Geforce GTX 970: Upgrade auf 8 GiB Speicher bringt ordentlich Leistung
Die Geforce GTX 970 ist nicht nur wegen ihres einst guten Preisleistungsverhältnisses legendär, sondern auch wegen der 3,5 + 0,5-GiB-Speicher-Konfiguration. Ein Upgrade auf 8 GiB ist zwar ein Spaßprojekt, lohnt sich aber.
Die Geforce GTX 970 ist dafür bekannt, dass sie bei ihrer Veröffentlichung viel Leistung fürs Geld geboten hat und damit äußerst beliebt wurde. Sie ist nun aber noch mehr bekannt dafür, dass Nvidia beim Speicher gespart hat. Von den 4 GiB waren nur 3,5 GiB gescheit angebunden und der Rest verhungert so erbärmlich, dass die meisten aus der Geforce GTX 970 eine 3,5-GiB-Karte gemacht haben.
Das ist eine gute Ausgangslage für Experimente. Etwa dem, die Grafikkarte auf 8 GiB Speicher umzurüsten. Und das gelingt mit Erfolg, denn nur durch das Speicher-Upgrade wird die Geforce GTX 970 bis zu 40 Prozent schneller. Gemessen wurden verschiedene Spiele inklusive Evergreens wie Cyberpunk 2077, GTA 5 und Red Dead Redemption 2, die quasi jeder mal gespielt haben will und sollte - selbst auf betagter Hardware.
Die schlechte Nachricht ist: Ausgerechnet Grand Theft Auto 5 und Red Dead Redemption 2 profitieren gar nicht vom Upgrade. In diesem Szenario bremst die Spiele ein anderes Element mehr als der Speicher. Auch A Plague Tale: Requiem verändert sich nicht und die 3 Prozent in Counter-Strike Go sind zwar messbar, aber fallen nicht sonderlich ins Gewicht. Die 5 Prozent in Cyberpunk 2077 bei niedrigen Einstellungen indes schon und auf hohen Einstellungen sind es sogar 16 Prozent. Wer Last of Us Part 2 Remastered nachholt, wäre mit 24 Prozent Mehrleistung gesegnet und das beste Ergebnis erzielt Horizon Forbidden West im DLC Burning Shores mit 40 Prozent.
Speicher wird, vorausblickend, immer wichtiger werden, weshalb generell heute vom Kauf von Grafikkarten mit 8 GiB VRAM abgeraten wird, wenn man nicht ein sehr spezielles Szenario bedienen möchte. Spannend ist auch, dass man einer elf Jahre alten Grafikkarte mit mehr Speicher durchaus neues Leben einhauchen kann und wer sehr alt ist, weiß, dass es ganz früher so etwas wie Speicher-Upgrades für Grafikkarten gab - von 4 auf 8 MiB beispielsweise. Heute sind die Geschwindigkeiten ganz anders und damit Signalwege deutlich empfindlicher, aber würden der Idee keine wirtschaftlichen Zwänge im Raum stehen, wäre das sicher ein interessanter Pfad für die Branche.
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Und solange es die Kunden (z.B. befeuert vom Mining-Hype damals) heute weiterhi nmittragen, würde ich mir auch die Taschen füllen, als Unternehmen.
Und du hast mit deinen Ausführungen absolut recht. Es wäre fair, die Kunden vor die Wahl zu stellen. Aber - das meine ich nicht böse - warum denn, wenn es so wie es grad gemacht wird, auch geht. Produktobsoleszenz eingebaut, verkauft die nächste Generation gleich mit.
Das Problem ist, dass man so einen Flaschenhals erschafft, der sich mit relativ wenig Aufwand beseitigen ließe. Aber das möchte Nvidia oft nicht, denn die Karten sollen ja nicht zufrieden stellen. Man kann es handhaben, wie bei der GTX 1060 und diversen anderen Karten. Es gab eine GTX 1060 mit 3GB und eine GTX 1060 mit 6GB. Leute, die daran sparen wollten, konnten das machen, während die meisten die Karte mit mehr VRAM gekauft haben. So konnte jeder das haben, was er wollte.
Mit der GTX 1060 6GB kann man auch heute noch das ein oder andere reißen, mit der GTX 1060 3GB sieht es schon deutlich schwieriger aus Wer seine Karte lange nutzen möchte, ist gut beraten, in ordentlich VRAM zu investieren.
... Grau ist nur der Tod ............