Nvidia Turing: Höhere Qualität beim Spiele-Livestreaming mit OBS
Nvidia veranschaulicht in einem Blog-Beitrag die Verbesserungen der hauseigenen Turing-Grafikkarten beim Thema Spiele-Livestreaming. Der Video-Encoder, NVENC genannt, arbeitet effizienter als noch bei Pascal. Zusammen mit einem Update der Open Broadcaster Software (OBS) erzielen die GPUs deutlich bessere Ergebnisse, was sie zur Alternative zum CPU-Streaming machen soll.
Das Streamen von Spielen, beispielsweise über Twitch.tv oder Youtube, stellt im Jahre 2019 ein durchaus wichtiges Thema dar, wenn es um den Kauf neuer Hardware geht. Die generelle Empfehlung lautet immer noch, möglichst die CPU mit dem x264-Codec zu verwenden, um eine möglichst hohe Bildqualität zu erreichen. Geforce- und Radeon-Grafikkarten weisen zwar eigene Encoder mit entsprechender Beschleunigung auf, um die CPU zu entlasten, hinken bei der Bildqualität für gewöhnlich jedoch hinterher. Das Problem: CPU-Encoding kostet Leistung, bietet sich also nur bei einem starken Vielkern-Prozessor oder gar einem zweiten, dedizierten Streaming-PC an.
In einem Blog-Beitrag geht Nvidia genau auf dieses Thema ein und spricht von Verbesserungen bei der Turing-Generation. Der Video-Encoder, vom Chiphersteller NVENC genannt, soll bei der Geforce RTX 2080 Ti, Geforce RTX 2080, Geforce RTX 2070 und Geforce RTX 2060 rund 15 Prozent effizienter arbeiten als noch bei Pascal. Anders gesagt: Die Bitrate kann um 15 Prozent gesenkt werden, um die gleiche Bildqualität zu erreichen. Vermutlich wurde der Blog-Entwurf geschrieben, bevor die Geforce GTX 1660 Ti als Turing-Grafikkarte ohne Raytracing-Beschleunigung erschienen ist. Die kleinen Turing-GPUs sollten ebenfalls den aktualisierten NVENC spendiert bekommen haben, also in höherer Qualität streamen können.
Das Update 23.0 der Open Broadcaster Software, kurz OBS, nutzt den Video-Encoder der Turing-GPUs für eine gesteigerte Bildqualität aus, wie Nvidia anhand von Screenshots beweist. Waren Pascal-Grafikkarten noch dem x264-Fast-Preset von OBS unterlegen, das die CPU weniger stark belastet, sollen sich die Nachfolger auf dem Niveau des hübscheren x264-Medium-Presets bewegen - dank dedizierter Encoding-Hardware nahezu zum Nulltarif, was die CPU- und GPU-Leistung angeht.


War auch nicht für das Streamen gemeint, sondern als Zwitterlösung für beste Qualität bei Bedarf und Video on Demand bei Youtube - mit einem Upload.
-Auf der Suche nach aktuellen Informationen zu diesem Thema bin ich auf folgendes Video gestoßen. Fand es recht informativ und die präsentation recht fair und neutral. Echte Informationen sind immer dienlicher als die übliche Polemik. Auf dein Thema wird auch eingegangen.
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Achtung: Die Medium settings mit dem alten codec sehen trotzdem besser aus per CPU
Weil in deinem Post stimmt 80% einfach nicht.
Finde es jedesmal abartig, wenn man die höchste Bildqualität einstellt und der Dienst einem irgendwann heimlich die Qualität runterdreht. Gibt nichts nervigeres!
Billige Kamera, Mikrofon vorausgesetzt kann jeder 0815-Streamer damit anfangen. Die Einarbeitung dauert trotzdem ein wenig und man muss sich tief reinhängen. Viele steigen danach auch wieder aus und bleiben beim regulären Shadowplay + Mikrofon ohne Face-reveal oder großes TAM-TAM.
Wichtiger als ein Zweit-Setup, ob GPU/CPU/PC sehe ich einen zweiten Monitor als Pflicht. Wirkt immer unheimlich unprofessionell, wenn der Streamer im Laufe des eigentlichen Streams rumfummelt und der Zuschauer muss hilflos mitansehen. Anstatt eine dicke CPU samt Rechnerstruktur lohnt eine Capture-Karte ab 70€. Damit kann man wesentlich mehr anfangen und ist sogar flexibler.
Die jetzige Lösung von Nvidia mit NVENC und OBS sehe ich mehr als ein QOL für den durchschnittlichen Einstiegsstreamer. Jeder Profi erweitert das Setup dann bis ins Unendliche.
Ist die denn so wichtig? War beim CPU-Encoding nicht ein Kopiervorgang vom VRAM in den Arbeitsspeicher des Sysetms hin zur Verarbeitung in der CPU involviert? Ich sehe hier bereits unzählige mögliche Flaschenhälse und Gründe warum das CPU-Encoding neben Performancegründen so viel Leistung verliert.
Das klingt nicht gerade handlich und praxistauglich. Mit so manchem langsamen Upload dauert das ja ewig. On-the-fly streamen stelle ich mir damit extrem unbequem vor. Die meisten Persönlichkeiten auf Twich verdienen am meisten mit Live-Streams und den Unterstützern und Superchats.