Corsair One (Pro) im Test: Klein, schick, schnell - ein Komplett-PC (nicht nur) fürs Wohnzimmer?
Mit dem Komplett-PC Corsair One bündelt Corsair seine Hardware-Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten: Mit schnellen Komponenten und wartungsfreien Wasserkühlsystemen will der kalifornische Hersteller ins Wohnzimmer vordringen und dort den Konsolen ihren Platz streitig machen. Wir haben den Corsair One Pro getestet.
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Vor nun schon 23 Jahren gründete Andy Paul im US-Bundesstaat Kalifornien den PC-Komponentenhersteller Corsair. Anfangs hatte Corsair nur Speichermodule im Angebot, dann kamen Netzteile, Gehäuse, SSD-Laufwerke, Lüfter und Wasserkühlersysteme dazu. Peripherietechnisch haben die Kalifornier Headsets, Tastaturen, Mäuse und Mauspads im Angebot - in Zusammenarbeit mit Cherry produzierte Corsair sogar die erste Tastatur mit individuell beleuchteten Tasten.
Auf der CES 2016 wagte sich Corsair mit dem Bulldog an ein PC-Gehäuse fürs Wohnzimmer, das jedoch noch etwas sperrig und - sind wir mal ganz ehrlich - nicht besonders sexy aussah. Entsprechend groß war unsere Spannung, als uns Corsair vor dem Besuch der diesjährigen CES eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben ließ. Heute können wir es Ihnen verraten: Mit dem Corsair One steigt der Hersteller in den Markt für PC-Komplettsysteme ein und will damit ein System anbieten, das wohnzimmer-, 4K- und VR-tauglich ist. Wir haben die Variante Corsair One Pro für Sie in mehreren Tagen auf Herz und Nieren geprüft - auch, wenn wir im Folgenden das Pro weglassen, denn bis auf CPU, GPU und Massenspeicher sind alle Versionen des Systems identisch.
Corsair One: Klein, aber oho
Mit einer Grundfläche von 20 mal 17,6 Zentimeter und einer Höhe von 38 Zentimetern ist der Corsair One ein sehr kompakter PC. Dennoch bringt das System mit einem nutzbaren Innenvolumen von rund 12 Litern erstaunliche 7,4 Kilogramm auf die Waage. Grund dafür ist das kompakte Innenleben des eigens entwickelten Aluminiumgehäuses, das dank der sandgestrahlten, mattschwarz lackierten Oberfläche sehr gediegen daherkommt - und damit in den allermeisten Wohnzimmern auch nicht deplatziert wirkt.
Im Inneren des Mini-Turms stecken Top-Komponenten: Für den richtigen Takt auf dem Mini-ATX-Mainboard Z270I von MSI sorgt Intels i7-7700K-Vierkern-CPU aus der Kaby-Lake-Serie (kleine Variante: i7-7700). Sie ist wie auch die GTX-1080-Grafikkarte - eine GTX 1070 im kleineren Modell - auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite wassergekühlt. Dafür setzt Corsair hauseigene Closed-Loop-Systeme ein, die gleichzeitig platzsparend und wartungsfrei sind. Außerdem laufen CPU und GPU laut Corsair-Mitarbeitern im "Dynamic Boost"-Modus: Die CPU läuft in der Tat teilweise mit bis zu 4,5 statt 4,2 GHz, was aber dem normalen Turbo entspricht. Die GPU soll ohne Benutzerzutun bis zu 2 GHz bewältigen. Realistisch sind aber eher 1,9 bis 1,95 GHz, nach den Erfahrungen mit Custom Designs.
Bei der Kühlung des Corsair One setzten die Ingenieure auf natürliche Konvektion, der Corsairs 140-Zentimeter-Lüfter ML140 mit Magnetlager auf die Sprünge hilft: Über die beiden dezent "perforierten" Seitenwände strömt die Luft ins Gehäuseinnere, an den 240-Millimeter-Slim-Wärmetauschern der CPU- und GPU-Kühlsysteme vorbei. Deshalb muss ein Bereich von fünf Millimetern links und rechts des Gehäuses freibleiben - also bitte das One nicht ins Bücherregal stellen. Die warme Luft entweicht dann aus der Gehäuseoberseite, wobei bei Bedarf die Drehzahl des ML140 automatisch hochgeregelt wird.
| PC | CORSAIR ONE | Corsair One Pro |
|---|---|---|
| CPU | Core i7 7700, 4,2 GHz max. Turbofrequenz, flüssiggekühlt | Core i7 7700K, 4,5 GHz max. Turbofrequenz, flüssiggekühlt |
| Grafikkarte | Geforce GTX 1070 8 GiB, Boost-Takt: 1.721 MHz, Basistakt: 1.531 MHz, luftgekühlt | Geforce GTX 1080 8 GiB, Boost-Takt: 1.771 MHz, Basistakt: 1.632 MHz, flüssiggekühlt |
| RAM | 16 GiB Corsair Vengeance LPX 2.400 MHz | 16 GiB Corsair Vengeance LPX 2.400 MHz |
| Datenspeicher | Corsair Force LE 240 GB SSD + 1 TB HDD | Corsair FORCE LE 480 GB SSD + 1 TB HDD |
| Mainboard | Vorkonfiguriertes MSI Z270 Mini-ITX | Vorkonfiguriertes MSI Z270 Mini-ITX |
| PSU | Corsair SF400 80PLUS GOLD SFX | Corsair SF400 80PLUS GOLD SFX |
| Gehäuse | Schwarzes Aluminium, VR-Ready | Schwarzes Aluminium, VR-Ready |
| OS | Windows 10 Home | Windows 10 Home |
| Preis | 1.999,99 Euro | 2499,99 Euro |
Stromsparend und anschlussfreudig
Speichern kann der Corsair One natürlich auch: Zwei 8-GByte-RAM-Tiegel vom Type Corsair Vengeance LPX (DDR4-2400) stecken im Mainboard, das auf 32 GByte aufrüstbar ist. In unserer Testversion steckte außerdem eine 960-GByte-SSD Marke Corsair Force LE. Das Gehäuse soll noch einem weiteren 2,5-Zoll-Laufwerk sowie einer per M.2-Port anschließbaren SSD Platz bieten.
Die schon erwähnte GTX 1080 Aero aus dem Hause MSI besitzt 8 GByte VRAM und ist zumindest bei unserem Testmuster mit den Geschwindigkeiten der Founders Edition relativ konservativ aufgestellt: Der GPU-Takt beträgt 1.607 beziehungsweise 1.734 MHz im Boost-Modus, der Speichertakt 5.004 MHz. Allerdings gibt Corsair in seinen Pressemeldung 1.632 MHz Basis- und 1.771 MHz Boost-Takt an, was im Widerspruch zu den Werten steht, die wir ausgelesen haben. Des Rätsels Lösung: In unserem System arbeitet eine "normale" Aero, während im finalen Corsair One Pro die OC-Version des Aero rechnet. Auf das Boostverhalten soll das aber laut Corsair keine Auswirkungen haben, von daher sind unsere Benchmarks nicht verfälscht.
Dank Nvidias stromsparender Pascal-Architektur braucht das System immerhin selbst unter Volllast keine vierstelligen Leistungsmengen: Das verbaute Corsair-SF-400-Netzteil mit 80-Plus-Goldzertifizierung ist mehr als ausreichend. Zwar ist die Grafikkarte in voller Baulänge ausgeführt, doch Corsair entschloss sich, den - vorhandenen - DVI-Ausgang nicht nach außen durchzuschleifen. So finden wir auf der Rückseite neben zwei Display-Port-Anschlüssen nur einen HDMI-Anschluss. Ein zweiter HDMI-Anschluss befindet sich zusammen mit einem USB-3.1A-Port auf der Gehäusefront. Auf der Rückseite: sechs USB-Anschlüsse (1x 3.1C, 3x 3.1A, 2x 2.0A), zwei Antennen für den flinken WLAN-Adapter (802.11ac), ein Gigabit-Ethernet-Port sowie fünf Lautsprecherbuchsen und ein S/PDIF-Anschluss.
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Und jetzt packen die noch ne 1080ti mit nem 7700K rein, evtl. legen sie auch gleich noch eine Kabeldurchführung für die Außer-Haus-Montage (wie bei Klimaanlagen) bei, damit nur die Nachbarn vom Lärm belästigt werden.
Wobei komischerweise die Lautstärke-Messungen hier und bei CB (im o.a. Link kommt man zu nem Test auf CB) voneinander abweichen. Das kann durchaus an einer unterschiedlichen Versuchsanordnung liegen. Hab ich aber jetzt nicht nachgeschaut.
Warum gibts es den PC nicht mit i5 und 8GB sowie einer günstigeren GPU?
Was höre ich da? Ein Gehäuse mit VR Ready Spezifizierung?
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