Quadro RTX 6000: Turing-TU102-Vollausbau kostet 6.300 US-Dollar
Nvidia nimmt in den USA Vorbestellungen der Quadro RTX 6000 entgegen. Anders als die Geforce RTX 2080 Ti nutzt die Workstation-Grafikkarte einen Vollausbau der Turing-GPU TU102. Dazu gesellen sich 24 statt 11 GiByte GDDR6-Speicher. Das Ganze kommt auf einen Kostenpunkt von 6.300 US-Dollar.
Die Geforce RTX 2080 Ti im Desktop-Bereich nutzt zwar die größte Turing-GPU in Form des TU102-Grafikchips, die 18,6 Milliarden Transistoren auf 754 mm² unterbringt, muss sich aber mit einer teilweisen Deaktivierung zufrieden geben. Von den 72 vorhandenen Shader-Multiprozessoren sind 68 aktiv. Das ergibt 4.352 statt 4.608 FP32-Shader. Entsprechend sind auch die Raytracing-Einheiten und Tensor-Kerne beschnitten. Beim Speicher-Interface wird ein 32-Bit-Controller abgeknipst, womit die Geforce RTX 2080 Ti auf 354 statt 384 Bit kommt - im Falle von 14 Gbps (7.000 MHz) schnellem GDDR6-RAM verringert das die Bandbreite von 672 auf 616 GB/s.
Den Vollausbau nutzt indes die Quadro RTX 6000, die Nvidia für den Workstation-Bereich bislang nur ankündigte. Neben dem Vollausbau nutzt das Modell auch die doppelte Menge an GDDR6-Chips pro Speicher-Controller, insgesamt also 24 GiByte. Inzwischen können Interessierte die Turing-Grafikkarte zumindest in den USA auch vorbestellen. Nvidia ruft dafür 6.300 US-Dollar auf. Zum Vergleich: Die Quadro P6000 mit GP102-Vollausbau und 24 GiByte GDDR5X-RAM kostet 5.000 USD. Natürlich ist in den Quadro-Preisen immer der Profi-Support inbegriffen. Der Preisunterschied zur Geforce RTX 2080 Ti zeigt, wieso Nvidia die Vollausbauten der TU104-GPU lieber als Quadro verkauft. Bei einer Chipfläche von 754 mm² dürfte die Ausbeute voll funktionstüchtiger Chips selbst im ausgereiften 12FFN-Prozess nicht die beste sein und bei Workstation-Nutzern gibt es die (deutlich) höhere Marge.
Lesenswert: GPU-Roadmap 2018-2019: Geforce- und Radeon-Grafikkarten der nächsten Generation
Die Quadro RTX 6000 zeigt immerhin, wie eine hypothetische Turing-Titan-Grafikkarte in Zukunft aussehen könnte. Vielleicht nicht mit den teuren 24 GiByte GDDR6, aber vollaktiviert und womöglich mit schnellerem 15- oder 16-Gbps-Speicher, sobald er gut verfügbar sein wird. Ob eine solche "Titan Xt" tatsächlich kommen wird, steht jedoch in den Sternen.
| Modell | Quadro RTX 6000 | RTX 2080 Ti |
|---|---|---|
| Codename/Konfektion | TU102 | TU102-300A-K1 |
| Name der Achitektur | Turing | Turing |
| Chipgröße (reiner Die) | 754 mm² | 754 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 18.600 | 18.600 |
| Fertigungsverfahren | 12 nm FFN | 12 nm FFN |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 4.608/72/288 | 4.352/68/272 |
| Tensor-Kerne | 576 | 544 |
| Raytracing-Kerne | 72 | 68 |
| Leistung RT-Kerne (Giga-Rays/s) | 10 | 10 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 88 | 88 |
| GPU-Basistakt (MHz) | 1.455 | 1.350 |
| GPU-Boost-Takt (MHz) | 1.770 | 1.635 |
| FP32/FP64-Leistung (TFLOPS) | 16,3/0,51 | 14,23/0,45 |
| Speicheranbindung (Bit) | 384 | 352 |
| Geschwindigkeit RAM (GT/s) | 14 | 14 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 |
| Speicherübertragung (GB/s) | 672 | 616 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 24.576 | 11.264 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 2 × 8-polig | 2 × 8-polig |
| Typische Leistungsaufnahme | <295 Watt | <260 Watt |

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Bei einem Haus mit 8 Fenstern würde die eine Reflexion dann für alle Fenster berechnet / kopiert.
Bin gespannt, wie das aussieht.
Raytracing ist " Was die Welt nicht braucht".
Wenn die Karte so für um die 550-600 Euro kommt bewegt die sich in einem passablen Preisrahmen der 1080/V64 gegenüber.
Das wäre dann schlicht eine rundere 1080 ohne die bekannten Schwächen.
DLSS und Raytracing werden kaum nutzbar sein auf der Karte denke ich.
Laut Nvidia schafft eine 2080Ti 10 GR/s, eine RTX 2070 6 GR/s.
Sagen wir mal wir kommen auf eine Auslastung von <50% der Hardware - 2.7 GR, mit 90 FPS wären das dann 30 MR/Frame - 3 Rays/Pixel auf nem UHD Display.
Davon nehmen wird dann wieder die Hälfte für Beleuchtung, die andere hälfte für Spiegelungen - für beides noch immer 1.5 Strahlen/Pixel. das ist jetzt nur Überschlagsrechnung mit dem primitivsten Ansatz der die Strahlen ziemlich verschwendet - mit strahlen-Clusterung, Schattenerkennung, Spiegelung nur bei Spiegelnden Oberflächen etc kann man das dann noch deutlich verbessern.
Wenn man sich das ganze also nur mal kurz durchdenkt dann bemerkt man auch schnell die Limitierungen und warum bei manchen bruteforce Demos die Performance nicht gut war - Ein einfaches direktes Raytracing das Beleuchtung und Spiegelung am ganzen Bild gleichmäßig berechnet benötigt schon mal >10 Rays/Pixel was dann die Leistung limitiert.
Man sollte sich also nicht erhoffen das die ganze Szene perfekt geraytraced wird - aber für gute globale Beleuchtung und Spiegelungen reicht die 2070 alle mal aus.
(Der preis ist ne andere Sache - nur bei Anwendungen die die Extra-hardware auch wirklich nutzen kann man es noch irgendwie rechtfertigen - ansonsten hat man ja schon ne bessere preis/leistung wenn man das Geld direkt verbrennt und zur Beleuchtung nutzt)
Die RTX2070 ist noch nicht released. Und deine Einschätzung von der RT Leistung der RTX2080ti beruht doch lediglich auf den vielen Videos det Bf5 Demo, ein Spiel welches noch nicht final ist und an dem aktuell noch wie wild gefeilt wird. Auch und gerade an der RT Leistung.
Mit weiterer Reduktion der Rays, bzw. durch Zusammenfassen der Fenster und Türen eines Hauses zu einer INstanz - das reduziert den Rechenaufwand dramatisch, allerdings wird die verfügbare Zahl der Blickwinkel auf eine "Ursache" in der Reflexion deutlich reduziert.
Bei einem Haus mit 8 Fenstern würde die eine Reflexion dann für alle Fenster berechnet / kopiert.
Bin gespannt, wie das aussieht.