Geforce RTX 3060 mit 12 GiB vorgestellt: Mehr Speicher als RTX 3080 wohl wegen Interface
Nvidia hat im Rahmen der CES die Geforce RTX 3060 als weiteren Ampere-Abkömmling vorgestellt. Kurios: Die für Ende Februar geplante Grafikkarte hat 12 GiByte Speicher und damit mehr als die Geforce RTX 3080. Schuld ist wohl das 192 Bit breite Interface.
Wir hatten im Test der Geforce RTX 3070 und 3060 Ti die Speicherbestückung mit nur 8 GiByte bemängelt. Auch die 10 GiB der Geforce RTX 3080 kamen uns, im Verhältnis zur Leistung, etwas knapp vor. Nun hat Nvidia die Geforce RTX 3060 vorgestellt. Diese bietet, obwohl langsamer als die bereits veröffentlichten Ampere-Grafikkarten, überraschenderweise 12 GiByte Grafikspeicher.
Manch einer sieht in dieser Tatsache eine versteckte Ankündigung, dass zum Beispiel auch eine Geforce RTX 3080 mit mehr VRAM schon in den Startlöchern steht. Hintergrund dürfte aber tatsächlich das 192 Bit breite Speicherinterface sein. Alternativ lassen sich damit 6 GiByte wie bei der Geforce GTX 1060 anbinden. Eine solche Bestückung wird Nvidia, auch mit Blick auf die Radeon RX 6700-Serie mit ihren nachgesagten 12 GiByte, jedoch als zu gering empfunden haben.
Doppelt so schnell wie GTX 1060
Außerdem gilt es, die Geforce GTX 1060 zu beerben, welche schon vor vier Jahren 6 GiByte Speicher bot. Laut Nvidia reicht die Geforce GTX 1060 in vielen Spielen nicht mehr aus, um bei hohen Details 60 Fps zu erreichen. Mit aktiviertem Raytracing seien Games gar unspielbar. Die Geforce RTX 3060 bringt RTX nun in die Mittelklasse - und eine laut Nvidia doppelt so hohe Rasterisierungsleistung.
Alle Details, darunter die Anzahl der Raster-Endstufen, hat Nvidia noch nicht kommuniziert. Bereits bekannt sind die 3.584 Shader-Einheiten des verbauten GA106 (RTX 3060 Ti: 4.864), der Basistakt von 1,32 GHz, der Boost von 1,78 GHz und die Leistungsaufnahme von 170 Watt. Wie bei der Geforce RTX 3060 Ti, die eine Board-Power von 200 Watt hat, werden Partner vermutlich einen einzelnen Acht-Pin-Stromanschluss auf ihren Grafikkarten verbauen. Ebenfalls spannend: Zum Launch der Geforce RTX 3060 soll Resizable BAR unterstützt werden.
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Laut Nvidia geht die Geforce RTX 3060 ab Ende Februar zu einem Preis von 319 Euro in den Handel - Custom-Karten der Boardpartner sind preislich darüber anzusiedeln. Ob sich der Markt bis dahin entspannt hat, bleibt abzuwarten.

Bisschen mitdenken, danke.
Das finde ich ja erstmal verständlich. Und gerechtfertigt.
Dann gibt es aber ja noch die 3090, welche mit 24GB mehr als dein 16GB VRAM hat. Also bietet die doch ganz klar einen Mehrwert! Nämlich genügend Speicher für die nächsten paar Jahre.
Dieser Mehrwert als "zu wenig" abzu stempeln, aber vorher eine 3080 genau wegen zu wenig VRAM abstempeln klingt einfach wiedersprüchlich.
Kannst ja einfach schreiben, das DIR die die 3090 zu teuer ist. Dann versteht man das auch.
Ne 3080 runter machen, wegen zu wenig vram.
Und dann behaupten eine 3090 (mit mehr sls doppelt so viel vram und mehr rechen kernen) bringe keinen mehrwert?
Ja was denn nun?
Bisschen mitdenken, danke.
Schneller werden sie dort, wo dem Speicher der Karte mit weniger VRAM die Puste ausgehen würde und das mit Zunahme des Speicherbudges dann teilweise extrem.
Du kannst also, selbst wenn Du mit steigender Auflösung die Regler für Shaderintensive Berechnungen etwas zurücknehmen musst, trotzdem den Texturregler immer auf Vollanschlag lassen. Das ist schonmal ein Vorteil.
Man darf da nicht die reine Shaderleistung mit allem anderen in einen Topf werfen.
Auch ist der VRAM- Verbrauch weitestegehend unabhängig von einer reinen Auflösungssteigerung.
Die AA/AF/Supersampling Verfahren sind im Nachhinein sind das, was in hohen Auflösungen dann spürbar mehr VRAM einfordern können.
Die gleichen Diskussionen um den Speicher gab es damals bei meiner GTX 1070 mit Ihren 8GB auch schon. Die hatte ich 4.Jahre bis November 2020 in meinem System, der Speicher war bei der Grafikkarte nie ein Problem, die GPU Leistung hingegen schon, vor allem bei den höheren Auflösungen und den neueren Games mit Ihren gefühlten 1000 Filtern!