Corsair: Schwieriger PC-Gaming-Markt, alle Hoffnungen ruhen auf RTX 4000 & Co.
Corsair hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2022 vorgelegt und bestätigt damit die schwierige Situation am PC-Markt in Europa. Die Hoffnungen ruhen auf Geforce RTX 4000 und Co.
Schon im Mai ließ Corsair angesichts damals aktueller Geschäftszahlen aufhorchen. Auch wenn Corsair selbst keine Grafikkarten anbietet, so gelten GPUs als wichtiger Stimmungsmesser in der Branche. Das sieht man auch an den neuesten Vorabzahlen, die Corsair nun veröffentlicht hat.
Grafikkarten mit großem Einfluss für den PC-Markt
Die finalen Zahlen von Corsair für das zweite Quartal 2022 kommen zwar erst am 4.8., aber schon jetzt meldet man 284 Mio. USD Umsatz und einen EBITDA-Verlust von 10 bis 11 Mio. USD. Begründet wird dieser Verlust mit einem insgesamt schwierigen ersten Halbjahr, das geprägt war von einem gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das Endkundenausgaben im Bereich Gaming-Produkte, "besonders in Europa", beeinträchtigte. Die Lagerbestände stiegen dadurch an, sowohl bei den Herstellern als auch bei den Einzelhändlern. Entsprechend wurden auch weniger Produkte nachbestellt, damit man den Überschuss an Ware abbauen konnte.
Corsair hat dabei "erhebliche Fortschritte beim Abbau der Lagerbestände erzielt", unter anderem durch die sehr erfolgreiche Teilnahme am Amazon Prime Day. Man freue sich allgemein über die höheren Aktivitäten von PC-Selbstbauern, die Corsair-Produkte erwerben und einsetzen. Grafikkarten seien jetzt "allgemein zu attraktiven Preisen erhältlich". Corsair schlägt damit die Brücke zu Aussagen aus dem Mai, als man gesunkene Grafikkartenpreise für eine allgemeine positive Entwicklung verantwortlich machte. Corsair ging im Mai sogar davon aus, dass durch Rabatte die UVPs von RTX 3000 und RX 6000 unterschritten werden könnten. Flächendeckende Preissenkungen gab es bisher zwar nicht, wohl aber gezielte Aktionen. So berichtete PCGH über den Sofortrabatt von 350 Euro bei der Founders Edition der RTX 3090 Ti bei Notebooksbilliger.de und die Cashback-Aktionen von Asus und Gigabyte; außerdem gibt es einen Geforce Summer Sale beim Nvidia-Partner NBB - allerdings nur für Inno3D-Karten.
Der Blick nach vorn ist für Corsair wichtig und so geht man davon aus, dass der Markt für selbst gebaute Gaming-PCs in der zweiten Jahreshälfte 2022 an Fahrt aufnehmen werde. Natürlich spielen auch hier Grafikkarten die entscheidende Rolle. Im zweiten Halbjahr kommen "neue, leistungsstärkere GPUs auf den Markt", für 2023 erwartet Corsair "eine noch stärkere Aktivität". Bei Nvidia erwartet man die ersten Vorboten der RTX-4000-Serie ab dem späten Sommer bis zum Herbst, bei AMD gab es vor dem Wechsel auf RDNA3 im (Spät)-Herbst noch einen kleineren RX-6050-Refresh.

Dann noch das man den Markt mit den 75 Watt GPUS aufgeben will weil ja die Onbaord GPU so aufholen,finde ich diese vorgehen echt schade aber kann man nix machen.
Ja, Highend-Gaming liegt im Sterben und die Krise (Sanktionen, Inflation usw.) verstärkt das. Natürlich kostet das Topmodell einen Aufpreis, aber der Stromverbrauch und die allgemeinen steigenden Kosten verheißen Ende des Jahres nichts Gutes. Ich habe in der Mittelklasse gekauft, passe Einstellungen an und fertig...
Ich kann auf keine Konsole wechseln, weil ich die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten und die Anpassungsfähigkeit des PC mag, außerdem sind meine vorhandenen Spiele-Bibliotheken zu groß.