Geforce RTX 3060 Ti: Schon wieder ein geschmolzener Stromstecker - mit einer Auffälligkeit

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Geforce RTX 3060 Ti: Schon wieder ein geschmolzener Stromstecker - mit einer Auffälligkeit
Quelle: 南风吹过德令哈 ("Der Südwind weht durch Delingha") auf Baidu

In China berichtete der Besitzer einer Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X jüngst über einen weiteren geschmolzenen Stromstecker. Auffällig ist dabei die Kombination aus Stecker und Buchse - zwei unterschiedliche Standards trafen aufeinander.

Dass der vornehmlich auf Nvidia-Grafikkarten genutzte, neue Stromstecker vom Typ 12VHPWR bzw. 12V-2×6 immer wieder durch geschmolzene Gehäuse für Aufsehen sorgt, ist längst keine Neuigkeit mehr. Normalerweise kommen entsprechende Berichte aber vor allem bei Grafikkarten mit hohem Energieverbrauch, welcher eine lokale Überhitzung der Pins begünstigt. In China berichtet nun hingegen ein Nutzer, bei dem der Stecker einer Geforce RTX 3060 Ti in Mitleidenschaft gezogen wurde - und das, obwohl die Grafikkarte im Referenzdesign mit einer TDP von "nur" 225 Watt betrieben wird.

Komische Kombination

Der Nutzer, dessen Namen übersetzt "Der Südwind weht durch Delingha" lautet, hat auf Baidu Fotos des geschmolzenen Stromsteckers veröffentlicht. Die Kunststoffummantelung von zwei der Pins wurde demnach weitgehend abgeschmolzen, woraufhin die Grafikkarte ihren Dienst verweigerte. Vorher lief sie angeblich problemfrei, das Problem trat also nicht direkt nach einem Umbau auf.

Die verwendete Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X wurde offenbar mit einem 12-Pin-Stecker ausgeliefert, obwohl die Buchse auf dem PCB weitere vier Sense-Pins enthält. Quelle: @unikoshardware (X) Die verwendete Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X wurde offenbar mit einem 12-Pin-Stecker ausgeliefert, obwohl die Buchse auf dem PCB weitere vier Sense-Pins enthält. Auffällig ist dabei, dass der Stromstecker selbst noch gar nicht wirklich vom Typ 12VHPWR ist: Er verfügt zwar über die 12 stromführenden Pins, aber nicht die später mit dem Standard eingeführten vier Sense-Pins darüber. Die Buchse auf der Asus-Grafikkarte enthält diese hingegen. Asus hat also offenbar eigenmächtig die neue, standardisierte Buchse verbaut, auch wenn diese bei Nvidias Referenzdesign der Geforce RTX 3060 Ti fehlt. Als Kabel wurde hingegen trotzdem nur eines mit zwölf statt 16 Pins beigelegt. Ob die Überhitzung dadurch zustande kam, ist aber gleichzeitig offen. Denn fehlender Kontakt an den Sense-Pins sollte bei korrekter Implementierung die übertragene Leistung höchstens limitieren.

Ebenso interessant: Geforce RTX 5050: Test zeigt sie hinter Arc B580 und RTX 4060

Womöglich handelt es sich also einfach um einen weiteren Unglücksfall, bei dem der neue Nvidia-Stromstecker entweder aufgrund einer unsachgemäßen Bedienung oder schlicht aufgrund unzureichender Leistungsreserven in Mitleidenschaft gezogen wurde. Doch unabhängig der Ursache: Jeder weitere Bericht über entsprechende Vorfälle dürfte das ohnehin schon angeschlagene Vertrauen in den Anschluss weiter schmälern - zumal auch die neuere Version 12V-2×6 die Probleme nicht vollständig ausräumen konnte.

Haben Sie eine Grafikkarte mit dem neuen Stromanschluss im Einsatz - oder bleiben Sie den alten 6- und 8-Pin-Steckern treu? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: 南风吹过德令哈 ("Der Südwind weht durch Delingha") auf Baidu via Videocardz

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Allein schon, dass man zusätzlich zu einem sündhaft teuren Produkt dann auch noch zu solchen Mitteln greifen muss, damit es wie vorgesehen funktioniert, ohne einem die Bude abzufackeln, ist eine Frechheit.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Allein schon, dass man zusätzlich zu einem sündhaft teuren Produkt dann auch noch zu solchen Mitteln greifen muss, damit es wie vorgesehen funktioniert, ohne einem die Bude abzufackeln, ist eine Frechheit.
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Ich traue dir das durchaus zu von der Schilderung her zu urteilen. Ich dachte aber ich schiebe mal ne frage dazu hinterher bevor hier jemand mit 2 linken Händen und Tremor versucht eigenmächtig eine Selbststudie durchzuführen die recht teuer enden kann ^^
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von BiTbUrGeR
        wie hoch ist die gefahr von kurzschlüssen wenn das unsauber aufgetragen wird? ^^

        und wie verhält es sich dann mit der gesetzlichen Gewährleistungspflicht des Herstellers?
        Ich mache dies natürlich schon seit Jahren und habe dort sehr viel Erfahrungen gesammelt. Ein kleiner leichter Film reicht aus und der Kontakt ist perfekt.
        Die Reinigung der Komponenten (Stecker, Port...) im Falle eines internen Defekts (Garantiefall) der Grafikkarte ist einfach mit Platinenreiniger beizukommen. Stinkt zwar sehr übel, aber wenn es abgelüftet ist, dann ist alles sauber und rein.
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von T-MAXX
        Ich finde es schon seltsam, das hin und wieder solche Probleme auftauchen. Aus meiner beruflichen Elektronik Erfahrung sind Schmorstellen an Übergängen auf einen hohen Widerstand zurückzuführen. Ich habe meine Kabelversteckbindungen damals mit Liquiwire eingepinselt und das half auch bei der aktuellen RTX Serie 5000. Bester Fall war vor einiger Zeit eine RTX 5090, wo ein Bekannter mit Wärmebildkamera Hitzestellen am Strom Port überwacht hatte und es wurden Temperaturen über 100 °C gemessen. Daraufhin habe ich Abhilfe mit Liquiwire vorgebeugt und es gab nie wieder Probleme. Mit der Zeit können Verbindungen oxidieren und dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es zum Supergau kommt. Genau das passiert dann mit den Grafikkarten.
        wie hoch ist die gefahr von kurzschlüssen wenn das unsauber aufgetragen wird? ^^

        und wie verhält es sich dann mit der gesetzlichen Gewährleistungspflicht des Herstellers?
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Das hat auch nichts mit billigen Kabeln oder mangelndem Können zu tun, das sollte doch eigentlich so langsam mal klar sein.
        Ich finde es schon seltsam, das hin und wieder solche Probleme auftauchen. Aus meiner beruflichen Elektronik Erfahrung sind Schmorstellen an Übergängen auf einen hohen Widerstand zurückzuführen. Ich habe meine Kabelversteckbindungen damals mit Liquiwire eingepinselt und das half auch bei der aktuellen RTX Serie 5000. Bester Fall war vor einiger Zeit eine RTX 5090, wo ein Bekannter mit Wärmebildkamera Hitzestellen am Strom Port überwacht hatte und es wurden Temperaturen über 100 °C gemessen. Daraufhin habe ich Abhilfe mit Liquiwire vorgebeugt und es gab nie wieder Probleme. Mit der Zeit können Verbindungen oxidieren und dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es zum Supergau kommt. Genau das passiert dann mit den Grafikkarten.
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