dem Test - wir vergleichen die Eigendesigns der Boardpartner mit Nvidias Founders Edition. Die ersten Modelle haben bereits Testläufe hinter sich, sodass wir die öffentlichen Spezifikationen rund um Taktraten mit eigenem Wissen anreichen können. Die für passionierte Übertakter wichtigste Information betrifft das maximale Powerlimit. Dieses bestimmt, wie gut eine Geforce RTX 3080 Ti ihren Boost beim Overclocking halten kann. Das maximale Powerlimit ist ein Wert oberhalb der werkseitig eingestellten 100 Prozent. Die Founders Edition arbeitet ab Werk beispielsweise mit 350 Watt und kann in Tuning-Tools auf bis zu 400 Watt gesetzt werden. Der Ausgangswert ist bei der Betrachtung wichtig. Die Regel "Mehr ist besser" trifft auch bei Ampere zu, macht gute Kühlung jedoch umso wichtiger.
| Hersteller | Grafikkarte | Typ. GPU-Boost (MHz) | Powerbudget (Watt) | Powerbudget MAX (Watt) | Belüftung des Kühlers | Höhe effektiv | Strombuchsen | Länge (Hst.-Angabe) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nvidia | RTX 3070 Ti Founders Edition | 1.770 | 290 | 320 (110 %) | 2 × Ø 85 mm Flow Through | Dual-Slot | 1× 12-/2× 8-Pol | 267 mm | 12-Pol-Buchse |
| Asus | RTX 3070 Ti TUF Gaming | TBA | TBA | TBA | 3 × axial | TBA | 2× 8-Pol | TBA | Dual-BIOS |
| Asus | RTX 3070 Ti ROG Strix | 1.845 | 310 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 3× 8-Pol | TBA | Dual-BIOS |
| Asus | RTX 3070 Ti ROG Strix LC | TBA | TBA | TBA | 3 × axial | TBA | 3× 8-Pol | TBA | Dual-BIOS |
| EVGA | RTX 3070 Ti XC3 | TBA | TBA | TBA | 3 × axial | TBA | TBA | TBA | |
| EVGA | RTX 3070 Ti FTW3 | TBA | TBA | TBA | 3 × axial | TBA | TBA | TBA | |
| Gainward | RTX 3070 Ti Phoenix | 1.770 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 294 mm | |
| Gigabyte | RTX 3070 Ti Eagle | 1.770 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 283 mm | |
| Gigabyte | RTX 3070 Ti Eagle OC | 1.800 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 283 mm | |
| Gigabyte | RTX 3070 Ti Vision OC | 1.830 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 320 mm | Weißer Kühler |
| Gigabyte | RTX 3070 Ti Gaming OC | 1.830 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 320 mm | Dual-BIOS |
| Gigabyte | RTX 3070 Ti Master | 1.875 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol + 1× 6-Pol | 324 mm | Dual-BIOS, 3× HDMI/DP |
| Inno 3D | RTX 3070 Ti X3 | 1.770 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 300 mm | |
| Inno 3D | RTX 3070 Ti X3 OC | 1.785 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 300 mm | |
| Inno 3D | RTX 3070 Ti iChill X3 | 1.830 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 300 mm | RGB-Logo-Header |
| Inno 3D | RTX 3070 Ti iChill X4 | 1.830 | TBA | TBA | 3 + 1 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 300 mm | Mini-Lüfter im Header |
| MSI | RTX 3070 Ti Ventus 3X OC | 1.800 | 290 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 316 mm | |
| MSI | RTX 3070 Ti Gaming X Trio | 1.830 | 310 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 323 mm | |
| MSI | RTX 3070 Ti Suprim X | 1.860 | 310 | 330 (106 %) | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 335 mm | Dual-BIOS |
| Palit | RTX 3070 Ti GamingPro | 1.770 | 290 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 294 mm | |
| Palit | RTX 3070 Ti GameRock | 1.770 | 310 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 304 mm | ARGB, Dual-BIOS |
| Palit | RTX 3070 Ti GameRock OC | 1.845 | 330 | 360 (109 %) | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 304 mm | ARGB, Dual-BIOS |
| PNY | RTX 3070 Ti XLR8 Gaming Revel | 1.770 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 294 mm | |
| PNY | RTX 3070 Ti XLR8 Gaming Uprising | 1.770 | TBA | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 317 mm | |
| Zotac | RTX 3070 Ti Trinity | 1.770 | 290 | TBA | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 318 mm | |
| Zotac | RTX 3070 Ti AMP Holo | 1.830 | 310 | 341 (110 %) | 3 × axial | Triple-Slot | 2× 8-Pol | 318 mm |
Daten der jeweils aktuellen Firmwares. Einige Karten bieten ein zweites BIOS mit abweichenden (Silent-)Einstellungen. Der GPU-Basistakt beträgt bei allen Karten 1.575 MHz, der Speichertakt stets 9.502 MHz (19 GT/s).
Weitere Daten folgen, sobald die Hersteller nachlegen und die PCGH-Tests voranschreiten. Welches Design interessiert Sie am meisten? Haben Sie vor, bald zuzuschlagen? Diskutieren Sie mit!

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Alle Customs werden für das kommende Heft einem Test unterzogen, sofern alles planmäßig verläuft.
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